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WEC: Fuji

Auch Wurz darf wieder ins Lenkrad greifen

Bei Toyota laufen die Vorbereitungen auf das WEC-Rennen in Fuji auf Hochtouren, man will das Heimspiel um jeden Preis gewinnen.

Volles Programm für Toyota beim Heimspiel. Beim 6-Stunden-Rennen von Fuji, dem sechsten Saisonrennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2013, geht das Team erstmals seit den 24 Stunden von Le Mans wieder mit zwei TS030 Hybrid an den Start. Das Auto mit der Startnummer sieben war nicht zu den Rennen in Sao Paulo und Austin geschickt worden, um Kapazitäten für die Entwicklung des nächstjährigen Autos zu schaffen.

Nun kehren Alexander Wurz, Nicolas Lapierre und Kazuki Nakajima in die WEC zurück und wollen ihren Sieg aus dem Vorjahr wiederholen. 2012 setzten sie sich nach spannendem Kampf gegen Audi durch und bescherten Toyota einen umjubelten Heimsieg. Der zweite Toyota wird wie gewohnt von Anthony Davidson, Sebastien Buemi und Stephane Sarrazin pilotiert.

Das Team des Autos mit der Startnummer acht hat nach dem Erfolgserlebnis von Austin Blut geleckt. "In Austin waren wir Teil eine sehr engen Kampfes, es war befriedigend endlich wieder mitzukämpfen", sagt Davidson. In den USA waren er und seine Kollegen lange Zeit auf Augenhöhe mit Audi gefahren und kamen nach sechs Stunden auf Platz zwei ins Ziel. Darauf will Buemi aufbauen: "In Austin waren wir nahe dran, aber in Fuji wollen wir mehr."

Für den Schweizer und seine Kollegen wird es am kommenden Wochenende zunächst einmal darauf ankommen, die Strecke besser kennenzulernen, denn im LMP1-Auto ist dort noch keiner von ihnen gefahren. Davidson glaubt aber dennoch zu wissen, was auf ihn zukommt. "Ich erwarte in Fuji eine ganz besondere Atmosphäre. Die Strecke hat eine große Geschichte, aber seit dem Umbau ist es eine modernen Strecke, die für gute Rennen sorgt. Sie ist für die Fahrer eine Herausforderung, daher kann ich es kaum erwarten, dort zum ersten Mal mit dem LMP1-Auto zu fahren."

Buemi und Sarrazin haben höchst unterschiedliche Erfahrungen auf dem Kurs. "Ich kenne Fuji vom Vorjahr aus dem LMP2 und mag die Strecke. Sie bietet eine gute Balance zwischen schnellen und langsamen Kurve und ist recht schwierig", sagt Sarrazin. Buemi kam hingegen vor fünf Jahren zu einem ungewöhnlichen Einsatz. "Ich bin noch kein Rennen in Fuji gefahren, aber 2008 fuhr ich dort beim japanischen Grand Prix das Medical-Car. So konnte ich die Strecke ein wenig kennenlernen. Sie ist sehr technisch, man benötigt Erfahrung, um dort schnell zu sein. Sie sieht auf jeden Fall nach einer Strecke aus, auf der das Fahrer Spaß macht, daher freue ich mich auf das Wochenende."

Einig sind sich Davidson, Buemi und Sarrazin in ihrer Vorfreude auf die begeisterungsfähigen japanischen Fans, die vor allem Toyota anfeuern werden. "Im vergangenen Jahr sah es so aus als würde jeder das Team unterstützen und Toyota-Kleidung tragen. Diese Unterstützung gibt uns einen wirklichen Motivationsschub", sagt Sarrazin stellvertretend. "Unser Ziel ist, den Fans ein Resultat zu bescheren, welches sie feiern können." Das sollte nach Einschätzung von Davidson möglich sein. "Das Paket für hohen Abtrieb hat bei den beiden Rennen gut funktioniert, hoffentlich können wir wieder um die Spitze kämpfen."

Im Schwesterauto freuen sich Wurz, Lapierre und Nakajima auf ihr Wiedersehen und das Comeback am Steuer des TS030 Hybrid. "Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder hinter das Lenkrad zu kommen. Es macht viel mehr Spaß den TS030 Hybrid zu fahren als ihn im TV anzusehen", sagt Wurz. Lapierre bestätigt: "Es ist großartig, nach einer langen Pause nach Le Mans wieder mit Alex und Kazuki zusammenzuarbeiten. Wir haben ein großartiges Verhältnis zueinander und werden uns recht schnell wieder zurechtfinden."

"Ich habe großartige Erinnerungen an das Vorjahr in Fuji, vor allem weil es mein erster Sieg in einer Weltmeisterschaft war. Ich kenne die Strecke durch die meine Rennen in der Super-GT und Super-Formula sehr gut, und sie zählt zu meinen Lieblingsstrecken", sagt Nakajima, der im Gegensatz zu Wurz und Lapierre in den vergangenen Monaten in seiner Heimat regelmäßig im Renneinsatz war. "Le Mans ist lange her, aber ich bin in der Zwischenzeit viele Rennen gefahren und bin daher gut auf das Wochenende vorbereitet und freue mich auf die Arbeit mit Toyota."

"Fuji ist ein wichtiges Rennen für das Team", betont Wurz. "Es werden viele Toyota-Mitarbeiter und Fans vor Ort sein, daher ist es auch immer ein stressiges Wochenende. Eine Vorhersage für das Rennen ist schwierig, aber wir werden unser Bestes geben, um den Vorjahressieg gegen harte Konkurrenz zu verteidigen." Für die Crew der Startnummer sieben wird Fuji das erste Rennen mit dem Upgrade-Paket des TS030 Hybrid sein, welches Toyota für die zweite Saisonhälfte der WEC gebracht hatte.


"Im ersten Training wird eine Menge Arbeit auf uns warten, denn wir müssen uns an das Update-Paket gewöhnen, welches nach Le Mans eingeführt wurde und müssen es für Fuji optimieren", sagt Wurz. Auch Lapierre freut sich auf das "neue" Auto: "Ich kann es kaum erwarten, wieder am Steuer des TS030 Hybrid zu sitzen und erstmals an einem Rennwochenende das Paket für hohen Abtrieb zu fahren. Ich erwarte ein stressiges Wochenende, wir müssen in Topform sein, wenn wir um den Sieg kämpfen möchten. Im Vorjahr haben wir gezeigt, dass es möglich ist, daher bin ich optimistisch."

"Ich freue mich immer auf die Rennen in Japan, nicht nur, weil es unser Heimrennen ist, sondern auch wegen der fantastischen Unterstützung der japanischen Fans", Team-Präsident Yoshiaki Kinoshita. "Im vergangenen Jahr was das Rennen in Fuji vielleicht der beste 6-Stunden-Rennen des Jahres. Zum einen wegen des engen Kampfes zwischen uns und Audi, zum anderen wegen den vielen, leidenschaftlichen Zuschauern. Der Rennsieg war für das Team ein fantastischer Moment, daher sind wir absolut entschlossen den Titel zu verteidigen. Alex, Nicolas und Kazuki kehren auf die Strecke zurück, und wie die Crew des Autos mit der Startnummer acht werden sie einem guten Wochenende entgegenfiebern."

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