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WRC: Sardinien-Rallye

Meekes Albtraum: C3 WRC unfahrbar?

Kris Meeke wird nach seinem jüngsten Unfall ungewohnt deutlich - Er kritisiert zwar sich selbst, aber auch das Arbeitsfenster des Citroen C3 WRC.

Fotos: RedBullContentPool, Photo4

Er sagt es unverblümt. "Das wird immer mehr zu einer Albtraum-Saison", ist Kris Meeke nach dem Unfall bei der Sardinien-Rallye 2017 untröstlich. Es scheint, als habe sich die Welt nach seinem Sieg in Mexiko gegen ihn verschworen: Ein technischer Defekt auf Korsika, der Doppelunfall in Argentinien, der Aufhängungsdefekt bei der Portugal-Rallye, an dem er nicht unschuldig war. Und nun ein erneuter Unfall, als der Druck gerade gewaltig war, genau so etwas nicht zu wiederholen.

Doch woran liegt das genau? Meeke kritisiert zunächst einmal sich selbst, schiebt aber einige giftige Bemerkungen hinsichtlich seines Fahrzeugs hinterher. Das Arbeitsfenster des C3 WRC sei schlicht und einfach zu klein. So häufen sich die Fehler. Solch deutliche Worte sind in einem Zeitalter, in dem ein Fahrer jedes Wort über seinen Arbeitgeber abwägen muss, eher ungewöhnlich.

"In jeder Form von Motorsport ist es dasselbe: Man muss ein Fenster finden und sich auf verschiedene Situationen einstellen", holt der 37-Jährige bei Red Bull TV aus. "Im Rallyesport ist jede Prüfung, jede Kurve anders. Es gibt immer wieder verschiedene Beläge. Man muss ein möglichst großes Fenster haben, um sich darauf einzustellen und möglicherweise ist unser Arbeitsfenster zu schmal."

Mattons Ton wird rauer

Meeke scheint sich bewusst zu sein, was er da sagt, denn er fühlt sich bei diesen Worten sichtlich unwohl. Zuvor hatte er bereits sich selbst in die Kritik genommen: "Ich war unter Druck, endlich wieder eine saubere Rallye hinzulegen. Und manchmal, wenn man versucht, einfach keinen Fehler zu machen, kann ein solcher geschehen. Es ist mental schwierig, aus einem solchen Kreisel herauszukommen. Ich gebe mein Bestes, aber es ist einfach nicht gut genug."

Das Autofahren wird Meeke wohl kaum verlernt haben. Doch seine Fehlerquote in dieser Saison kann es sogar mit der von Jewgeni Nowikow in dessen ersten Jahren aufnehmen. Hat Meeke einfach zu schwache Nerven für eine Position als Teamleader? Oder ist das Auto zu problematisch zu fahren, wenn man es am absoluten Limit bewegt?

Die Art, wie er den Unfall schildert, lässt beide Interpretationen zu: "Ehrlich gesagt war ich mit der heutigen Startposition nicht schnell unterwegs und habe einfach versucht, das Auto in der Mitte der Straße zu halten. In einer mittelschnellen Rechtskurve ist mir dann das Heck ausgebrochen und ich bin leicht angeschlagen. Dadurch habe ich mich überschlagen."

Teamchef Yves Matton hatte gerade erst Kris Meeke gerade erst versichert, dass sein Platz bei Citroen nicht gefährdet sei, doch die Position des Nordiren im Team wird sich nicht gebessert haben. "Er sagte, dass er sich sehr wohl gefühlt und seine Pace kontrolliert habe", so der Franzose. "Aber trotzdem hat ein ähnlicher Fehler wie in Portugal ihn davon abgehalten, die Ziele zu erfüllen, die wir ihm vorgegeben haben." Der Ton wird also schärfer...

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