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ERC: Kroatien-Rallye

Die Pechsträhne wurde prolongiert

Auf dem Weg zur 2WD-Führung in Kroatien kam für Hermann Neubauer das vorzeitige Aus, als am Suzuki Swift S1600 die Radbolzen abrissen.

Da hat selbst der immer gut gelaunte Hermann Neubauer ein paar Tage zum Durchschnaufen und Verarbeiten gebraucht: Auf dem Weg zur 2WD-Führung beim ERC-Lauf in Kroatien kam wieder einmal das – unverschuldete – vorzeitige Aus, als an seinem Suzuki Swift S1600 die Radbolzen ohne Vorwarnung abrissen.

Dabei hatte der zehnte von insgesamt zwölf Rallye-Europameisterschaftsläufen für den Salzburger und seinen Beifahrer Bernhard Ettel ausgesprochen gut begonnen: Im Shakedown fuhr man locker 2WD-Bestzeit, in der Gesamtwertung bedeutete das den ausgezeichneten siebenten Rang.

Auf SP 1 dann die drittbeste Zeit, dabei kam man – im Gegensatz zu den zwei besser platzierten Konkurrenten – in einen Regenguss: „Ich hatte vorne Intermed und hinten harte Slicks montiert“, erzählt Neubauer: „Wir sind nur aufgeschwommen, dafür war die drittbeste Zeit eine Sensation. Die dritte Prüfung wurde dann abgesagt und auf SP 4 waren wir laut Zwischenzeiten auf dem Weg zu einer klaren 2WD-Bestzeit, als ich nach ca. 21 Kilometern nach dem Anbremsen eines Abzweigs plötzlich das linke Vorderrad verlor. Es waren alle vier Radbolzen abgerissen, wie es schon damals im Waldviertel passiert ist, als ich den 2WD-Titel in letzter Sekunde verloren habe.“

Die Enttäuschung ist nach den großteils sehr guten Leistungen bei Hermann Neubauer verständlicherweise groß: „Es ist sehr, sehr schade. Alle, die mit diesem Projekt betraut sind, haben alles dafür getan, dass es funktioniert. Aber es sollte offenbar nicht sein. Ich hätte die 2WD-Wertung bei diesem ERC-Lauf klar gewonnen. Und ich war in dieser Saison schon öfter am Sprung zu einem richtig guten Resultat“, so Neubauer, der trotz allem bereits wieder an die Zukunft denkt: „Ich bedanke mich bei allen, die an mich glauben, vor allem bei meinen Sponsoren und Unterstützern und beim Bernhard (Ettel, Anm.).

Ich denke, ich konnte in diesem Jahr zeigen, dass mein Speed gut ist und dass ich viel dazugelernt habe. Es war halt leider sehr viel Pech dabei, aber ich hoffe, dass mich meine Sponsoren auch im nächsten Jahr unterstützen. Wenn das Glück einmal auf meiner Seite ist, dann können wir in der ERC ganz vorne dabei sein. Es wäre mein Traum, noch ein Jahr international zu fahren – und ich werde alles daran setzen, das zu schaffen!“

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