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WRC: Sardinien-Rallye

Spektakuläre Auftaktprüfung

Mikko Hirvonen sichert sich bei der ersten Sonderprüfung der Italien-Rallye die Bestzeit, Henning Solberg und Ilka Minor belegen den neunten Rang.

Die erste Bestzeit bei der Italien-Rallye, dem sechsten Saisonlauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2014, geht an Mikko Hirvonen (Ford). Der Finne fuhr bei der spektakulären, 1,3 Kilometer langen Zuschauerprüfung im Hafen von Cagliari eine Zeit von 1:19.1 Minuten, die kein Konkurrent unterbot. Weltmeister Sebastien Ogier (Volkswagen) mühte sich im letzten Duell der WRC-Autos zwar redlich, belegte letztlich aber gemeinsam mit Thierry Neuville (Hyundai) mit 0,2 Sekunden Rückstand Rang zwei.

In den Abendstunden strömten Tausende von Zuschauern in den Hafen von Cagliari. Zu Beginn musste die Superspecial, auf der die Piloten auf einem Parallelkurs im direkten Duell gegeneinander antraten, sogar kurzzeitig wegen der Zuschauermassen unterbrochen werden. Bei Dunkelheit boten sich den Besuchern dann spektakuläre Bilder.

Vor allem zwei "stille Polizisten", welche die Autos in die Luft katapultierten, sorgten für Begeisterung. Dort ließ es beispielsweise auch Neuville richtig fliegen. "Das war die einzige Stelle, an der ich Zeit gutmachen konnte. Wir haben das Auto nicht beschädigt, alles okay", sagt der Belgier. Neuville hatte im drittletzten Duell der WRC-Autos Mads Östberg (Citroen) besiegt und mit einer Zeit von 1:19.3 Minuten die Spitze übernommen.

Doch anschließend hielt Hirvonen im finnischen Duell nicht nur seinen Landsmann Jari-Matti Latvala (Volkswagen) auf Distanz, sondern unterbot die Zeit von Neuville um zwei Zehntelsekunden. "Es war in Ordnung, wir hatten gute Reifen. Aber die Rallye fängt morgen an", will Hirvonen dem Resultat jedoch keine allzu große Bedeutung zumessen.

Nun hatten nur noch Ogier und Kris Meeke (Citroen) die Möglichkeit, die Zeit Hirvonens zu unterbieten, doch der amtierende Weltmeister verpasste die erste SP-Bestzeit knapp. "Es war okay, aber die Rallye startet morgen. Das wird ein schwieriger Tag", sagt der Franzose, der am Freitag als erster Fahrer auf die Strecke gehen und somit den Straßenfeger für seine Kollegen spielen muss.

Robert Kubica (Ford), der am Vormittag im Shakedown die Bestzeit gefahren war, hatte auf dem engen Zuschauerkurs einige Schwierigkeiten. In einer der Haarnadelkurven wäre der Pole aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen beinahe nicht ums Eck gekommen. Mit einem Rückstand von 3,6 Sekunden reihte sich Kubica auf Position zwölf hinter Juri Protasow (Ford) als schnellstem Vertreter der WRC2-Klasse ein.

Henning Solberg und Ilka Minor konnten die neuntbeste Zeit fahren und starten den morgigen Tag als 13. in die acht zu absolvierenden Sonderprüfungen.

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