RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ERC: Barum-Rallye

Turbulenter Nachmittag in Zlin

Nachdem auf SP 4 die Top 3-Piloten allesamt ausfielen und hernach auch der dann führende Roman Kresta aufgeben musste, führt nun Vaclav Pech.

Michael Noir Trawniczek

Auf der ersten Sonderprüfung nach dem Mittagsservice, auf der mit 22,82 Kilometern längsten Prüfung der Barum-Rallye (SP 4 „Trojak“) kam es zu einem dramatischen und ebenso kuriosen Umschwung: Die Top 3-Piloten verloren allesamt ihre Positionen…

Der führende Kevin Abbring musste seinen Peugeot 208 T16 R5 mit Motorproblemen abstellen. Sein Verfolger, Skoda-Werkspilot Esapekka Lappi flog ab und konnte die Fahrt nicht mehr fortsetzen. Auch der drittplatzierte Craig Breen im zweiten Werks-Peugeot kam von der Strecke ab, krachte gegen einen Baum, büßte rund 20 Sekunden ein, musste am Ende der SP 4 jedoch ebenfalls aufgeben, nachdem die Motor-Warnleuchten Alarm schlugen. Weitere prominente Piloten und Pilotinnen mussten auf oder nach SP 4 aufgeben, darunter auch Robert Barrable (Kühlerschaden) oder auch die Russin Inessa Tushkanova (Felgenbruch).

Nach der turbulenten SP 4 sah sich plötzlich das frühere tschechische WM-Aushängeschild Roman Kresta im Skoda Fabia S2000 in Führung liegend. Doch auf SP 5 vermeldete Kresta Probleme mit seinem Auspuff respektive Motor, die ihn hernach dazu zwangen, ebenfalls aufzugeben…

So konnte der tschechische Routinier Vaclav Pech im Mini S2000 die Führung übernehmen. Auf SP 6 konnte Jaromir Tarabus, dessen Skoda ausgerechnet vom Team des Roman Kresta eingesetzt wird, mit einer Bestzeit aufhorchen lassen, Tarabus fehlten nach SP 6 nur mehr elf Sekunden auch den führenden Vaclav Pech.

Auf SP 7 jedoch verlor Tarabus rund zwei Minuten, sodass Sepp Wiegand im von Skoda Deutschland eingesetzten Fabia S2000 mit exakt 25 Sekunden Rückstand Platz zwei belegt, vier Sekunden dahinter liegt der frühere Tourenwagenpilot Tomas Kostka in seinem Ford Fiesta R5 auf Platz drei.

Mit bereits rund einer Minute Rückstand belegt Kajetan Kajetanowicz auf einem weiteren Fiesta R5 Platz vier, dahinter folgen Roman Odlozilik (Fiesta R5), Robert Consani (Peugeot 207 S2000), die Skoda-Piloten Jaroslav Orsak, Pavel Valousek und der erwähnte Jaromir Tarabus sowie Fiesta R5-Pilot Ott Tänak auf den weiteren Top 10-Platzierungen.

Im 2wd-Cup konnte sich der Ungar Kornel Lukacs im Wurmbrand Racing Citroen DS3 R3 deutlich steigern – auf SP 6 und SP 7 konnte er jeweils die viertschnellste 2wd-Zeit markieren und sich solchermaßen auf Platz sieben der 2wd sowie Platz vier der Klasse RC3 vorarbeiten. Die Führung im 2wd-Cup konnte der Franzose Adam Kobilha auf einem Renault Clio R3 übernehmen, Stefan Lefebvre im Peugeot 208 R2 liegt 25 Sekunden dahinter auf Platz zwei. Im Production-Cup führt weiterhin Lokalmatador Martin Brezik auf einem Mitsubishi Lancer Evo IX.

Am Samstagabend stehen noch zwei So0nderprüfungen auf dem Programm, ehe die erste Etappe abgeschlossen ist. Am Sonntag, auf der zweiten Etappe der Barum-Rallye, sind aber noch sechs weitere Prüfungen über 109 Wertungskilometer vorgesehen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Barum-Rallye

Weitere Artikel:

Die FIA macht ernst: Mit einem Testlauf im Juni rückt die WRC-Rückkehr in die USA näher - Das Ziel für das erste offizielle Event ist nun das Jahr 2027

F.A.T. Ice Race: Beste Bilder Samstag

Die besten Bilder vom F.A.T. Ice Race 2026

"Es war wieder einmal eine großartige Veranstaltung", sagt motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl und präsentiert seine besten Bilder vom Samstag.

WRC Monte-Carlo: Tag 2 (SP9)

Ogier verkürzt Rückstand

Im Duell um P2 hinter Spitzenreiter Oliver Solberg macht "Monte"-Rekordsieger Sebastien Ogier weiter Boden gut - Thierry Neuville hängt kurzzeitig fest. Keferböck/Minor führen weiterhin bei den Masters.

ARC Rallye Triestingtal: Youngsters am Start

Österreichs schnellste Jungpiloten beim ARC-Auftakt im Triestingtal

Mit Marcel Neulinger und Maximilian Lichtenegger starten die zurzeit schnellsten Jungpiloten des Landes beim Saisonauftakt der Austrian Rallye Challenge. Das große Comeback des Rallyesports im Triestingtal wird auf Asphalt-Sonderprüfungen mit Flair und Geschichte abgehalten.

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.

Sensation im Triestingtal

Manfred Stohl gibt Österreich-Comeback!

Erstmals seit 2012 startet Österreichs WM-Vierter 2006, Manfred Stohl wieder bei einer Rallye in Österreich! Seinen Start bei der ARC Rallye Triestingtal bezeichnet Stohl als Hommage an seinen Freund und Beifahrer Peter Müller. Die beiden Gr.N-Weltmeister 2000 begrüßen und veredeln das Comeback des Rallyesports im Triestingtal.