RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Sardinien-Rallye

Die M-Sport-Piloten sehen eine Sieges-Chance

Mikko Hirvonen weiß, wie man sich in Sardinien weit vorne platziert, Newcomer Elfyn Evans hat an die Sardinien-Rallye gute Erinnerung.

Sechs Mal konnte sich Mikko Hirvonen zusammen mit Co-Pilot Jarmo Lehtinen bereits auf dem Siegertreppchen der Italien-Rallye platzieren, 2012 konnte er sie sogar gewinnen. Elfyn Evans sammelte im vergangenen Jahr seine ersten Wettbewerbs-Erfahrungen mit dem Fiesta RS WRC auf Sardinien und wurde prompt Sechster. Die Strecke scheint den M-Sport-Piloten also zu liegen, weswegen sie voller Selbstbewusstsein auf die italienische Mittelmeerinsel reisen.

Nach der schwierigen Argentinien-Rallye, die Hirvonen als Neunter beendete, soll es für den Finnen auf Sardinien nun wieder bergauf gehen. "Mir gefällt der Event sehr, deswegen hoffe ich, dass wir dort ein weiteres starkes Ergebnis einfahren können", so der 33-Jährige. "Ich weiß, dass wir das Zeug dazu haben, wir müssen nur sicherstellen, keine Fehler zu machen und alles beisammen zu halten."

Heiße Bedingungen, wenig Grip und enge Straßen werden dabei auch für den erfahrenen Skandinavier zur Herausforderung: "Es ist eine schwierige Strecke, aber ich bin hier in der Vergangenheit immer gut zurechtgekommen. Die Straßen sind eine technische Herausforderung, die man mit Mexiko oder Portugal vergleichen kann, aber der Grip-Level unterscheidet sich. Die Etappen sind sehr eng und schnell - was mir gefällt - aber es gibt auch viele Hindernisse, auf die man achten muss. Wenn es wieder heiß wird, wird es die Reifen auch wieder besonders belasten."

Hirvonen reist als Gesamt-Fünfter nach Italien und weiß, worauf es dort ankommt: "Das Layout der Strecke macht den Unterschied. Es ist schwierig, die Etappen zu lesen und zu sehen, in welche Richtung die Straße einschlägt. Das macht den Aufschrieb und die Erkundungsfahrt noch wichtiger. Ich habe aber sehr viel Vertrauen in meine Notizen, und das wird uns hoffentlich den nötigen Vorteil verschaffen."

Der acht Jahre jüngere Evans fühlt sich dem sechsten Lauf der Rallye-WM 2014 ebenfalls gewachsen. Hier konnte er sich im vergangenen Jahr erstmals unter Beweis stellen: "Es ist gut, auf eine Strecke zurückzukehren, auf der ich mit einem Rallye-Auto schon Erfahrung habe, aber darauf werde ich mich nicht allzu sehr verlassen. Das Ziel ist noch immer, so viel wie möglich zu lernen und an unserer Geschwindigkeit zu arbeiten."

Der Waliser fühlt sich dabei auch um einiges besser vorbereitet, als bei seinem Debüt, das er relativ spontan und mit damals unbekanntem Co-Piloten antreten musste: "Dieses Jahr wird es auf jeden Fall einfacher als im vergangenen. Vor zwölf Monaten wurde ich quasi ins kalte Wasser geschmissen. Ich war zuvor noch nie im Fiesta RS WRC angetreten, ich kannte die Etappen von Sardinien noch nicht und musste mich noch nie so schnell an einen neuen Co-Piloten gewöhnen."

"Glücklicherweise hat uns all das nicht geschadet", sagt Evans über seinen erfolgreichen Auftritt. "Dank der harten Arbeit meines Teams und Giovanni (Bernacchini, damaliger Co-Pilot; Anm. d. Red.) haben wir ein gutes Ergebnis einfahren können, und ich denke, das ist auch einer der Gründe, warum mir diese fantastische Möglichkeit gegeben wurde. Es versteht sich also von selbst, dass das hier immer ein besonderer Ort für mich sein wird."

Für die optimale Vorbereitung auf den Event vom 5. bis zum 8. Juni ist der junge M-Sport-Pilot sogar schon eher vor Ort: "Ich bin ein wenig früher als geplant nach Sardinien gereist, um mich dort fit zu halten und mich an die Hitze zu gewöhnen. Auf Sardinien ist es im Moment natürlich um einiges heißer als in Cumbria, es ist für mich also wichtig, mich dort zu akklimatisieren."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Sardinien-Rallye

Weitere Artikel:

Rallye Weiz: Bericht Opel GSE Cup

Opel Mokka GSE mischt die Allrad-Konkurrenz auf!

Timo Schulz gewinnt den dritten Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 in Weiz. Mit Rang zwei knöpft der Franzose Tom Dufour dem Waliser Ioan Lloyd die Tabellenspitze ab. Erstmals bestreiten die Elektro-Renner die komplette Rallye-Distanz und fahren in der Gesamtwertung in die Top-15.

WRC Finnland: Nach Tag 2 (SP10)

Ogier trozt dem Regen-Chaos

Sebastien Ogier verteidigt am Freitagnachmittag die Spitze bei der Rallye Finnland: Heftiger Regen wirbelt das Klassement durcheinander - Keferböck/Minor im WRC Masters Cup auf Platz 2

Rallye Weiz: Bericht TEC7 ORM3

Neulinger verteidigt souverän Titel!

Nach der Rallye Weiz heißt der alte und neue Staatsmeister der TEC7 ORM3 und RP-TOOLS Junioren-ÖM Marcel Neulinger – der erstmals für Lancia den Titel holt. Für Familie Neulinger gab es mit Rang zwei für Bruder Nico auch erstmals einen Doppelsieg zu feiern.

ARC, Rallye Weiz: Bericht Neulinger

Fünfter Sieg in Folge – Titelverteidigung fixiert!

Marcel Neulinger / Jakob Ruhsam triumphierten auch bei der Rallye Weiz und sicherten sich mit dem fünften Saisonsieg in Folge vorzeitig den Titel in der TEC7 ORM3 und der RP-TOOLS Junioren Rallye Staatsmeisterschaft 2026!

Rallye Weiz: Bericht TEC7 ORM2

Christoph Zellhofer siegt auch in Weiz

Ein routinierter Krimi-Autor könnte die Geschichte der TEC7 ORM2 Staatsmeisterschaft nicht besser schreiben: Bereits in ihrer Premieren-Saison als Championat mit Staatsmeister-Prädikat sorgt die ORM2 für Spannung bis zum letzten Rallye-Kilometer des Jahres.