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WEC: Interview

Neveu verteidigt Fuji-Verschiebung

Gérard Neveu, Geschäftsführer der Langstrecken-WM, verteidigt die Entscheidung, für Fernando Alonso die 6h von Fuji zu verschieben.

Mit der Entscheidung, den japanischen Lauf zur Langstrecken-WM in Fuji vorzuverlegen, haben die Serienorganisatoren nicht unbedingt für Begeisterung gesorgt: Zwar kollidiert das WM-Rennen in Japan durch die Vorziehung vom 21. auf den 14. Oktober 2018 nun nicht mehr mit dem U.S. Grand Prix der Formel-1-WM, wodurch Fernando Alonso beim Toyota-Heimrennen doch an den Start gehen kann, dafür findet das Rennen nun am selben Wochenende wie das Petit Le Mans der IMSA-Sportwagenserie statt, bei dem auch etliche WM-Piloten antreten wollten.

"Wenn man eine solche Entscheidung trifft, muss man immer damit rechnen, dass einige Leute zufrieden sind und andere nicht", zeigt Gérard Neveu, Geschäftsführer der Langstrecken-WM, zwar Verständnis für die Kritik einiger dieser Fahrer, allerdings stellt er klar: "Wir wollen die Interessen der Meisterschaft schützen. Daran mussten wir zuerst denken. Können Sie sich vorstellen, dass jemand wie Alonso für Toyota fährt, und wir dann in Japan ohne ihn antreten? Fernando will um den WM-Titel kämpfen und darf daher kein Rennen verpassen. Es stand außer Frage, ohne Alonso in Japan zu fahren."

Dem einen Fahrer rollt die Langstrecken-WM somit also den roten Teppich aus, während sie viele andere Piloten, die parallel dazu Engagements in der nordamerikanischen Partnerserie haben, vor den Kopf stößt. Ford-GT-Pilot Olivier Pla ist einer der Betroffenen und warf der Langstrecken-WM deshalb mangelnden Respekt vor. "Ich verstehe, dass einige Fahrer dadurch Probleme bekommen", gesteht Neveu ein. Allerdings sieht er deshalb nicht seine Serie, sondern die IMSA am Zug, die (unverschuldete) Terminkollision aufzulösen.

"Ich hoffe, dass die IMSA das Datum des Rennens noch um eine Woche verschieben kann, das wäre fantastisch", weist Neveu das neue Terminproblem von sich. Von der IMSA gibt es diesbezüglich jedoch bereits eine Absage. "Die Langstrecken-WM hat die IMSA darum gebeten, den Termin für das diesjährige Petit Le Mans zu verschieben. Wir respektieren diesen Wunsch und haben die Option geprüft. Allerdings sorgen Faktoren wie TV-Übertragung, Logistik der Hersteller und weitere Punkte dafür, dass die Hürden für eine Verschiebung der Veranstaltung schlichtweg zu hoch sind", so ein IMSA-Sprecher.

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