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Latvala schreibt Geschichte

Stobart-Pilot Jari-Matti Latvala sorgt auf der ersten 31 km langen SP für eine Überraschung. Manfred Stohl belegt den achten Rang.

Michael Noir Trawniczek

Überraschung auf der Insel Sardinien! Stobart Ford-Pilot Jari-Matti Latvala fuhr auf der ersten Wertungsprüfung Bestzeit. Und nein, SP 1 war keine 2 km lange "Superspecial", ganz im Gegenteil. Auf der 31,13 km langen Prüfung "Crastazza" war der junge Finne, den manche Experten als logischen Nachfolger von Ford-Werkspilot Marcus Grönholm betrachten, um 6,7 Sekunden schneller als Grönholm.

Jari-Matti Latvala konnte mit seiner Bestzeit Geschichte schreiben, denn es ist zum ersten Mal der Fall, dass ein Stobart-Pilot bei einem WM-Lauf in Führung liegt.

Auf den Rängen drei und vier die beiden Werks-Subaru von Chris Atkinson (7 Sekunden Rückstand auf Latvala) und Petter Solberg (+11,2 Sekunden). Erst auf Rang fünf Weltmeister Sébastien Loeb, der Citroen-Werkspilot musste als Erster auf die Prüfung, was auf Sardinien wegen des losen Schotters, der den groben Belag und damit auch manchen Stein verdeckt, ein ganz besonders großes Handicap darstellt. Loeb liegt 12,4 Sekunden hinter der Spitze.

Mit 14 Sekunden Rückstand belegte Mikko Hirvonen im zweiten Werks-Ford den sechsten Rang, weitere 3,8 Sekunden dahinter Henning Solberg in einem zweiten Ford Focus RS WRC 06 des Stobart-Teams, das auf Sardinien offensichtlich einen Schritt vorwärts unternehmen konnte.

Was es wiederum nicht unbedingt leichter macht für Manfred Stohl - der Wiener und seine Kopilotin Ilka Minor wiesen nach den ersten 31 Kilometern einen Rückstand von 25,4 Sekunden auf, das Duo im Citroen Xsara WRC von Kronos Racing liegt aber immerhin auf Rang acht - also auf Punktekurs.

Nur drei Zehntelsekunden hinter Stohl belegt Toni Gardemeister im von MMSP eingesetzten Mitsubishi Lancer WRC 05 den neunten Platz, auf Rang zehn Dani Sordo im zweiten Citroen C4 WRC. Mit 40,1 Sekunden Gesamtrückstand belegt Juho Hänninen im zweiten Mitsubishi den elften Rang. Matthew Wilson, der dritte Stobart-Pilot, belegt Rang zwölf.

Als nächstes stand die rund 21 Kilometer lange Prüfung "Terranova" auf dem Programm.

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