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WRC: Akropolis-Rallye 2013

Latvala ist erleichtert

Jari-Matti Latvala zeigt sich erleichtert über seinen ersten Sieg im Polo R WRC, doch gab es für den Finnen auch einige brenzlige Situationen zu meistern.

gewonnen. Es war ein wichtiger Erfolg für ihn, denn nach dem harzigen Saisonstart bei Volkswagen schaffte Latvala den ersten ganz großen Erfolg und hat seine Verpflichtung damit mehr als gerechtfertigt. Die Zahlen bestätigen das: Der 28-Jährige hat sich mit diesen 25 Punkten hinter seinen Teamkollegen Sebastien Ogier auf den zweiten WM-Rang geschoben. Die Doppelführung bei den Fahrern bedeutet auch Platz eins bei den Herstellern. Trotz der technischen Probleme bei Ogier ist Volkswagen weiterhin auf Kurs zum historischen WM-Titel.

Latvala kam in Portugal erstmals richtig in die Gänge. Zuletzt in Argentinien wurde die Abstimmung an seine Wünsche angepasst und es wurde Platz drei. Nun fiel ihm in Argentinien der Druck von den Schultern. "Ich fühle mich wirklich gut. Es ist eine große Erleichterung. Ich startete die Saison mit einem großen Unfall. Volkswagen stellte sich sicher die Frage, welchen Fahrer sie da engagiert haben. Jetzt habe ich trotz der schwierigen Periode endlich für das Team das Resultat geholt", freut sich Latvala.

Damit ist ihm etwas gelungen, was Mikko Hirvonen, Dani Sordo und Mads Östberg bisher noch nicht geschafft haben - den ersten Saisonsieg. Bekanntermaßen ist der erste Sieg, speziell unter den Umständen des Teamwechsels, immer schwierig zu erreichen. Ist dieser Triumph nun der Auftakt für weitere Latvala-Erfolge? "Ich hoffe es. Es kommen noch viele weitere Rallyes. Um den Hersteller-Titel wird es noch ein großer Kampf werden", merkt der Finne an. Bei den Fahrern läuft alles für Volkswagen, aber in der Herstellerwertung beträgt der Vorsprung auf Citroen nur 16 Punkte.

"Wir brauchen weitere gute Ergebnisse, aber jetzt läuft alles gut. Ich bin mit dieser Rallye sehr zufrieden, denn wir hatten eine gute Taktik. Es war taktischer als früher." Latvala versuchte besonnen an die Sache heranzugehen. Es war die richtige Entscheidung, denn schon die erste Etappe forderte prominente Opfer, wie Ogier, Hirvonen oder Östberg. "Bei dieser Rallye geht es darum, dass man mit 90 Prozent herumfährt. Das heißt, dass es Bereiche gibt, wo man 100 Prozent geben kann, aber nicht immer - die Reifen würden es nicht mitmachen."

"Man muss Abschnitte haben, bei denen man langsamer macht. Wir markierten diese Stellen im Aufschrieb, damit es für das Auto einfacher ist. Zudem kalkulierten wir die Zwischenzeiten und es funktionierte auch. Es sah zwar nicht so spektakulär aus, denn nach der ersten Prüfung lag ich 40 Sekunden hinter dem Führenden." Zusammengerechnet wird aber erst am Ende und im Ziel hatte Latvala einen Vorsprung von fast zwei Minuten. Seine Taktik und Fahrweise gepaart mit etwas Glück war perfekt.

Aufgrund des Vorsprungs verspürte er aber keinen Druck. "Bis Sonntagvormittag habe ich nicht darüber nachgedacht. Am Samstag bin ich es Prüfung für Prüfung angegangen. Erst am Sonntag realisierte ich, dass ich dem Sieg näher und näher kam. Das war aufregend. Der Samstag war ein sehr langer Tag." Auch wenn es auf dem Papier nach einer perfekten Fahrt aussieht, gab es auch die eine oder andere brenzlige Situation zu meistern.

"Drei Kilometer nach dem Start der ersten Prüfung bin ich geradeaus gefahren, um nichts zu treffen. Ich verlor dabei 14 Sekunden. Dann gab es in Prüfung vier eine Bergab-Passage, bei der ich zu schnell war. In einer Rechts-Links-Kombination kam ich rechts von der Linie ab. Das drückte mich aber zurück nach links in die richtige Richtung", schildert der Vizeweltmeister von 2010. "Ich hatte sehr viel Glück und sagte zu Miikka (Anttila, Co-Pilot; Anm. d. Red.), dass wir all unser Glück aufgebraucht haben. Weitere Chancen werden wir nicht bekommen." Es ging alles gut und Im Ziel durfte das finnische Duo den großen Pokal in die Höhe recken.

Kubica nicht am Titel interessiert Kubica nicht am Titel interessiert Kubica ist mit sich selbst zufrieden Kubica ist mit sich selbst zufrieden

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