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WRC: Australien-Rallye

Neuville sieht sich als Titelfavorit

Vorm Finale der Rallye-WM 2018 hat Thierry Neuville drei Punkte Rückstand auf Ogier; der Belgier glaubt, dennoch im Vorteil zu sein.

Nach dem spanischen WM-Lauf in Katalonien ist Sébastien Ogier in der Gesamtwertung wieder obenauf, vor dem Finale in Australien führt der Franzose nur drei Punkte vor Thierry Neuville. Trotz dieses Rückstandes sieht sich der Belgier im Titelkampf im Vorteil.

In Australien muss Ogier am Freitag als erster starten, der M-Sport-Pilot wird die Sonderprüfungen für die folgenden Fahrer vom losen Schotter befreien. Auf die Frage, wer in der WM bessere Chancen habe, antwortete Neuville wohl auch deshalb: "Nicht Séb!"

Es sei besser, als erster Verfolger in die letzte WM-Rallye der Saison zu starten. "Es ist aber schwierig, das einzuschätzen", fügte er hinzu. "Wenn ich ein Problem bekomme, ist er Meister. Trotzdem ist es nicht die unkomfortabelste Situation." Wegen des geringen Rückstandes erwarte der Belgier einen intensiven und spannenden Verlauf der Australien-Rallye.

Ogier hingegen sieht sich beim Saisonfinale selber im Vorteil: "Ich freue mich, als Gesamtführender in die Rallye zu starten. Es wird aber ein hartes Rennen werden. Es ist aber immer besser, die Punkte im Gepäck zu haben." Von Taktikspielereien hält Ogier nichts, weshalb er in Spanien alles auf die maximale Punkteausbeute gesetzt habe.

Einen Favoriten für Australien auszumachen, ist nahezu unmöglich. Während Neuville im vergangenen Jahr siegreich war, gewann Ogier die Rallye in den Jahren 2014 und 2015. "Ich habe es schon einmal geschafft, und werde es wieder versuchen", so der Franzose. Der Belgier hofft derweil auf die gute Arbeit von Hyundai, die sich schon in Katalonien ausgezahlt habe.

"Wir hatten nicht viel Untersteuern, und das ist gut." Auf eine signifikante Steigerung von Hyundai in Australien verlässt sich Neuville aber nicht. "Es muss sowohl am Design als auch am Setup gearbeitet werden", erklärte er. Zuletzt hat Neuville im Juni auf Sardinien einen WM-Lauf gewonnen.

Hinter dem Duo an der Spitze hat Ott Tänak, der in Spanien wegen eines Reifenschadens auf Platz eins liegend viel Boden verlor, noch Außenseiterchancen in der WM. Er hat vor dem Saisonfinale einen Rückstand von 23 Punkten auf den Tabellenführenden. Der Este hat die vergangenen fünf Rallyes dominiert, aber nur drei davon gewonnen, weil in Wales und Katalonien Probleme weitere Siege verhinderten. Ansonsten wäre jetzt wohl der Toyota-Fahrer Topfavorit auf den Titelgewinn.

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