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Rallye-WM: Wales

Latvala flog über die Schlammprüfungen

Mit einer Bestzeitenserie übernahm Latvala die Führung, Loeb liegt 6,1 Sekunden zurück. Östberg zittert um Platz drei. Solberg & Minor auf Platz vier!

Michael Noir Trawniczek

„Er ist jetzt achtfacher Weltmeister! Und ich bin so hungrig danach, ihn zu schlagen!“ – Jari Matti Latvala war an diesem Samstagnachmittag getrieben von seinem Wunsch – da konnte selbst der Serienchampion nicht mithalten. Latvala sicherte sich auf allen drei Nachmittagsprüfungen die Bestzeit und konnte damit einen Rückstand von rund sieben Sekunden in einen Vorsprung von 6,1 Sekunden umwandeln. Der Kampf um den Sieg der Wales-Rallye bleibt also spannend…

Sebastien Loeb konnte es gar nicht so recht glauben, auch wenn er schon nach der ersten Nachmittagsprüfung über einen Mangel an Grip klagte. Im Zielraum der letzten Prüfung des dritten Tages erklärte er Kopf schüttelnd: „Ich weiß nicht, warum – vielleicht fährt er so viel besser, ich kann es wirklich nicht sagen. Schaut euch unsere Onboards an und ihr werdet nicht einen einzigen Fehler darauf finden.“

Ob er am Sonntag noch einmal alles geben werde, um seinen achten Weltmeistertitel gebührend mit einem Sieg zu feiern? Loeb antwortete lapidar: „Wir werden es weiter probieren.“

Den gesamten Nachmittag über musste Stobart Ford-Pilot Mads Östberg um seinen eigentlich ungefährdeten dritten Platz zittern. Schon nach der ersten Nachmittagsprüfung klagte er: „Es schaut nicht gut aus, wir hatten schon am Vormittag Motorenprobleme, haben versucht, das im Service zu reparieren, aber es wird immer schlimmer…“

Nach der „Sweet Lamb“-Prüfung erklärte Östberg: „Das Team hat mir gesagt, ich soll nur mit hohen Drehzahlen fahren und kein Drehmoment erzeugen. Ich habe keine Ahnung, um welches Problem es hier geht aber wenn wir den Wagen stoppen müssten, dann würde der Motor nach dem Zünden nur noch auf drei Zylindern laufen. Es scheint ein großes Problem zu sein und ich bin mir nicht sicher, ob wir das am Abend im Service reparieren können.“

Immerhin konnte sich Östberg auch über die 27,8 km lange SP „Myherin“ schleppen und das Service erreichen – für den dritten Tag also ist der zweite Platz gesichert – auch wenn der Rückstand auf 2:43 Minuten gestiegen ist.

Mit 5:35 Minuten Rückstand belegen Henning Solberg und seine österreichische Co-Pilotin Ilka Minor immer noch den formidablen vierten Platz. Ein zufriedener Norweger erklärte: „Es läuft gut bei uns, ich fühle mich wohl im Auto.“

45 Sekunden hinter dem Stobart Ford-Duo lauert Mini-Werkspilot Kris Meeke, der trotz Gripmangel an Matthew Wilson vorbei auf Rang fünf vorpreschen konnte. Wilson fehlen am Ende des dritten Tages bereits weitere 45 Sekunden auf Meeke.

Die restlichen Punkteränge belegen Dennis Kuipers (Ferm Ford), Ott Tänak (M Sport Ford), Evgeny Novikov (Abu Dhabi Ford) und Ken Block im Monster Ford.

In der PWRC führt Patrik Flodin überlegen vor Semerad und Guerra. Lokalmatador Craig Breen konnte den Titel in der WRC Academy erobern.

Am Sonntag stehen noch weitere sechs Sonderprüfungen zu insgesamt 80 Wertungskilometern auf dem Prgramm.

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