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Rallye-WM: Mexiko

Die Jagd auf Latvala ist misslungen

Loeb und Hirvonen wollten Latvala jagen - doch es kam anders: Latvala führt vor Loeb und Atkinson, Hirvonen rutschte nach Reifenschaden auf Rang 5 ab.

Michael Noir Trawniczek

Für den Freitagnachmittag haben Sébastien Loeb und Mikko Hirvonen die Jagd auf den bislang führenden Jari-Matti Latvala angesagt. Doch es kam anders. Zunächst war auf SP 4 überraschend Petter Solberg als einziger schneller als Latvala, die Prüfungen 5 und 6 schnappte sich dann wieder der 21-jährige Ford-Werkspilot, der sich zuletzt in Schweden als jüngster WM-Sieger in die Geschichtsbücher der Rallye-WM eintrug.

So konnte Jari-Matti Latvala seinen Vorsprung auf Sébastien Loeb etwas vergrößern - vor den abschließenden Superspecial-Prüfungen liegt der Citroen-Werkspilot 9,6 Sekunden hinter Latvala zurück.

Der Führende erklärte gegenüber dem WRC-Radio: "Ich werde morgen versuchen, noch schneller zu fahren und meine Führung auszubauen - dass ich als Erster auf die Strecke muss, macht mir nichts aus. Ich musste heute ja auch als Zweiter losfahren."

Sébastien Loeb gab zu Protokoll: "Ein toller Kampf - aber Jari-Matti war einfach schneller. Ich hatte kein Problem, aber es ist nicht leicht, in einen guten Rhythmus zu kommen. Ich habe versucht, so schnell wie möglich zu fahren - es geht einfach nicht mehr schneller." Loeb's Copilot Daniel Elena zeigte seinen Respekt vor dem aufstrebenden Finnen: "Jari-Matti ist sehr schnell unterwegs - das ist sehr interessant für die Weltmeisterschaft."

Hirvonen nach Reifenschaden zurückgefallen

Weniger begeistert war naturgemäß Mikko Hirvonen - für ihn verlief der erste Tag der Mexiko-Rallye deprimierend. Am Vormittag beklagte er mehrmals den Nachteil, als Erster auf die Strecke zu müssen. Am Nachmittag wollte er den Rückstand aufholen. Doch nach der fünftschnellsten Zeit auf SP 4 folgte eine unglückliche SP 5: Ein Reifenschaden ereilte den Ford Focus, Hirvonen fuhr die gesamte Prüfung mit dem beschädigten Pneu zu Ende und handelte sich rund vierzig Sekunden Rückstand ein.

So rutschte der WM-Leader auf Rang fünf ab, mit einem Rückstand von 1:10.6 Minuten. Auf den Vierten, Petter Solberg fehlen Hirvonen 8,7 Sekunden - doch auf den Dritten, Chris Atkinson, fehlen dem 27-jährigen Ford-Piloten bereits rund 40 Sekunden. Hirvonen kündigte an: "Morgen Samstag werdet ihr mich vom Morgen an fliegen sehen."

Subaru-Pilot Chris Atkinson konnte also seinen dritten Rang halten - er liegt auch nur 22,4 Sekunden hinter dem führenden Latvala zurück. Der Australier erklärte: "Es läuft gut bislang." Obwohl es seinem Auto Probleme mit der Intercom gab.

Eine gute Vorstellung lieferte Henning Solberg im Ford Focus des Munchi's Ford-Teams. Mit guten Zeiten konnte sich der Norweger auf den sechsten Gesamtrang vorarbeiten - auf Hirvonen fehlen Solberg jedoch bereits rund 1,5 Minuten. Nur rund zehn Sekunden hinter Henning Solberg belegt Matthew Wilson im Stobart Ford Rang sieben - an dem Ford Focus des Briten gab es im Anschluss an die letzte Superspecial Probleme, der Wagen ließ sich lange Zeit in der Zeitkontrolle nicht mehr starten. Munchi's Ford-Pilot Federico Villagra belegt als Achter den letzten zu vergebenden Punkterang, obschon er wegen eines Besichtigungsvergehens zwei Strafminuten aufgebrummt bekam.

Ausfälle für beide Suzuki und Galli

Der Freitagnachmittag hatte auch seine Opfer: Stobart-Pilot Gigi Galli, der bereits auf der letzten Prüfung vor dem Mittagsservice abgeflogen ist, konnte SP 4 nicht beenden. Das gleiche Schicksal ereilte Suzuki-Pilot Toni Gardemeister, der auf SP 4 stoppte. Sein Teamkollege Per-Gunnar Andersson trat erst gar nicht an, nachdem die Suzuki-Crew im Servicepark einen Motorschaden diagnostiziert haben. Dani Sordo fiel bereits am Vormittag aus, er flog gleich auf der ersten Prüfung von der Strecke.

Auf den beiden abschließenden Superspecial-Prüfungen fuhren Petter Solberg und Sébastien Loeb die schnellsten Zeiten. Bei den Junioren führt weiterhin Sébastien Ogier. Der zweite Tag der Mexiko-Rallye wird am Samstagmorgen um 8.24 Uhr Ortszeit (14.24 Uhr MEZ) mit der 29,9 Kilometer langen SP 9 "Ibarrilla" eingeläutet.

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