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ERC: Kroatien-Rallye

Rallye-Party in Kroatien

Die nächste Asphalt-Rallye der Rallye-Europameisterschaft steht auf dem Programm – die ERC macht Station in Kroatien mit starker österreichischer Besetzung.

Der "Super-September" der Rallye Europameisterschaft geht am kommenden Wochenende in Kroatien zu Ende. Kroatien ist seit 2004 im EM-Kalender vertreten. Die Rallye wird in diesem Jahr bereits zum 40. Mal ausgetragen. Aus diesem Anlass haben die Veranstalter die Rallye an die Adriaküste verlegt. Zentrum ist die Touristenstadt Porec in Istrien. Rund um die Küstenstadt werden insgesamt 14 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 239,12 Kilometern ausgetragen. Nach der Schotter-Rallye in Polen wird diesmal wieder auf Asphalt gefahren.

Da der Austragungsort neu ist, kommen auf die Teilnehmer auch neue Strecken zu. Die Prüfungen "Butoniga" und "Buzet", die während der ersten Etappe zweimal absolviert werden, sind komplett neu. Ein Highlight ist die "Salteria"-Prüfung über knapp 30 Kilometer. Teilweise wurden Streckenpassagen schon in der Vergangenheit verwendet, doch in diesem Layout ist sie ebenfalls neu. Für die Fans gibt es in Porec am Donnerstagabend und am Samstagnachmittag eine Superspecial, die ebenfalls komplett neu ist. Mehrere Prüfungen wurden im Detail angepasst.

Generell ist die Rallye-Kroatien für schnelle Bergstraßen bekannt. Der Asphalt ist meistens rutschig. Obwohl es im Herbst an der Adriaküste tagsüber noch warm ist, kann Regen immer eine Gefahr darstellen. Da zum ersten Mal Porec das Rallye-Zentrum ist, werden viele Fans erwartet. Rund um die Veranstaltung wird es auch viele Partys in den zahlreichen Lokalen und Diskotheken geben. Für beste Stimmung ist gesorgt.

Auch sportlich verspricht die Rallye Spannung, denn die ERC nähert sich der entscheidenden Phase der Saison. Als Topfavorit geht wieder Skoda-Pilot Jan Kopecky ins Rennen. Der Tscheche fuhr in dieser Saison bisher bei sieben Starts sieben Mal auf das Podest. In der Gesamtwertung hat Kopecky über 100 Punkte Vorsprung auf Craig Breen, der in Kroatien nicht am Start ist. Der EM-Titel ist Kopecky kaum noch zu nehmen. Im Vorjahr gewann übrigens Juho Hänninen für Skoda die Kroatien-Rallye.

Neben Kopecky kommen auch Pieter Tsojen (Skoda), Krum Donchev, der einen Ford Fiesta R5 fährt, und die Lokalmatadoren Juraj Sebalj (Skoda) sowie Daniel Saskin (Ford R5) in Frage. Der Deutsche Hermann Gassner ist mit einem Mitsubishi Lancer Evo X am Start. Spannend sind dagegen noch die Titelvergaben im Produktionswagen-Cup, in der 2WD-Wertung und in der Ladies Trophy.

Die Österreicher im ERC-Feld

Im Produktionswagen-Cup hat Jaroslav Orsak (Mitsubishi Lancer Evo IX) einen Vorsprung von 18 Punkten auf den Österreicher Andreas Aigner. Orsak steht zwar auf der Nennliste, kann aber krankheitsbedingt nicht starten. Neben Aigner, der wie gewohnt den Stohl Racing Subaru pilotieren wird, will auch Germain Bonnefis (Renault Megane RS) in Kroatien Boden gutmachen.

In der 2WD-Wertung ist praktisch alles klar. Der Ungar Zoltan Bessenyey führt die Wertung überlegen an, in der auch Hermann Neubauer mit dem Suzuki Swift 1600 an den Start gehen wird. Für das BRR-Team wird Henk Lategan in das Steuer eines Skoda S2000 greifen und Ursula Mayrhofer wird am heißen Sitz von Hermann Gassner Junior Platz nehmen. Karl und Maria Rumpler werden die Rallye mit einem Mitsubishi Evo V in Angriff nehmen.

Spannend ist es auch in der Ladies Trophy. Ekaterina Stratieva muss unbedingt die Wertung in Kroatien gewinnen, um Molly Taylor am vorzeitigen Titelgewinn zu hindern. An der Adriaküste werden insgesamt fünf Frauen in der Ladies Trophy antreten. Das egalisiert das Teilnehmerinnenfeld von Ypern. Der Startschuss zur Rallye fällt am Donnerstagabend mit der Superspecial in Porec. Samstagabend findet die Siegerehrung statt.

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