RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Wales-Rallye

„Enttäuschend, aber es macht keinen Unterschied“

Robert Kubica gibt der plötzlichen Absage seines Stamm-Copiloten Maciek Baran die Schuld an seinem verpatzten WRC-Debüt in Wales.

Der Start bei der Rallye Großbritannien im Citoren DS3 WRC sollte für Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica zur großen Bewährungsprobe werden - doch die ging gründlich daneben. Schon am Vormittag des zweiten Rallyetages schied der Pole nach einem Überschlag aus. Am nächsten Tag ging Kubica dann unter Rallye2 wieder an den Start, kam aber erneut nicht weit. Schon bei der zweiten Sonderprüfung des Tages lag der DS3 WRC wieder auf dem Dach - damit war die Rallye für Kubica endgültig beendet.

Einfluss auf eine mögliche weitere Rallye-Karriere hat das Fiasko von Wales laut Kubica aber nicht. "Was in Wales passiert ist, war enttäuschend, aber es macht keinen Unterschied", wird der 28-Jährige von Autosport zitiert. Kubica trauert weniger einem konkreten Ergebnis, sondern vor allem der verpassten Fahrzeit am Steuer des World-Rally-Car hinterher. "Während des gesamten Jahres bin ich gefahren, ohne mir in Ziel zu setzen, aber bei der Rallye Großbritannien wollte ich so viele Kilometer wie möglich fahren", sagt der WRC2-Champion. "Und nun bin ich so wenige Kilometer wie noch nie bei einer Rallye in meiner Karriere gefahren."

Kubica betont, dass der kurzfristige Wechsel des Beifahrers die Hauptursache für die dürftige Vorstellung in Wales war. "Wenn du nur wenig Zeit hast, dich kennenzulernen und alles in letzter Sekunde entschieden wird, ist das ein Risiko." Kubicas etatmäßiger Beifahrer Maciek Baran hatte seine Teilnahme an der Rallye Großbritannien abgesagt, sodass der Pole mit dem Italiener Michele Ferrara als Navigator vorlieb nehmen musste. Durch ein Missverständnis zwischen den beiden kam es zum zweiten Unfall.

Als er von der Absage Barans erfahren habe, war er erschrocken, erklärt Kubica, der sich von seinem ehemaligen Co-Piloten ein wenig im Stich gelassen fühlt. Zu Beginn der Zusammenarbeit sei man sich einig gewesen, mindestens drei Jahre lang gemeinsam Rallyes zu bestreiten. "Aber nur zehn Monate später hat er sich anders entschieden und mich dadurch in eine wirklich schwierige Situation gebracht", sagt Kubica. "Ich möchte ihm nicht die Schuld dafür geben, aber es hat mir bei meinem Debüt im World-Rally-Car sicherlich nicht geholfen."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Wales-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

MRC, Rally Mecsek: Vorschau

Mitropa Rally Cup gastiert in Ungarn 

Bei der 59. Mecsek Rallye (11.-13.06.26) in Ungarn geht der Mitropa Rally Cup in seine 5. Runde der diesjährigen Meisterschaft.

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.