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WRC: Finnland-Rallye

„Ich würde gerne gewinnen“

Mit einem Facelift wollen M-Sport und Mikko Hirvonen bei dessen Heimrallye wieder auf die Siegerstraße zurückfinden. Nur: Wer glaubt noch daran?

Fotos: M-Sport

M-Sport tritt bei der Rallye Finnland am kommenden Wochenende mit einer überarbeiteten Version des Ford Fiesta RS WRC an. Das neue Arbeitsgerät von Mikko Hirvonen und Elfyn Evans wurde vor allem optisch einer Veränderung unterzogen. Nach dem Facelift erinnert die WRC-Version des Fiesta nun noch mehr an den Fiesta ST für die Straße.

"Ich freue mich sehr auf die Rallye Finnland. Sie ist jedes Jahr das Highlight meiner ganz persönlichen Saison", sagt Hirvonen, der das schnelle und von zahlreichen Sprungkuppen gekennzeichnete WRC-Spektakel in seinem Heimatland vor fünf Jahren für sich entschied.

"Es freut mich auch, dass wir das Facelift für unsere Autos erstmals im Wettbewerb sehen werden. Das Auto sieht toll aus und ich bin überzeugt, dass es auch den Fans gefallen wird, wenn sie es durch die Wälder fliegen sehen", so der Lokalmatador.

Wir Finnen sind natürlich stolz auf das Event, auf seine Geschichte und auf sein Erbe. Wir alle wollen auch diesmal wieder einen finnischen Fahrer ganz oben auf dem Siegerpodest sehen. Ich wäre natürlich sehr gerne derjenige, weiß aber, dass es eine enge und hart umkämpfte Rallye wird", sagt Hirvonen über sein Heimspiel.

"Ich würde gerne gewinnen, wäre aber auch mit einem Podestplatz sehr zufrieden", meint der M-Sport-Routinier und nimmt mit seinen Worten, einen Finnen ganz oben sehen zu wollen, auch seine Landsleute Jari-Matti Latvala (Volkswagen) und Juho Hänninen (Hyundai) in die Pflicht.

Während Hirvonen die finnischen Wertungsprüfungen aus dem Effeff kennt, war dessen Teamkollege Evans erst dreimal in den Wiäldern rund um Jyväskylä am Start. 2012, als er die WRC-Akademie gewann, siegte er. 2011 und 2013 fiel er jeweils aus.

"Ich habe die Rallye Finnland zwar schon ein paarmal bestritten, doch meine Erfahrungen mit Allradantrieb sind beschränkt. Deshalb wird es nächste Woche eine komplett andere Aufgabe als mit dem Fiesta R2, den ich auf diesen Prüfungen gewohnt bin", bemerkt der 25-jährige Brite.

"Erfahrung ist bei jeder Rallye wichtig, doch in Finnland, wo es so viele Sprungkuppen gibt, ist sie umso wichtiger", weiß Evans.

Teamkollege Hirvonen allerdings glaubt angesichts moderner Medien wie YouTube und Co. nicht, dass die Finnen bei ihrer Heimrallye noch den Vorteil genießen, der sie in den vergangenen Jahrzehnten nahezu unschlagbar machte: "Mittlerweile gibt es so viele Onboard-Videos von der Rallye Finnland, dass wir da kaum noch einen Vorsprung haben."

Was Evans betrifft, so hat er sich bei seinem ersten Finnland-Auftritt am Steuer eines reinrassigen WRC-Boliden "kein spezielles Ergebnis vorgenommen". Stattdessen will er die Rallye einfach auf sich zukommen lassen.

"Dieses Event ist so kultig, dass ich mich schon richtig darauf freue, die Prüfungen in Angriff zu nehmen. Die Tatsache, dass wir am kommenden Wochenende erstmals mit dem Facelift am Auto starten, macht das Ganze noch ein kleines bisschen besonderer."

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