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USCC: 24h von Daytona

Die letzten vier Stunden brechen an

Dreikampf der Corvette-DP um den Gesamtsieg, Porsche kämpft gegen Corvette und BMW in der GTLM-Klasse.

Eine alte Regel für das 24-Stunden-Rennen in Daytona besagt: Halte dich 23 Stunden aus allem Schlamassel heraus und lass den Kontakt nach vorn nicht abreißen, dann hast du im kurzen Schlusssprint alle Chancen. Diesen Leitspruch haben in diesem Jahr nicht nur viele Teams beherzigt, sondern ihn bisher auch erfolgreich umgesetzt. Vier Stunden vor dem Ende des ersten USCC-Rennens der Geschichte liegen noch sechs Fahrzeuge aussichtsreich im Kampf um den Sieg.

Die besten Chancen dürften die Corvette-DP von Wayne Taylor und beide baugleichen Fahrzeuge von Action Express haben. Ricky Taylor führt das Rennen knapp vor Burt Friselle und Christian Fittipaldi an. Mit einer Runde Rückstand fährt Tony Kanaan (Ganassi) auf Platz vier, eine weitere Runde dahinter machen sich noch Lucas Luhr im LMP2-Oreca-Nissan von Pickett und die Spirit-of-Daytona-Mannschaft um Mike Rockenfeller berechtigte Hoffnungen. Ein bis zwei Runden sind unter Gelb schnell mal aufgeholt.

Ein Sieg der Mannschaft von Wayne Taylor wäre eine rührende Geschichte. Der Südafrikaner, der bereits 1996 und 2005 beim Dauerlauf in Daytona siegen konnte, tritt zum Ende seiner aktiven Karriere gemeinsam mit seinen Söhnen Ricky und Jordan sowie Max Angelelli an. "Wir werden gleich Jordan nochmal ins Auto setzen, Max fährt dann ins Ziel. Für mich ist das Kapitel abgeschlossen Es war einfach nur großartig", fasst Wayne Taylor schon vor Rennende zusammen.

In der kleinen Prototypenklasse führt nach wie vor der LMPC-Oreca von Core (Colin Braun), auf Platz zwei folgt das Starworks-Auto mit der Startnummer 7. Pierre Kaffer hatte den Wagen zum Sonnenaufgang wieder nach vorne gebracht, nach dem Wechsel auf Alex Popow ging der Anschluss an die Spitze aber wieder etwas verloren. Derzeit fehlen dem Team rund zwei Runden auf die führende Core-Mannschaft. Es kann noch viel passieren: Die LMPC-Autos haben noch nie einen 24-Stunden-Dauerlauf erlebt.

Drei Werke streiten sich in der GTLM-Klasse um die Krone in Daytona. Richard Lietz fährt den Porsche 911 RSR des neuen US-Werksteams auf Platz eins der Klasse. Der zweite Porsche fiel wegen eines Motorenproblems aus. Bis dorthin hatten die Zuffenhausener mit beiden Autos geführt. "Schade für unser Schwesterauto", so Lietz. "Unser Auto läuft bisher bestens. Wir sind zuversichtlich, aber dürfen uns natürlich in einem 24-Stunden-Rennen nie zu sicher sein. Ich hoffe, wir haben das nötige Glück."

Hinter dem führenden Porsche macht Oliver Gavin (Corvette) erheblichen Druck. Der Brite liegt nur rund 20 Sekunden hinter dem Österreicher im 911er. Auf den Plätzen drei und vier lauern die BMW Z4 auf ihre Chance. Graham Rahal und Andy Priaulx haben jedoch einen Rundenrückstand. In der GTD-Klasse führt Bill Sweedler (Ferrari) vier Stunden vor dem Ende knapp vor Marco Seefried (Porsche) und Markus Winkelhock (Audi).

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