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Alberto Hevia will die IRC aufmischen

WM-Star Dani Sordo sieht Alberto Hevia im Skoda um den Sieg kämpfen, der Spanier fuhr beim Shakedown die Bestzeit. Wittmann sieht neue Gegner…

Michael Noir Trawniczek

„Das ist stets eine fantastische Rallye und ich habe diese Veranstaltung sehr gerne – ich habe hier bereits die spanische Meisterschaft gewonnen und ich weiß, dass die Teams an den Sonderprüfungen eine besonders große Freude haben werden.“ - WM-Pilot Dani Sordo ist bei der 46. Asturien-Rallye vor Ort, auf den verwinkelten Asphaltstraßen rund um Oviedo wird an diesem Wochenende zum zweiten Mal um IRC- und ERC-Punkte gekämpft.

Der Citroen-Werkspilot ist in seiner Heimat der stets von zahlreichen Fans umzingelte Starpilot, in der für ihn ungewohnten Rolle als Zuschauer – denn die spanischen Daumen werden am kommenden Wochenende für den 35-jährigen Alberto Hevia gedrückt. Im Jahr 2004 hat er die damals zur spanischen Meisterschaft zählende Asturien-Rallye gewonnen, er stand in der Folge noch drei Mal auf dem Podium und konnte im Vorjahr, beim IRC-Debüt der Rallye als bester Mitsubishi-Pilot den achten Platz belegen.

Der zweifache spanische Rallyemeister wird diesmal in einem Skoda Fabia Super 2000 sitzen, den der spanische Skoda-Importeur zur Verfügung stellt. Sordo stellt Hevia ein gutes Zeugnis aus: „Ich denke, dass Alberto im Skoda sehr stark sein wird – er ist ein Spitzenpilot und kennt die Strecken sehr gut. Ich denke, dass er den Spitzenleuten der IRC, wie Jan Kopecky oder Kris Meeke einen harten Kampf liefern wird.“

Shakedown: Bestzeit für Hevia

Beim Shakedown hat Alberto Hevia diesen Eindruck bestätigt – er fuhr die schnellste Zeit, konnte IRC-Tabellenleader Meeke sechs Zehntelsekunden abknöpfen, Markenkollege Kopecky fehlten 1,2 Sekunden, der regierende IRC-Champion Nicolas Vouilloz lag sogar 2,1 Sekunden zurück.

Der spanische Skoda-Importeur sorgt nicht nur für den Einsatz von Hevia – er finanziert auch jenen von Kopecky, denn das Skoda-Werksteam hat für heuer keine weiteren IRC-Einsätze vorgesehen.

Der Shakedown wurde bei brütender Hitze (30 Grad Celsius) und Sonnenschein unter die Räder genommen. Franz Wittmann und Bernhard Ettel haben auf der Teststrecke, die im spanischen Bergrennsport Kultcharakter besitzt, drei Versuchsfahrten unternommen.

Wittmann: „S1600 und R3-Boliden als Hauptgegner“

Wittmann erklärt: „Leider war es aufgrund von organisatorischen Problemen nicht möglich, beim Shakedown mehr Kilometer zu fahren. Wir haben uns daher beschränkt, verschiedene Reifenmischungen zu testen. Sonst war von der Funktion des Autos her alles in Ordnung.“

Der Österreicher, der wieder im von Stohl Racing eingesetzten Mitsubishi Lancer Evo IX unterwegs ist, hat neben den überlegenen Super 2000-Boliden und den Mitsubishi-Markenkollegen neue, zusätzliche Gegner ausgemacht: „Abgesehen von den wesentlich stärkeren S2000 Autos werden unsere Hauptgegner nicht die heimischen Mitsubishis sein, sondern die 1600er Autos und die R3 aus der Gruppe A. Diese Autos sind nicht nur leicht, sondern haben ein wesentlich besseres Kurvenverhalten.“

Wittmann schlussfolgert daher: „Die Sonderprüfungen in Asturien sind sehr kurvig, die Strecke dreht auch gewaltig. Damit ist der Speed nicht so hoch – es wird auf ein perfektes Setup ankommen, um ein positives Ergebnis zu erzielen.“

Fünf Prüfungen am Freitagvormittag

Die Asturien-Rallye wird am Donnerstagabend um 20.30 Uhr mit einem zeremoniellen Start in Oviedo, der Geburtsstadt des zweifachen Formel 1-Weltmeisters Fernando Alonso eröffnet.

Richtig los geht es aber erst am Freitagmorgen, wenn um 7.13 Uhr die erste Wertungsprüfung, die acht Kilometer lange SP 1 von Munco nach Muno auf dem Programm steht. Direkt im Anschluss wird die 29,57 km lange SP 2 „Pajomal – Carbayin-Rasa“ absolviert. Beide Prüfungen werden ab 10.04 Uhr ein zweites Mal befahren, nach der um 11.50 Uhr gestarteten SP 5 „Cesa – Valdebarcena“ geht es ins Mittagsservice.



Shakedown-Zeiten

 1. Hevia      Skoda       1:46.0
 2. Meeke      Peugeot     +  0.6
 3. Kopecky    Skoda       +  1.2
 4. Vouilloz   Peugeot     +  2.1
 5. Loix       Peugeot     +  2.4
 6. Basso      Abarth      +  2.5
 7. Solowow    Peugeot     +  3.5
 8. Fontana    Peugeot     +  3.9
 9. Fuster     Abarth      +  3.9
10. Wilks      Proton      +  5.6
11. Maurin     Skoda       +  8.5
12. Marquez    Mitsubishi  +  9.3
13. Guerra     Mitsubishi  +  9.9
14. Senra      Mitsubishi  + 10.0
15. Wittmann   Mitsubishi  + 11.2


Zeitplan Freitag, 11.9.2009

07:13 Uhr  SP 1	Munco-Muno I	               8,00 km
07:57 Uhr  SP 2	Pajomal-Carbayin-Rasa I       29,57 km
10:04 Uhr  SP 3	Munco-Muno II	               8,00 km
10:48 Uhr  SP 4	Pajomal-Carbayin-Rasa II      29,57 km
11:50 Uhr  SP 5	Cesa-Valdebarcena I	      11,36 km

14:55 Uhr SP 6 Cesa-Valdebarcena II 11,36 km 15:36 Uhr SP 7 Piedrafita-La Zorea-Anayo I 27,11 km 18:18 Uhr SP 8 Cesa-Valdebarcena III 11,36 km 18:59 Uhr SP 9 Piedrafita-La Zorea-Anayo II 27,11 km


IRC-Tabelle

 1. MEEKE Kris             42 Punkte
 2. KOPECKY Jan            39 Punkte
 3. BASSO Giandomenico     27 Punkte
 =. LOIX Freddy            27 Punkte
 5. HÄNNINEN Juho          20 Punkte
 6. VOUILLOZ Nicolas       19 Punkte
 7. OGIER Sébastien        10 Punkte
 =. TUNDO Carl             10 Punkte
 9. CAVENAGH Alistair       8 Punkte
10. MGALHAES Bruno          8 Punkte
11. WITTMANN Franz          7 Punkte

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