RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Sardinien

Petter Solberg musste auf den Tisch hauen

Petter Solberg musste Citroen erst einen Wechsel auf einen 307er-Peugeot androhen, damit er für Sardinien 2006er-Teile für seinen Xsara erhält.

Michael Noir Trawniczek

Unser Manfred Stohl kennt das Spiel, Petter Solberg hat es zuletzt ebenfalls miterlebt: Der Norweger, der mit einem privaten Citroen Xsara WRC fährt, beschwerte sich bitter über die Kundenpolitik der Franzosen, denn diese wollten ihm partout keine 2006er-Teile für seinen Wagen liefern.

Solberg erklärte gegenüber der offiziellen WRC-Website: „Ich brauche jetzt einfach Hilfe. Einige Bestzeiten und Podestplätze übertreffen das, was ich von meinem Auto je erwartet habe. Aber jetzt will ich mehr! Wenn ich 2006er Teile für den Xsara bekommen könnte, würde mir das vor allem bei den heißen Rallyes im Sommer helfen. Ich würde gerne einen größeren Kühler und Ladeluftkühler, sowie einen größeren Lufteinlass bekommen. Das würde die Kühlung verbessern und mir mehr Leistung geben.“

Angeblich soll Citroen befürchtet haben, dass Solberg den Werkspiloten Dani Sordo im aktuellen C4 übertrumpfen könnte. Solberg sprach Klartext: „Ich will um das Podium und mit den Fords kämpfen, aber wenn das Auto das nicht hergibt, dann ist es nicht interessant für mich.“ Und so drohte Solberg ungeniert mit einem Fahrzeugwechsel: „Der Peugeot 307 WRC hat einen starken Motor. Ich bin mir sicher, ich könnte damit um das Podium kämpfen. Auch an der Gewichtsverteilung und den Dämpfern wurde in der Zwischenzeit gearbeitet. Es ist ein gutes Auto geworden.“

Diese Drohung zeigte Wirkung – die ersehnten Teile wurden geliefert. Solberg gibt sich nun wieder etwas friedlicher, wenngleich er sich alle Optionen offen hält: „Ich bin sehr zufrieden mit der Kooperation mit Citroen und ich denke, dass wir mit diesem Upgrade ein konkurrenzfähigeres Auto haben. Wir werden die Sardinien-Rallye fahren und im Anschluss sehen, wie wir uns hinsichtlich der Zukunft entscheiden werden.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Sardinien

- special features -

Weitere Artikel:

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...