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IRC: Asturien-Rallye

Zweites IRC-Gastspiel in Asturien

Rund um die Geburtsstadt von Fernando Alonso geben sich am Wochenende die IRC-Piloten inklusive Franz Wittmann und zwölf Super 2000-Crews die Ehre…

Michael Noir Trawniczek

Die nordspanische Stadt Oviedo wurde zu einem nationalen Motorsportmekka, schließlich handelt es sich um die Geburtsstadt des zweifachen Formel 1-Weltmeisters Fernando Alonso.

In Oviedo wird am Donnerstagabend auch die Asturien-Rallye mit einem zeremoniellen Start eingeläutet – es handelt sich bereits um die 46. Ausgabe dieser Rallye, die seit dem Vorjahr zur Intercontinental Rally Challenge (IRC) und auch zur European Rally Championship (ERC) gezählt wird.

Die Asphaltstraßen sind sehr kurvig und eng, der Belag ist zum Teil extrem rutschig. Die Prüfungen sind jenen der Sanremo-Rallye ähnlich, die Ende September auf dem IRC-Programm steht.

Weil sich der Atlantik in unmittelbarer Nähe befindet, kann das Wetter sehr schnell umschlagen, plötzlicher Regen oder schwerer Nebel sorgen dafür, dass die Crews zusätzlich herausgefordert werden.

Als Jan Kopecky nach seinem grandiosen Heimtriumph bei der Barum-Rallye im Rahmen der Siegerpressekonferenz erklärte, seine weitere Teilnahme an der IRC sei unsicher, weil Skoda vom Beginn an keine weiteren Einsätze vorgesehen habe, ging ein Raunen durch den Saal. Die tschechischen Fans waren enttäuscht, schließlich liegt Kopecky in der IRC-Tabelle nur noch drei Punkte hinter dem führenden Briten Kris Meeke.

Kopecky mit spanischer Hilfe am Start

Jetzt hat Kopecky einen Weg gefunden, wie er dennoch in Spanien an den Start gehen kann: Der Einsatz wurde von einem spanischen Skoda-Importeur finanziert. Es werden zudem noch zwei weitere Skoda Fabia Super 2000-Boliden eingesetzt – am Steuer sitzen der junge Franzose Julien Maurin und der spanische Lokalmatador Alberto Hevia, der die Asturien-Rallye im Jahr 2004 gewonnen hat. 2005 wurde er hinter Dani Sordo Zweiter, danach Dritter (Sieger war Dani Sola), im Jahr 2007 Zweiter und im Vorjahr, beim IRC-Debüt der Rallye konnte er auf einem Mitsubishi Lancer Evo IX den guten achten Platz belegen, hinter sieben Super 2000-Piloten.

Gesiegt hat im Vorjahr Giandomenico Basso auf seinem Abarth Grande Punto S2000, vor den IRC-Fixsternen Nicolas Vouilloz und Freddy Loix. Den zweiten Abarth Grande Punto wird der Italiener Miguel Fuster steuern, der im Vorjahr auf dem gleichen Auto Fünfter wurde und mit Vicente Medina einen Spanier als Co-Piloten im Auto sitzen hat.

Gardemeister im Opel Corsa S2000

Ein interessantes Comeback gibt der frühere WRC-Pilot Toni Gardemeister, der den neuen Opel Corsa OPC S2000 einsetzen wird. Guy Wilks wird wieder mit dem Proton Satria Neo S2000 an den Start gehen.

Interessant wird auch der Auftritt des 46-jährigen Michal Solowow sein, der polnische Milliardär (laut Forbes 1,9 Milliarden Euro Vermögen) und Businessman steuert einen Peugeot 207 S2000. Von einem „Herrenfahrer“ kann jedoch keine Rede sein, der Pole wurde im Vorjahr ERC-Vizemeister und möchte sich heuer zum Champion krönen – derzeit führt er mit vier Punkten Vorsprung auf Basso die Tabelle an. Der aktuelle ERC-Dritte, Corrado Fontana, sitzt am Wochenende ebenfalls in einem Peugeot 207 S2000.

Wittmann gegen 12 S2000-Boliden

Insgesamt sind zwölf Super 2000-Crews am Start, die auf Asphaltstrecken natürlich besonders von ihrem Gewichtsvorteil profitieren können. Ein top motivierter Franz Wittmann erklärte im motorline.cc-Interview [zu finden in der Navigation oben rechts, d. Red.] auf die Frage, ob mit dem von Stohl Racing eingesetzten Mitsubishi Lancer Evo IX Punkte möglich seien: „Schauen wir mal, ich würde auch gerne schneller fahren als der eine oder andere S2000. Man muss halt immer schauen, dass man sein Bestes gibt und dann sieht man, wie weit es reicht. Bei der Barum-Rallye konnten wir von den Zeiten her auch schneller fahren als einige S2000 – vielleicht haben wir hier auch eine Chance. Aber es ist hier sicher schwieriger für mich als bei der Barum-Rallye.“

Der Österreicher hat diesmal nur den Spanier Angel Domenech auf einem weiteren Mitsubishi Lancer Evo IX als Vergleichsmöglichkeit, sowie vier weitere spanische Piloten, die auf den neuen Evo X setzen. Ansonsten sind nur noch Autos der Gruppen A6 und A7 am Start, darunter auch der Deutsche Aaron Burkart auf seinem Suzuki Swift Super 1600.

Zusätzlich sind einige Evo IX am Start, die jedoch in der spanischen Meisterschaft antreten – und diese fahren mit wesentlich mehr Lufteinlass.

Wie Franz Wittmann seine Chancen in Asturien einschätzt, verrät er im motorline.cc-Interview, zu finden über die Navigation rechts oben.



IRC-Tabelle

 1. MEEKE Kris             42 Punkte
 2. KOPECKY Jan            39 Punkte
 3. BASSO Giandomenico     27 Punkte
 =. LOIX Freddy            27 Punkte
 5. HÄNNINEN Juho          20 Punkte
 6. VOUILLOZ Nicolas       19 Punkte
 7. OGIER Sébastien        10 Punkte
 =. TUNDO Carl             10 Punkte
 9. CAVENAGH Alistair       8 Punkte
10. MGALHAES Bruno          8 Punkte
11. WITTMANN Franz          7 Punkte

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