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WRC: Deutschland-Rallye

Der Weltmeister schlägt zurück

Zehntelkrimi auf der Panzerplatte: Sebastien Ogier und Andreas Mikkelsen duellieren sich bei der Deutschland-Rallye um den Sieg.

Fotos: Volkswagen

Am Freitag hatte Volkswagen-Pilot Sebastien Ogier wegen eines Verbremsers die Spitze bei der Rallye Deutschland an Teamkollege Andreas Mikkelesn verloren. Am Samstagvormittag drehte der Weltmeister den Spieß um. Dieses Mal leistete sich Mikkelsen bei WP 7 einen Ausrutscher und büßte einige Sekunden auf Verfolger Ogier ein. Zeitweise trennten nur zwei Zehntelsekunden die beiden Teamkollegen.

Aber die Entscheidung fiel, wie von den Fahrern selbst vorhergesagt, auf dem Truppenübungsplatz Baumholder und der 40 Kilometer langen Königsprüfung "Panzerplatte". Unbeständiges Wetter sorgte für unterschiedliche Reifenentscheidungen - und da griff Mikkelsen daneben. "Ich habe zwei weiche und zwei harte Reifen montiert, das war die falsche Wahl. In manchen Kurven hatte ich Übersteuern, in anderen Untersteuern." Im Ziel war der Norweger volle 13,5 Sekunden langsamer als Ogier - die Vorentscheidung?

Auch Ogier war mit seiner Reifenwahl nicht ganz zufrieden. "Die Strecke war deutlich trockener als erwartet." Im Vergleich zur Konkurrenz kam der französische "Reifenflüsterer" mit den unerwarteten Bedingen am besten zurecht. Zur Mittagspause am Samstag beträgt sein Vorsprung vor Mikkelsen 13,2 Sekunden.

Den Abstand zur Konkurrenz haben die beiden Volkswagen-Piloten weiter ausgebaut. Thierry Neuville (Hyundai) ist Dritter mit 26,8 Sekunden Rückstand, Dani Sordo (Hyundai) folgt nur 1,6 Sekunden dahinter.

Nach dem Getriebeschaden vom Freitag ist Jari-Matti Latvala am Samstag mit repariertem Polo R WRC neu gestartet. Mit einem Rückstand von rund 35 Minuten ist für den Finnen aber keine Spitzenplatzierung mehr drin.

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