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Rovanperä out, Grönholm in Front

Turbulenter erster Tag in Finnland: Auf SP 4 verabschiedet sich Weltmeister Solberg nach Fahrfehler, auf SP 6 erwischt es Leader Rovanperä.

Marcus Grönholm erzielte auf der fast 25 Kilometer langen SP 4 Lankamaa Bestzeit und konnte so den Rückstand auf seine führenden Peugeot-Teamkollegen Harri Rovanperä und Sebastian Lindholm weiter verringern.

Das wichtigste Ereignis dieser Wertungsprüfung war allerdings der Ausfall von Subaru-Pilot Petter Solberg: Der Norweger, der bis dahin ebenfalls auf die Spitze aufgeholt hatte, kam mit seinem Impreza WRC von der Straße ab und musste mit beschädigter Frontpartie aufgeben!

Schnellster Nicht-Peugeot war abermals der finnische Ford-Pilot Janne Tuohino, der die viertschnellste Zeit fuhr und durch den Ausfall von Solberg auch in der Gesamtwertung auf Platz vier vorrückte. Die Platzierungen der weiteren Focus-Lenker: Achter Vorjahressieger Märtin, Duval auf Position zehn, Privatier Anthony Warmbold mit über einer Minute Rückstand 17.

Wieder einmal ist Mikko Hirvonen der einzig verbliebene Subaru-Werksfahrer, der junge Finne konnte mit Position fünf sowohl in der SP als auch in der Gesamtwertung durchaus überzeugen, ebenso wie Škoda-Fahrer Paasonen auf Zwischenrang sieben. Solide schlug sich auch Kristian Sohlberg (Mitsubishi), der sich nach SP 4 in den Top 10 wiederfand.

Die knapp zwölf Kilometer lange Wertungsprüfung Laukaa holte sich dann wieder Rallye-Leader Harri Rovanperä, der mit vier von fünf möglichen SP-Siegen in der Anfangsphase dieser Rallye klar tonangebend war. Zweiter wurde Marcus Grönholm, der damit seinen Cousin und Teamkollegen Sebastian Lindholm (SP-Fünfter) in der Gesamtwertung auf Rang drei verdrängte.

Ford festigte seine Stellung als zweitstärkstes Team hinter Peugeot: Janne Tuohino blieb Vierter, Markko Märtin überholte mit drittbester SP-Zeit den jungen Finnen Mikko Hirvonen im Subaru.

Hinter diesen beiden liefert Jani Paasonen im Fabia WRC die eigentliche Sensation der Rallye ab: Vierter auf SP 5 – über 30 Sekunden schneller als seine Teamkollegen –, Siebenter gesamt mit mehr als zwei Minuten Vorsprung auf den weitaus erfahreneren Škoda-Piloten Armin Schwarz...

Probleme weiterhin für die erfolgsverwöhnten Mannen von Citroën: Sainz und Loeb waren nach SP 5 nur auf den Plätzen acht respektive zehn zu finden – Positionen, über die sie bisher auch in den Zeitentabellen der einzelnen Prüfungen fast nicht hinauskamen.

Turbulent verlief dann die kurze sechste Sonderprüfung der ersten Etappe, Ruuhimaki: Der bis dahin souverän führende Harri Rovanperä überschlug sich und verlor mehr als eineinhalb Minute. Der Finne konnte zwar weiterfahren, fiel aber insgesamt bis auf Position 13 zurück und musste im anschließenden Service die Segel streichen! Hauptnutznießer dieses Zwischenfalls war Marcus Grönholm, der mit seiner zweiten SP-Bestzeit die Führung übernahm.

Hinter Grönholm kommt Markko Märtin immer besser in Fahrt, auch wenn der Este zugibt, sich noch nicht ganz von seinem Argentinien-Unfall erholt zu haben: SP-Zweiter, Vierter gesamt. Nur eine Zehntel mehr als sein prominenterer Teamkollege verlor Janne Tuohino, der durch den Rovanperä-Patzer als Dritter zur Zeit auf Podiumskurs ist.

Sebastian Lindholm konnte als Vierter dieser Wertungsprüfung in der Zeitenaddition seine Position hinter Grönholm verteidigen. Ein Aufwärtstrend zeichnet sich im Citroën-Team ab, Loeb und Sainz erreichen immerhin die fünft- bzw. sechstbeste Zeit, rücken gesamt aber nur wegen des Ausfalls Rovanperäs um je eine Position auf.

Durch eine mäßige Leistung und kleinere Probleme am Subaru verliert Mikko Hirvonen seinen fünften Rang an Jani Paasonen, der den Škoda Fabia WRC in für unmöglich gehaltene Sphären der Zeitentabelle erhebt...

Stand nach SP 6:

 1  GRÖNHOLM      39:59.8
2 LINDHOLM + 3.6
3 TUOHINO + 13.2
4 MÄRTIN + 22.2
5 PAASONEN + 26.0
6 HIRVONEN + 26.7
7 SAINZ + 34.8
8 DUVAL + 43.7
9 LOEB + 45.6
10 SOHLBERG + 57.3
11 CARLSSON +1:25.7
12 H.SOLBERG +1:39.2
13 ROVANPERÄ +1:40.1

14 GARDEMEISTER +2:05.0
15 PANIZZI +2:09.3
16 SCHWARZ +2:34.4

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