RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Katalonien-Rallye

Sordo konnte die Führung halten – Ogier bläst zum Angriff

Lokalmatador Dani Sordo konnte die Führung halten, doch Weltmeister Sebastien Ogier fehlen nur noch sieben Sekunden…

Michael Noir Trawniczek

Auf den rund 70 Kilometern der vier Vormittagsprüfungen konnte Volkswagen-Pilot Sebastien Ogier seinen Rückstand auf Lokalmatador Dani Sordo von 17 auf sieben Sekunden reduzieren. Kein Wunder, denn am Samstag wird auf Asphalt gefahren. Ogier meinte daher wohlgelaunt: „Die Distanz war am Vormittag nicht allzu groß, daher hielt sich die Reifenabnützung in Grenzen und ich habe ein bisschen mehr gepusht.“

„Ich war überrascht, wie rutschig es am Beginn in den Cuts war – doch das wird für die nachkommenden Fahrer schlimmer“, fügte der Weltmeister hinzu, der sich sonst so gerne um eine gerechte Startreihenfolge zeigt. Wie auch immer - Ogier schloss mit den Worten ab: „Ich bin happy – aber ich weiß auch, dass ich es noch ein bisschen besser kann.“ Auf gut Deutsch heißt das: Ogier wird am Nachmittag alles geben, um die Führung zu übernehmen.

Das weiß auch Dani Sordo, der mit einem schlecht eingestellten Hyundai zu kämpfen hatte: „Ich hatte sehr viel Untersteuern. Das liegt an der Balance des Fahrzeugs. Es ist unmöglich, ich konnte nicht mehr ausrichten. Natürlich werde ich nicht aufgeben – ich werde kämpfen bis zum Schluss!“

Zu kämpfen hat auch Andreas Mikkelsen, dessen VW Polo WRC ebenfalls untersteuert: „Ich habe ein Problem mit dem Feeling beim Einlenken. Wir haben viel Untersteuern und manchmal muss ich beim Einlenken sogar die Handbremse ziehen.“ Mikkelsen liegt mit 45 Sekunden Rückstand auf Platz drei.

Weitere zehn Sekunden dahinter belegt Thierry Neuville Platz vier, der Hyundai-Pilot reklamierte nach SP 11 einen Fehler in seinem Aufschrieb, der wiederum einen Konzentrationsfehler zur Folge hatte. Zuvor klagte der Belgier wie seine direkten Konkurrenten über Untersteuern, nach der ersten SP meinte Neuville sogar, sein i20 WRC sei „unfahrbar“…

Zwölf Sekunden hinter seinem Teamkollegen liegt Hayden Paddon im dritten Hyundai auf Platz fünf, auch er klagte über Untersteuern auf SP 11, am Morgen sorgte er sich wegen des Geruchs von verbranntem Plastik und haderte mit der Setup-Einstellung seines Boliden.

Kris Meeke liegt trotz eines Reifenschadens auf Platz sechs, auf Paddon fehlt dem Citroen-Piloten bereits rund eine halbe Minute. Mit fast zwei Minuten Rückstand führt Mads Östberg auf Rang sieben die Armada der M-Sport-Piloten an, dahinter folgen Ott Tänak und Eric Camilli. Kevin Abbring liegt im vierten Hyundai auf Platz zehn.

In der WRC2 führt Skoda-Werkspilot Jan Kopecky 17,5 Sekunden vor seinem Teamkollegen Pontus Tidemand, mit mehr als fünf Minuten Rückstand belegt Marius Aasen auf einem Ford Fiesta R5 den dritten Platz. Baumschlager Rallye Racing-Pilot Armin Kremer gab bereits am Freitag nach SP 6 auf.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Katalonien-Rallye

Weitere Artikel:

WRC, Sardinien: Kurzvorschau

Das Thriller Finale auf Sardinien

Drei Titelkandidaten beim vorgezogenen Grande Finale. Kevin Raith/Claudia Maier sind nach Absage von Keferböck/Minor die einzigen Österreicher.

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 2

Hoher Spaßfaktor im Ford-Fiesta-Cockpit

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier haben den zweiten Tag der WM-Rallye in Sardinien als 24. unter 51 Teams erfolgreich absolviert / Die Schotter-Prüfungen verlangen Mensch und Material alles ab

ORM- & ORM2-Champions dabei

Comeback der 3 Städte Rallye

Beim Comeback der 3 Städte Rallye (8. bis 10. Oktober) sind Österreichs zurzeit erfolgreichen Fahrer und Teams am Start, darunter die beiden Staatsmeister Neubauer und Zellhofer.

Albert von Thurn und Taxis/Jara Hain beim 8. Lauf zum Mitropa Rally Cup 2026 mit Start-Ziel-Sieg in Slowenien. Rino Muradore/Cristina Delbello (ITA) siegen in der Wertung für historische Fahrzeuge.

WRC-Thriller bei der Rallye Italien auf Sardinien: Elfyn Evans rettet einen minimalen Vorsprung ins Ziel und krönt sich zum Rallye-Weltmeister 2026. Raith/Maier auf Platz 16. Granados WRC Masters Cup-Sieger 2026.

Ford kehrt 2028 als Werksteam in die Rallye-Weltmeisterschaft zurück: Gemeinsam mit M-Sport plant der Konzern zudem ein neues WRC-Auto für 2029