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Rallye-Challenge: Mühlviertel-Rallye

Mit Keulen gegen Kanonen

Es war eher der olympische Gedanke, von dem der Einsatz von Michael Klotz und Christoph Eichhorner bei der Mühlviertel-Rallye getragen wurde.

Was nicht heißt, dass sie sich nicht größte Mühe gegeben hätten. Schließlich aber mussten sie erkennen, was es bedeutet, mit einem 110-PS-Wagen mit kurzer Übersetzung bei einer fast reinen Asphalt-Rallye gegen durchschnittlich doppelt so starke Konkurrenten antreten zu müssen.

Dennoch dürfen Michael Klotz und Christoph Eichhorner zu den herausragenden Größen dieser Veranstaltung gezählt werden. Den meisten Spaß gab es erwartungsgemäß am Rundkurs.

Während andere sich über den Schotterteil beklagten, hätten sie sich gewünscht, dass der Schotter noch länger wäre, denn dort haben sie die meiste Zeit gutgemacht. Fünftbester frontgetriebener Gruppe A-Wagen zu werden ist für den 1300er-Skoda durchaus ein schöner Erfolg, Platz 24 in der Gesamtwertung auch nicht zu verachten.

Auch wenn das Ergebnis bei der Triestingtal-Rallye deutlich besser aussah (Platz 11 gesamt) - die Verhältnisse dort waren eben ganz andere (hundert Prozent Schotter). Hier im Mühlviertel kam es eben auch ein wenig auf die Fahrleistungen des Wagens an, und bei 150 hat der Skoda leider sein Limit erreicht.

So gesehen befanden sich Michael Klotz und Christoph Eichhorner im Ziel in guter Gesellschaft: Nicht einmal eine halbe Minute vor ihnen der gewohnt starke Toni Kores mit dem Daihatsu Charade, dazwischen der überraschend schnelle Thomas Jung (Opel Astra Gr. N) und der sensationelle Newcomer Florian Katzensteiner mit seinem Nissan Sunny GTI - es war schon ein respektables Ergebnis.

Und es kann davon ausgegangen werden, dass bei den kommenden geplanten Rallyes (BRK-Rallyesprint und Herbstrallye Leiben) die Vorzüge des Skoda Favorit um einiges besser zur Geltung kommen werden.

Dennoch wird das Team Klotz die Mühlviertel-Rallye so wie viele andere in guter Erinnerung behalten, wobei ganz besonders Freude darüber herrscht, dass der Skoda Favorit dank der Unterstützung von Roli Reither auf technischer Seite nun endlich Zuverlässigkeit gefunden hat. Zwei Rallyes, zwei Zielankünfte – damit scheint sich eine grundlegende Trendwende gegenüber den früheren Saisonen vollzogen zu haben.

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