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ERC: Kroatien-Rallye

Lokalmatador führt in Kroatien

Nicht Jan Kopecky sondern Juraj Sebalj heißt der erste Führende der Rallye Kroatien – Andreas Aigner Sechster, Hermann Neubauer auf Platz 14.

Foto: ERC

Zahlreiche Fans hatten sich in der Altstadt vor der malerischen Küste der Adria eingefunden, um die Fahrer der Rallye Europameisterschaft anzufeuern. Ein 1,7 Kilometer kurzer Kurs war für die erste Superspecial abgesperrt worden und der Kroate Sebalj (Skoda Fabia S2000) setzte sich unter dem tosenden Applaus seiner Fans an die Spitze.

"Ja, ich habe hier schon dreimal gewonnen, aber nicht gegen so starke Konkurrenz", spricht Sebalj seine Chancen auf einen Überraschungserfolg an. "Jetzt ist der Wettbewerb viel härter. Ich glaube, dass Jan der beste Fahrer ist."

Ebenfalls überraschend fuhr der Südafrikaner Henk Lategan die zweitschnellste Zeit. Sein Skoda wird vom österreichischen Team von Raimund Baumschlager betreut.

Auf Platz drei landete Hermann Gassner jun. mit seinem Mitsubishi Lancer Evo X R4. Der 24-Jährige, der mit Ursula Mayerhofer unterwegs ist, will an diesem Wochenende in erster Linie mit der Asphaltabstimmung experimentieren. "Wir müssen viel an der Abstimmung arbeiten, denn es ist erst meine zweite Rallye mit diesem Auto. Diese Rallye ist generell sehr herausfordernd." Insgesamt stehen 14 Wertungsprüfungen auf dem Programm.

Der große Favorit ist Skoda-Werksfahrer Kopecky, der in Abwesenheit von Bryan Bouffier und Craig Breen als Europameister feststeht. Nach der Bestzeit im Shakedown stellte der Tscheche in der Superspecial die viertbeste Zeit auf. "Es war eine schöne Prüfung, aber der Asphalt war sehr rutschig. Das Auto untersteuerte stark, weshalb ich mit der Handbremse nachhelfen musste", merkt Kopecky an.

Trotz der Favoritenrolle muss er erst die Herausforderungen meistern. "Es ist immer noch ein schöner Wettbewerb hier, auch wenn es schade ist, dass die Jungs von Peugeot nicht hier sind. Es fehlen auch die Herren Bouffier und Breen, denn normalerweise liefern wir uns immer große Kämpfe. Ich muss hier ins Ziel kommen, aber es wird nicht einfach, denn viele Prüfungen sind sehr rutschig." Hinter Kopecky folgte Pieter Tsjoen mit einem weiteren Skoda auf Platz fünf.

Der Österreicher Andreas Aigner (Subaru Impreza STI R4) markierte die sechstbeste Zeit. "Soweit ist alles gut gelaufen, auch der Shakedown war sehr gut", sagt der ehemalige PWRC-Champion über die Zusammenarbeit mit seiner neuen Co-Pilotin Barbara Watzl. "Es war jetzt aber eine kurze Prüfung und wir haben nur einige Drifts für die Fans gezeigt."

"Wir haben beim Shakedown an der Abstimmung für morgen gearbeitet. Das Gewicht des Autos ist vor allem in langgezogenen Kurven schwierig, wenn Untersteuern auftritt. Die Abstimmung sollte morgen aber passen." Aigner will in Kroatien in erster Linie im Production-Cup Punkte auf Jaroslav Orsak, der nicht am Start ist, gutmachen. Aigners größer Gegner ist der Franzose Germain Bonnefis (Renault Megane RS).

Hermann Neubauer markierte in seinem Suzuki Swift S1600 die 14. Zeit, als zweitschnellster 2WD-Pilot direkt hinter dem 2WD-Tabellemleader Zoltan Bessenyey.

Am Freitag stehen insgesamt sechs Prüfungen bei der 40. Ausgabe der Rallye Kroatien auf dem Programm.

Gesamtwertung nach einer von 14 Prüfungen (Top 10):

01. Juraj Sebalji (Skoda Fabia S2000) - 1:38,4 Minuten
02. Henk Lategan (BRR Skoda Fabia S2000) +0,9 Sekunden
03. Hermann Gassner jun. (Mitsubishi Evo X R4) +1,3
04. Jan Kopecky (Skoda Fabia S2000) +1,6
05. Pieter Tsjoen (Skoda Fabia S2000) +2,7
06. Andreas Aigner (Stohl Subaru Impreza R4) +2,9
=. Hermann Gassner sen. (Mitsubishi Evo X) +2,9
08. Germain Bonnefis (Renault Megane RS) +3,4
09. Daniel Saskin (Ford Fiesta RRC) +3,5
10. Darko Peljhan (Mitsubishi Evo X) +3,9
=. Robert Consani (Renault Megane RS) + 3,9
12. Robert Koristka (Mitsubishi Evo IX R4) + 4,7
=. Zoltan Bessenyey (Honda Civic Type R) + 4,7
14. Hermann Neubauer (Suzuki Swift S1600) + 4,9
15. Asja Zupanc (Mitsubishi Lancer Evo IX) + 5,0

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