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"Eine großartige Gelegenheit"

Nicolas Bernardi möchte seine große Chance, auf Korsika und in Spanien im 307 WRC zu fahren nutzen, auf eine Platzierung will er sich nicht festlegen.

Sie führen derzeit die Französische Rallye-Meisterschaft an, kürzlich siegten Sie bei der Rallye Le Touquet. Haben die Leistungen geholfen, dass Sie bei den WM-Läufen auf Korsika und in Spanien den Werkspiloten Markko Märtin im Peugeot 307 WRC vertreten dürfen?

"Zweifellos habe ich damit gezeigt, dass ich momentan konkurrenzfähig bin. Allerdings bin ich bei Peugeot nicht ganz unbekannt, denn von meinem Sieg in der Nachwuchssichtung ‚Rallye Jeunes’ 1995 über den Titelgewinn des Peugeot-Markenpokals im Jahr 2000 bis zum meinem aktuellen Programm in der Französischen Meisterschaft mit einem 206 WRC habe ich meine größten Erfolge mit Peugeot errungen."

Sie sind lange Zeit kleine, frontangetriebene Autos gefahren, bevor Sie in ein World Rally Car wechselten. Wie schwer war der Umstieg?

"Ein World Rally Car ist in allen Bereichen stark, es erfordert viel mehr Konzentration. Die Geraden, auf denen man etwas Luft holen kann, fliegen schnell vorbei. Ich musste zum Beispiel in dieser Saison mein Aufschriebsystem umstellen. Meine Noten sind nun in den schnellen Passagen präziser, zudem musste ich die Beschreibungen der langsamen Kurven vereinfachen."

Sie sind den Peugeot 307 WRC bereits gefahren. Ihr Eindruck?

"Ich habe den 307 WRC in diesem Jahr bereits mehr als 1.000 Kilometer bei Tests für Peugeot Sport gefahren. Außerdem saß ich kürzlich am Steuer, um das Auto für die beiden WM-Einsätze noch besser zu verstehen."

"Ich kann es kaum erwarten, den 307 WRC bei einer Rallye zu fahren. Der Motor ist fantastisch, das Chassis ist ebenfalls gut. Man spürt den Unterschied zum 206 WRC, den ich in der Französischen Meisterschaft fahre."

Die beiden Einsätze im Werksteam sind eine große Chance für Sie. Aber belastet Sie das nicht zugleich?

"Ich bin noch nie ein World Rally Car im Wettbewerb für ein Werk gefahren und habe noch immer wenig Erfahrung. Ich habe aber seit fast zehn Jahren gearbeitet, um dieses Ziel zu erreichen."

"Also hatte ich genügend Zeit, mich psychisch darauf vorzubereiten. Ich will nun versuchen, mit dem Druck umzugehen. Jean-Pierre Nicolas hat mir zudem bestätigt, dass ich nur mein Bestes geben soll, er hat kein genaues Ziel definiert."

Was glauben Sie, welches Ergebnis Sie erreichen können?

"Ich möchte mich auf keine Platzierung festlegen. Ich war zwar bereits dreimal bei der Rallye Korsika, bin dort aber seit 2001 nicht mehr gefahren. Ich habe eine gute Kenntnis der sehr technischen Prüfungen dort."

"Außerdem spornt es mich sehr an, bei meiner Heim-Rallye zu starten. Ich bin sehr motiviert. Ich möchte mir aber kein bestimmtes Ziel setzen, bevor ich das Auto nicht im Wettbewerb gefahren bin und meine Zeiten mit denen der anderen Piloten verglichen habe."

Direkt nach der Rallye Korsika reisen Sie zur Spanien-Rallye... "

Sie ist komplett anders, aber auch sehr speziell. Ich bin diese Rallye bereits dreimal gefahren, doch die Strecke ist in diesem Jahr komplett neu. Die Prüfungen liegen weiter im Süden und sind anders als die Strecken, die wir kennen."

"Doch das ist für alle Fahrer gleich, deshalb bin ich nicht benachteiligt. Nach der Rallye Korsika werde ich dort bereits wissen, wie ich mit dem Peugeot 307 WRC umgehen muss."

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