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Feuer am Dach bei Renault

Bei Renault ist man mit dem Latein am Ende: Rob White gibt zu, dass die größten Probleme an der Antriebseinheit erst 2015 beseitigt werden können.

Bislang hieß es von Seiten Renault stets, dass man die Nachteile gegenüber Mercedes im Laufe der Saison über die Software wettmachen wird können und keine Konstruktionsfehler an der Hardware vorliegen. Nun geben die Franzosen aber zu, dass man bei der Weiterentwicklung der aktuellen Antriebseinheit an seine Grenzen gestoßen ist. Das sind keine guten Nachrichten für Red Bull, wo man nach dem Grand Prix von Österreich seinem Ärger Luft machte.

"Die Möglichkeiten, die Spezifikationen der Hardware im Laufe der Saison zu ändern, sind sehr limitiert", sagt Renaults Technikchef Rob White gegenüber 'Autosport'. "Bislang war das für uns, was unsere Fortschritte anging, kein Hindernis. Aber unser Plan sieht ganz klar weitere Verbesserungen vor, wenn wir die Spezifikation verändern dürfen."

Das erlaubt das Reglement aber erst im Winter 2015, wenn die Ingenieure auch am Motorblock Hand anlegen dürfen. Das ist derzeit nicht erlaubt: "Wir dürfen die Spezifikation nur ändern, wenn dies von der FIA vorher abgesegnet wird - und das würde man normalerweise nicht tun, damit wir die Performance verbessern können."

Damit will White nicht sagen, dass es diese Saison gar keine Verbesserungen mehr geben wird: "Wir haben immer noch Dinge, an denen gearbeitet wird, und wir werden weitere Verbesserungen liefern. Aber natürlich gibt es langfristige Weiterentwicklungen, die wir realistisch gesehen - wegen des Reglements und aus praktischen und rechtlichen Gründen - erst im Winter und nicht während der Saison liefern können."

Daraus ergibt sich für die Renault-Kunden ein düsteres Bild: Im Vorfeld des Grand Prix von Kanada hatten die Franzosen angekündigt, dass die Antriebseinheit nun in einem Zustand sei, den man ursprünglich für den Saisonbeginn angedacht hatte, und die Kinderkrankheiten damit ausgeräumt seien.

In Spielberg hat sich aber gezeigt, dass das Triebwerk weiterhin einen enormen Leistungsnachteil hat und man gegen die Konkurrenz von Mercedes im Hintertreffen ist - und das sogar, wenn die Silberpfeile mit dem Hybridantrieb Probleme haben. Einziger Hoffnungsschimmer: Die Homologationsregeln erlauben vor der kommenden Saison umfangreiche Änderungen am Antriebsstrang, wodurch man die Konstruktionsfehler ausmerzen könnte.

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