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Wieder ein Schnitzer von Duval

Zwei Prüfungen vor Schluss führt Loeb (Citroen) vor Gardemeister (Ford) und Solberg (Subaru), Duval (Citroen) rollt seinen Xsara und ist out.

Manfred Wolf

Der Weltmeister setzt seine weltmeisterliche Vorstellung ungeachtet jeder Konkurrenz fort. Auch bei seiner Heimrallye auf Korsika dominiert Sebastien Loeb nach Belieben, er gewinnt sowohl die erste als auch die zweite Prüfung der letzten Etappe, die SPs neun (Acqua Doria – Serra die Ferro, 16,14 Kilometer) und zehn (Pont de Calzola – Agosta, 31,8 Kilometer).

Sein Teamkollege musste dagegen alle Hoffnungen auf einen Podestplatz begraben: Nachdem Francois Duval auf der zweiten Etappe durch technische Probleme zurückgefallen war, hatte er sich bereits wieder auf Rang vier vorgearbeitet, seine Chancen auf einen Stockerlplatz waren intakt. Der junge Belgier riskierte auf SP 9 jedoch zu viel, überschlug sich, verlor über 2:40 Minuten und rutschte auf Platz acht ab.

Der Citroen wurde dabei so stark beschädigt, dass an ein Weiterfahren über die SP hinaus nicht mehr zu denken war. Doppelt bitter für Duval: Er verschenkt nicht nur eine gute Platzierung, er vermiest Citroen wahrscheinlich auch die Möglichkeit, bereits bei deren Heimrallye vorzeitig den Marken-WM-Titel zu fixieren.

Beide Male war Ford-Focus-Pilot Toni Gardemeister Zweitschnellster. Der Finne kämpft ja um den Verbleib bei Ford, mit dieser guten Leistung könnte ihm das durchaus gelingen – er war auf den Prüfungen nur knapp langsamer als Citroen-Superstar Loeb.

Beachtlich auch die Zeit von Subaru-Werksfahrer und Lokalmatador Stephane Sarrazin: Der Franzose fuhr auf SP 9 die gleiche Zeit wie Gardemeister, so verlor auch er nur 1,8 Sekunden auf Loeb. Durch den Unfall von Duval profitierte außerdem Sarrazin ebenso, wie die drei Piloten hinter ihm, sie alle rückten um einen Platz nach vor.

Dazu gehört auch Alex Bengue, der zeigt, dass mit dem Skoda Fabia doch gute Zeiten möglich sind. Der junge Franzose liegt bei seiner Heimrallye mittlerweile auf Rang sechs, ihm fehlen nur rund 20 Sekunden auf Roman Kresta, der Platz fünf inne hat – und Bengue holte auf dem ersten Durchgang der heutigen Prüfungen schon über 20 Sekunden auf – ein Kampf bis zum Schluss ist also angesagt.

Doch der Skoda-Pilot muss aufpassen: Hinter ihm kämpft OMV-Pilot Xavier Pons um WM-Punkte, der Spanier fährt bis dato eine starke Rallye und hat mit Rang sieben bereits die so wichtigen Zähler in der Tasche – doch er ist sicher nicht abgeneigt, vielleicht noch auf Platz sechs zu fahren, nur rund 13 Sekunden trennen ihn von dieser Klassierung. Gigi Galli als bester der dieses Mal völlig überraschend furchtbar schwachen Mitsubishi-Truppe liegt auf Rang acht, Neunter ist Peugeot-Debütant Nicolas Bernardi und Harri Rovanperä komplettiert die Top-Ten

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