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OMV Rallye Waldviertel: Vorschau Pointinger

Zugabe!

Die Historic Rallye Staatsmeisterschaft ist zu Ende, aber der Meister Sepp Pointinger will sich trotzdem nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen.

Pointinger, der schon oft sein Glück bei den verschiedensten Rallyes rund um den Globus gesucht hat, bleibt weiterhin der aktive Geist, als der er schon lange bekannt und geschätzt ist. Und wenn im eigenen Land ein Bewerb ruft, der so viel Klasse hat wie die OMV-Waldviertel-Rallye, dann darf Sepp Pointinger natürlich nicht fehlen.

Dabei wird der frischgebackene Staatsmeister der Historischen auf einige harte Gegner treffen, denn das Renommée und die besondere Streckencharakteristik der OMV-Waldviertel-Rallye hat einige weitere profilierte Vertreter des Metiers an den Start gelockt, auch wenn es um keine Punkte geht. Der ärgste Rivale ist vielleicht der mit dem eigenwilligsten Auto: Alois Nothdurfter hatte zuletzt seinen Ford-Lotus Cortina, der noch aus der Pionierzeit des Profi-Rallyesports stammt, bis zur Schmerzgrenze ausgepreßt, was sowohl das Auto wie auch der Fahrer und Beifahrer durchgehalten haben.

Hier könnte es also ziemlich brutal werden. Und dann ist da noch ein Überraschungs-Starter, der es wahrlich in sich hat: Christoph Weber hat schon des Öfteren stehende Ovationen für besonders beherztes Querfahren geerntet. Er kann auch auf einige Erfolge zurückblicken, auch mit dem Mercedes 190. Bei dieser Kombination – und die ist bei der OMV-Waldviertel-Rallye live zu sehen – werden sich nicht wenige Rallyefans die Hände reiben.

Alle Höhepunkte unter den Historischen sind damit noch nicht genannt. Ebenfalls mit dabei ist Andreas Bayer, der diesmal mit seinem Skoda 200 RS mehr als nur einen Schönheitspreis gewinnen will. Nicht nur für diesen taugt der Wagen, der sich in seinen technischen Daten mit so manchem Kitcar der Neuzeit messen kann. Andreas Bayer hat auch in seiner persönlichen Leistungsfähigkeit einiges zugelegt, vielleicht ist er der große Überraschungsmann.

Das könnte aber auch Willi Polesznig sein, der mit seinem Porsche 911 vom BRK-Rallyesprint bis zur Safari-Rallye schon auf so mancher Schotterstraße Staub aufgewirbelt hat. Auch wenn man bei dem Namen Porsche automatisch an unendlich viel Power denkt, so heißt das noch lange nicht, daß man damit nur ein paar Mal fest aufs Gas treten muß, und schon hat man gewonnen. Vor allem unter den Verhältnissen der OMV-Waldviertel-Rallye. Zu den Favoriten kann man Polesznig jedoch guten Gewissens zählen.

Was Sepp Pointinger hier dagegenhalten kann: Drei Siege bei den Historischen in diesem Jahr, nebst der Routine aus über dreißig Jahren Rallyesport. Er kann, muß aber nicht gewinnen, aber er wird auf jeden Fall seine ganzen Energien einsetzen, um seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Und weil bei den Historischen maximaler Speed immer auch maximale Anstellwinkel bedeutet, wird ein gesundes Maß an Hochstimmung beim Publikum wohl nicht ausbleiben. Die Besetzung bei den Historischen verspricht ein wildes Treiben. Und wenn der neue Meister der Historischen hier mitspielt, kann das nur eine Aufwertung sein.

Bei der Beifahrerwahl verfolgt Josef Pointinger das gleiche Prinzip wie Kurt Adam: Wem könnte man mehr vertrauen als der Ehefrau? Kein Drift kann zu quer, kein Sprung zu hoch, kein Benzingeruch zu scharf und kein Motor zu laut sein, daß Gertrude Pointinger ablehnen könnte. Sie begleitete ihren Mann auf dem Weg zu den Siegen genauso wie bei den Spießrutenläufen der BP Ultimate- und der ARBÖ-Steiermark-Rallye, wo immer wieder ein Teil am Auto versagt hatte. Und Ford Luckerbauer hat mit Sicherheit alles getan, damit der Ford Escort RS 2000 diesmal wieder hervorragend hält.

Also dann – let’s drift!

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