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WRC: Akropolis-Rallye 2013

Mads Östberg: Schlimmer geht’s nimmer

Die „Rallye der Götter“ forderte knallhart ihren Tribut: Für Mads Östberg ging schief, was schief gehen konnte: Bereits nach 500 Metern begann die Pechsträhne.

Wenn bei den Herrschern des Olymp ein Teilnehmer der "Rallye der Götter" in Ungnade gefallen war, dann Mads Östberg. Beim Griechenland-Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) hatte der Norweger mehr Pech als selbst ein hartgesottener Skandinavier zu ertragen gewillt ist. So schien es fast wie ein Wunder, dass am Ende doch noch Rang sechs und einige WM-Zähler zu Buche standen. "Das war ein verdammt schwieriges Wochenende für uns", pustet Östberg nach insgesamt fünf Pannen durch.

Das Fazit ist dennoch ein bitteres: "Fast alles schien nicht nach unserem Gusto zu laufen, das war frustrierend." Die schwarze Serie begann bereits nach 500 Metern auf der Auftaktetappe, als am Ford Fiesta RS WRC der erste Plattfuß des Wochenendes von den Piloten versorgt werden musste. Als Östberg dann auch noch eine Kante am Straßenrad rammte, brach das Rad auseinander. Dem mit großen Erwartungen nach Griechenland gereisten 25-Jährigen machten die Vorkommnisse zu schaffen. Abhaken? Fehlanzeige.

"Ich war extrem enttäuscht. Auch auf der zweiten Wertungsprüfung steckte mir das noch in den Knochen und ich habe nicht zu meinem Rhythmus gefunden", schildert Östberg, der am Ende des ersten Tages auf Rang neun rangierte. Doch schon am Samstag wartete der nächste Schlamassel: Ein loser Spurstangenhebel auf Etappe Nummer fünf und ein nächster Plattfuß auf der achten Wertungsprüfung verhinderten, dass er sich weiter als auf Position sechs verbesserte. "Trotzdem: Das war das, was wir wollten", meint er.

Denn langsam waren Östberg und sein schwedischer Co-Pilot Jonas Andersson nicht unterwegs - wenn sie nicht gerade einen Plattfuß zu beklagen hatten, wie er am Sonntag zum dritten Mal auf Laune und Gemüt schlug. "Als alles in Ordnung war, sind wir sukzessive schneller und schneller geworden, haben ein gutes Tempo vorgelegt. Aber es war definitiv nicht das Resultat, das wir uns vorgestellt hatten. Was den Speed angeht, sieht es vielversprechend aus", resümiert Östberg. "Wir fahren mit dem Wissen nach Sardinien, dass wir gut genug sind, um ein Wörtchen mitzusprechen. Hoffentlich klebt das Pech dann nicht mehr an uns."

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