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ARC: Rallye Weiz

Die Chancen steigen

Allmählich gewöhnt sich Josef Schrott an den Ford Sierra Cosworth, der als Ersatz für den Lancia Delta Integrale verwendet wird.

Wie sich immer mehr zeigt, ist es ein guter Ersatz – bei zwei Rallyes hat es kaum technische Schwierigkeiten und somit auch keinen Ausfall gegeben. Inzwischen ist Josef Schrott auch immer besser in der Lage, das Potential des Wagens auszuschöpfen: Denn schnell ist er nämlich noch dazu – heute noch genau so wie vor etwa 15 Jahren, als der Ford Sierra Cosworth eines der am weitesten verbreiteten Vierrad-Rallyeautos in Österreich war.

Nach der etwas mühevollen Eingewöhnungsphase gelang es Sepp Schrott, der die Rallyes dieser Saison wieder mit seinem bewährten Copiloten Willi Hawle in Angriff nimmt, schon zuletzt bei der Jacques Lemans-Althofen-Kärnten-Rallye, ein deutliches Erfolgssignal zu setzen.

Nach einer noch etwas schaumgebremsten Vormittags-Etappe wendete sich das Blatt am Nachmittag rapide – hier verliefen die SP-Zeiten bereits äußerst attraktiv. Den Höhepunkt markierte die Abschlussprüfung, bezeichnenderweise die beliebte Publikumsprüfung Althofen. Den anspruchsvollen Rundkurs beendeten Josef Schrott und Willi Hawle als Zehntschnellste in der Gesamtwertung.

Damit zeichnet sich ein deutlicher Aufwärtstrend für die kommenden Rallyes ab, der Verlauf der Rallye Weiz sollte noch genauere Aufschlüsse geben. Bei dem nun wieder deutlich größeren Rallye-Kalender der Austrian Rallye Challenge 2008 muß der vielbeschäftigte Landesinnungsmeister der Bäcker seine Termine sorgfältig wählen.

Und so mußte er diesmal die Eurostroj-Tisnov-Rallye auslassen. Die neue Veranstaltung im Osten der Steiermark wurde jedoch bereits vor Längerem fest eingeplant, sie reizt das Wiener Bäcker-Team aus mehreren Gründen.

Einer davon lautet: Es ist eine völlig neue Rallye – zumindest liegt die Vorgänger-Version schon so lange zurück, daß sie kaum einer von den aktuell aktiven Rallye-Teilnehmern der ARC kennen dürfte, einschließlich des Urgesteins Paul Wodraska.

Mit anderen Worten: Es herrscht Gleichwertigkeit wie sonst selten. Zudem versprechen die bisher bekannten Streckendaten Gutes – die Wertungsprüfungen sollten ganz nach dem Geschmack von Fahrern und Publikum sein. Eine willkommene Bereicherung also im Kalender der Austrian Rallye Challenge.

Josef Schrott und Willi Hawle wollen ihrerseits Glanzlichter setzen – und vor allem in der Gruppe H möglichst weit nach vorne kommen. Einfach wird es nicht werden, denn wie längst bekannt, wird gerade hier im großen Stil attackiert. Als härteste Gegner stehen auf der einen Seite die starken TRT-Teams Huber/Schmidinger, Katzensteiner/Hintersteiner und Wodraska/Foißner, aber auch von Seiten des Toyota-Mitterauer-Teams wird aus vollen Rohren geschossen.

Hier haben mit Reinhold Kopf, Reinhard Mitterauer, Matthias Knar und Roland Frisch gleich vier Mann genannt, und ein jeder von ihnen ist fahrerisch ein As. Ebenfalls starke Konkurrenz ist von den Markenkollegen zu erwarten: Sollte die beabsichtigte Teilnahme von Peter Herbst und Sepp Gruber wie geplant stattfinden, ist ein Sierra-Dreikampf keinesfalls auszuschließen.

Aber diese Herausforderung wird von Josef Schrott und Willi Hawle ebenso gerne angenommen wie die Gelegenheit, mit einem Ford Sierra Cosworth interessantes Rallye-Neuland zu betreten. Hier ist auch auf das große Bemühen von Alois Forstenlechner hinzuweisen, der gelegentlich auch selbst fährt und sich ansonsten sehr engagiert darum kümmert, daß die Bäcker sich nur hineinsetzen, Schrieb machen und fahren müssen. Das zählt nicht wenig!

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