RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Volvomania auch in Weiz?

106 Teams, 19 verschiedene Automarken, darunter eine, die in den späten 80ern und frühen 90ern noch keinen sportlichen Touch hatte.

Selten hat sich ein Marken-Pokal in derart kurzer Zeit einen solchen Kultstatus erreicht wie der Elch-Cup, der sich – rechnet man seinen Vorgänger, den Volvo-Original-Cup, hinzu – 2008 erst in seinem dritten Jahr befindet.

Das Konzept ist einfach: Ein Modell der Serien 240 (im Sport bewährt, zum Beispiel in der Tourenwagen-EM der frühen 1980er), 740 oder 940, ein strenges technisches Reglement, das teure Modifikationen untersagt, und ein Haufen enthusiastischer Piloten, die die riesigen, schweren und untermotorisierten „Schwedenbomben“ fliegen lassen wie nur wenige andere ihr Rallyeauto.

Vor allem auf Schotterstraßen und bergab sind die Volvos eine wahre Augenweide. Mit allzu viel Schotter kann die Rallye Weiz zwar nicht aufwarten, aber Bergabpassagen sind jede Menge in der Streckenführung enthalten.

Es hat sich gezeigt, dass überall dort, wo die Volvo-Truppe erstmals aufgetreten ist, das Publikum binnen kürzester Zeit in wahre Begeisterungsstürme, eine richtige „Volvo-Mania“ verfallen ist, zuletzt bei der Jacques Lemans-Rallye in Kärnten Mitte Mai.

Die wilden Drifts und der grenzenlose Einsatz der meisten Volvo-Piloten treffen einfach den Nerv der Zeit: Einfacher, günstiger und doch spektakulärer Motorsport. Auch die Kameradschaft innerhalb des Cups, wo jeder jedem hilfreich unter die Arme greift, ist bereits legendär.

In Weiz werden gleich 13 Volvos im Rahmen des „Elch-Cups“ am Start sein, darunter mit Andy Schögler/Annemarie Drosg und den Newcomern Bernhard Engelmann/Gerhard Texer auch zwei Teams, die im Bezirk Weiz zu Hause sind.

Während Bäckereimaschinen-Techniker Schögler auf fast 20 Jahre im Rallyesport zurückblicken kann, wird Kernöl-Produzent Engelmann seine allererste Rallye bestreiten.

Als Gesamtführende nach zwei Läufen kommen die Wiener Markus Stachl/Andreas Hadinger nach Weiz. Sie haben bereits die ersten beiden Volvo-Original-Cups 2006/07 für sich entschieden und sind weniger für wilde Attacken als für ihre taktische Fahrweise bekannt.

Favoriten auf den Sieg in der Elch-Cup-Wertung bei der Rallye Weiz sind sie deshalb allemal. Als schärfste Konkurrenten sind neben den Lokalmatadoren Schögler/Drosg noch die Niederösterreicher Georg Gschwandner/Simone Jesacher sowie die niederösterreichisch-oberösterreichische Paarung Jürgen Praschl/Alexandra Auer-Kaller zu nennen.

Wer die Volvo-Truppe noch nicht im Einsatz erleben durfte, hat jedenfalls etwas versäumt. Allen Fans kann sie aber mit einem Satz von Karl Farkas ganz stark ans Herz gelegt werden: „Schaun Sie sich das an!“

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Rallye Weiz

Weitere Artikel:

Neues Auto für WRC-Regeln 2027?

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden, welchen Weg man für das WRC-Reglement 2027 einschlägt - "Wir schauen uns im Moment wirklich alle Optionen an - alles"

F.A.T. Ice Race: Beste Bilder Samstag

Die besten Bilder vom F.A.T. Ice Race 2026

"Es war wieder einmal eine großartige Veranstaltung", sagt motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl und präsentiert seine besten Bilder vom Samstag.

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.

WRC-Verkauf vor Abschluss

Neuer Promoter soll bald verkündet werden

Ein 25-Jahres-Deal für die WRC? Die FIA sucht einen langfristigen Partner statt kurzer Investment-Deals - Die Entscheidung steht nun unmittelbar bevor

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.

WRC Monte Carlo: K4 nach Shakedown

WRC Masters-Sieg als klares Ziel bei der „Monte“

Johannes Keferböck und Ilka Minor starten als einzige Österreicher bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo. Mit dem Einsatzteam Gazoo Racing France sowie Ex-Weltmeister Stephane Lefebvre und den „Spionen“ Franz Wittmann/Gerry Winter setzt das K4 Rally Team auf kompetente Unterstützung. Im Kampf um den WRC Masters Cup zählt für „Kefer“ nur der Sieg!