RALLYE

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Heimvorteil genutzt

Lokalmatador Alfred Kramer gewinnt die Althofen-Rallye vor Sinisa Crnojevic und Eddy Schlager, Reinhard Mitterauer holt sich die Challenge-Wertung.

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Als geglückt kann man Alfred Kramers zweiten Auftritt bei einem ARC-Lauf bezeichnen. Nachdem der Kärntner Evo-6,5-Pilot sowohl bei der Premiere seines SuperEthanol betriebenen Boliden im Kärntner Lavanttal als auch beim zweiten „Versuch“ im Triestingtal noch von Technik-Troubles geplagt wurde, war bei der 2. Althofen-Kärnten Rallye davon nichts mehr zu sehen.

Von Beginn an gab der Lokalmatador das Tempo vor und ließ sich niemals unter Druck setzen. Lediglich ein Reifenschaden auf der vierten Sonderprüfung verhinderte, dass Kramer alle SP-Bestzeiten für sich entscheiden konnte.

Am Ende hatte er beinahe zwei Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten und sorgte somit für den ersten Sieg eines SuperEthanol betriebenen Rallye-Boliden in einem österreichischen Prädikatslauf – nach den Erdgas-Erfolgen in der ÖRM ein weiterer Beweis für die Leistungsfähigkeit der alternativen Fahrzeuge.

Konventionell unterwegs waren hingegen die Teams auf den Plätzen: Zweiter wurde der Kroate Sinisa Crnojevic (Mitsubishi Evo IX), der zugleich schnellster N4-Pilot war. Eine knappe Minute dahinter der Gast aus Tschechien, Eddy Schlager (Mitsubishi Evo VII). Sensationell ein Lokalmatador: Peter Schuhmacher schlug sich mit dem für ihn noch ungewohnten Gruppe-N-Evo toll und wurde Vierter, noch vor ARC-Sieger Reini Mitterauer (Toyota Celica GT4), der seinerseits Lokalmatadore im Schlepptau hatte.

Auf Platz sechs kam ein prächtig aufgelegter Heinz Leitgeb (Renault Clio RS) ins Ziel, Siebenter wurde Kramer-Teamkollege Hannes Pink im Lancia Delta Integrale. Komplettiert wurden die Top-Ten von Horst Eder (Peugeot 206 RC), Rene Unterweger (Renault Clio 16V) und Kurt Jabornig (Peugeot 205 GTi).

Zu den Pechvögeln der Rallye gehörten unter anderem Vorjahres-Sieger Markus Huber, der seinen Evo III nach einer Begegnung mit einem massiven Gartenzaun auf aussichtsreicher Position liegend abstellen musste, sowie Wolfgang Franek, der an der Technik seines Honda Civic Type R scheiterte. Bei den Historischen war Oliver Berger (Ford Escort RS 2000) erfolgreich, den bis zur letzten SP heiß umkämpften „Elch-Cup“ entschied Markus Stachl (Volvo 740 GLE) für sich.

Bei bestem Rallye-Wetter (trocken, nicht zu heiß) freuten sich unzählige Fans an den insgesamt 107 Sonderprüfungs-Kilometer in den fünf Rallye-Gemeinden Althofen, Guttaring, Straßburg, Gurk und Mölbling über die gebotene Action, was auch Rallye-Leiter Wolfgang Troicher vom Veranstalter-Team des Sport & Eventvereins Althofen zufrieden resümieren ließ:

„Danke an alle freiwilligen Helfer, ein großes Dankeschön an die Gemeinden und die Sponsoren. Wir haben spannenden Sport gesehen, Gott sei Dank sind alle Ausrutscher glimpflich verlaufen. Gratulation den Siegern, vor allem aber unseren Lokalmatadoren, die sich so toll geschlagen haben!“

Endergebnis nach 8 Sonderprüfungen:

1. Alfred Kramer/Siegmund Sappl, Mitsubishi Evo 6.5 (1. D9) 1:05:52,7 Std.
2. Sinisa Crnojevic/Martina Maretic, Mitsubishi Evo IX (1. Gr. N) + 1:50,3 Min.
3. Eddy Schlager/Harald Gottlieb, Mitsubishi Evo VII (1. Gr. A) + 2:48,9
4. Peter Schuhmacher/Günther Baumgartner, Mitsubishi Evo + 5:29,2
5. Reinhard Mitterauer/Erwin Heigl, Toyota Celica GT4 + 6:44,1
6. Heinz Leitgeb/Martin Bodner, Renault Clio RS + 6:54,6
7. Hannes Pink/Udo Butollo, Lancia Delta HF Integrale + 7:09,7
8. Horst Eder/Walter Schuen, Peugeot 206 RC + 7:27,2
9. Rene Unterweger/Andreas Gleissner, Renault Clio 16 V + 7:28,9
10. Kurt Jabornig/Sonja Miriam Schlintl, Peugeot 205 GTI + 7:46,9

Bestzeitenverteilung:

Alfred Kramer 7, Sinisa Crnojevic 1

Wichtige Ausfälle:

Stefan Reininger (Getriebeschaden SP1), Martin Kalteis (Unfall SP2), Roland Spazierer (Unfall SP2), Markus Huber (Unfall SP3), Wolfgang Franek (techn. Defekt SP6)

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