RALLYE

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Ein Saisonabschluss nach Maß

In einem dramatischen Kampf gegen Rosenberger/Monego konnten Franz Wittmann und Bernhard Ettel hauchdünn den Vizemeistertitel holen.

Schon nach dem ersten Tag des überaus anspruchsvollen Saisonfinales lagen die beiden verbliebenen Kontrahenten um den Vizemeistertitel fast gleichauf in der Gesamtwertung voran: Rosenberger führte nach dem Ausritt von Wittmann zwei Sekunden vor seinem Widersacher – und in dieser Tonart sollte es am zweiten Tag weitergehen.

Dass dabei die Nerven bei beiden Teams blank lagen, zeigte sich gleich am Samstagmorgen: Auf der exakt gleichen Stelle verzeichneten beide einen Ausrutscher – glücklicherweise konnte sowohl der Mitsubishi, als auch das S2000, die Rallye zur Freude der tausenden Fans aber fortsetzen. Danach fand Franz Wittmann einen guten Rhythmus und konnte sich auf der zweiten Runde des Tages etwas Luft verschaffen.

Was auch gut war, denn Rosenberger & Monego bliesen auf der dritten und letzten Runde zum Generalangriff und ausgerechnet da gab es Probleme im Misubishi-Cockpit. Die Gegensprechanlage war ausgefallen, womit von einer "Ansage“ nicht mehr die Rede sein konnte – Co-Pilot Bernhard Ettel musste vielmehr seinen Chauffeur anschreien: "Das war für uns keine einfache Situation und ich bin froh, dass ich den Bernhard dabei immer verstanden habe…“

Der Zeitvorsprung auf Rosenberger schmolz aufgrund des Problems beängstigend, dazu kam, dass der St. Pöltner auf der alles entscheidenden Superspezial eine Fabelzeit in den Schlamm brannte. Wittmann / Ettel hielten aber dagegen und konnten 2,7 Sekunden ihres Vorsprungs und damit den Vizemeistertitel ins Ziel retten.

"Wir sind total happy, dass wir das geschafft haben. Der Kris ist eine sensationelle Rallye gefahren und hat die Vorteile seines S2000 perfekt ausgespielt. Mir persönlich war das Ganze schon fast zu spannend“, war dem jungen Ramsauer die Freude über den Erfolg ins Gesicht geschrieben.

Bei der Gelegenheit muss man sich auch bei Staatsmeister Raimund Baumschlager bedanken: "Der Mundl hat sofort Platz gemacht, wie er am Freitag seinen Turboschaden gehabt hat. In Anbetracht des knappen Zeitabstands zum Schluss der Rallye hätte diese Situation entscheidend sein können“, zollt Wittmann dem Oberösterreicher für sein sportliches Verhalten Anerkennung.

Und wie geht es mit dem aufstrebenden Niederösterreicher im nächsten Jahr weiter? Das wird sich in den nächsten Tagen entscheiden, man darf aber gespannt sein...

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