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WRC: Wales Rally GB

Hyundai will erste Saison mit Top-5-Platz beenden

Hyundai hofft beim Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft in Großbritannien auf eine Top-5-Platzierung und typisch englisches Wetter.

Mit der Großbritannien-Rallye endet in der nächsten Woche die erste Saison nach der Rückkehr von Hyundai in die Rallye-Weltmeisterschaft. Diese kann das Werksteam aus dem dem deutschen Alzenau noch auf Rang zwei der Herstellerwertung beenden, denn der Rückstand auf Citroen beträgt vor dem Saisonfinale gerade einmal zwölf Punkte. Neben Stammfahrer Thierry Neuville gehen in Wales Schotter-Spezialist Juho Hänninen und Hayden Paddon an den Start.

"Die Großbritannien-Rallye ist eine schwierige Veranstaltung mit vielen Parametern, die schwer vorhersehbar sind. Es kann sehr matschig und nebelig sein", weiß Teamchef Michel Nandan. Und diese Verhältnisse, so hofft er, sollten Hyundai in die Karten spielen. "Solch schwierige Bedingungen liegen unserem i20 besser. Was die reine Performance betrifft, haben wir in unserem erste Jahr verständlicherweise noch einen Rückstand", gibt Nandan zu, "aber wenn die Bedingungen schwieriger werden, können wir die Lücke schließen und um die Spitze kämpfen. Unser Ziel ist ein Top-5-Platz."

"Mit Thierry, Juho und Hayden haben wir drei Fahrer für die Großbritannien-Rallye gemeldet, die auf Schotter sehr gut sind", begründet der Teamchef die Aufstellung seiner Mannschaft. "Wir haben in der Vergangenheit gesehen, wie gut Juho bei schwierigen Bedingungen sein kann. Thierry war im vergangenen Jahr in Großbritannien sehr gut, und Hayden macht Fortschritte und wird immer schneller. Die Großbritannien-Rallye kennt er bereits, daher glauben wir, dass er zu etwas Besonderem in der Lage ist."

Comeback für Hänninen

Vor allem Neuville hat an den Lauf in Wales beste Erinnerungen. "Zur Großbritannien-Rallye zurückzukehren, wo Nicolas (Gilsoul, Beifahrer; Anm. d. Red.) und ich im vergangenen Jahr Vize-Weltmeister wurden, fühlt sich ganz besonders an. In diesem Jahr wollen wir die die Rallye ohne Probleme beenden, werden aber auch versuchen einen guten Rhythmus zu finden und mit unserem Hyundai i20 gute Zeiten zu fahren."

Allerdings weiß der Belgier, dass das dort oft leichter gesagt als getan ist. "Die Großbritannien-Rallye ist sicherlich nicht die einfachste. Der Grip ändert sich ständig, daher ist die Recce und ein guter Aufschrieb sehr wichtig", so Neuville. "Manchmal hat man auch im Nassen viel Grip, während es durch den Matsch auf den Geraden sehr rutschig sein kann. Zu dieser Jahreszeit muss man dort auch mit Eis rechnen. Es ist eine große Herausforderung."

Nach einer Pause von mehr als drei Monaten kehrt Hänninen wieder ins Wettkampfgeschehen der WRC zurück. Zuletzt war der Finne, der in diesem Jahr zum sechsten Mal für Hyundai startet, Anfang August bei seiner Heimrallye in Finnland gefahren. "Es ist schön, nach einigen Monaten wieder in den i20 zurückzukehren. Der Test vor der Rallye war gut, wir sollten gut auf die Prüfungen am nächsten Wochenende vorbereitet sein", sagt er.

Eine gute Vorbereitung ist für ihn entscheidend, denn sein letzter Auftritt in Großbritannien ist schon sechs Jahre her. "Ich bin 2008 zum bisher letzten Mal in Großbritannien gefahren und hatte schon fast vergessen, wie vielfältig die Oberfläche und wie unterschiedlich der Grip sein kann. Die Wertungsprüfungen sind schnell und flüssig, wodurch man einen guten Rhythmus finden kann. Es ist aber auch wichtig, sanft und eine saubere Linie zu fahren, um schnell zu sind", so Hänninen. "Ich mag diese Prüfungen, obwohl ich auf den meisten noch nicht gefahren bin, da die Rallye nun weiter nördlich stattfindet. Ich werde versuchen, mich durch eine gute Recce so gut wie möglich vorzubereiten."

Bei Paddon, für den die Großbritannien-Rallye ebenfalls der sechste Einsatz für Hyundai in dieser Saison ist, kommen in Wales heimatliche Gefühle auf. "Die Großbritannien-Rallye ist ähnlich wie die in Neuseeland. Es gibt ähnliche Waldwege wie bei mir zu Hause, die flüssig und nicht allzu hart sind", sagt er. "Da Rallyes in Neuseeland ein Wintersport sind, ist es oft kalt und nass - ähnlich wie in Wales. Beim Test haben wir versucht, den i20 auf die zu erwartenden rutschigen Bedingungen abzustimmen."

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