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WRC: Sardinien-Rallye

Die M-Sport-Piloten sehen eine Sieges-Chance

Mikko Hirvonen weiß, wie man sich in Sardinien weit vorne platziert, Newcomer Elfyn Evans hat an die Sardinien-Rallye gute Erinnerung.

Sechs Mal konnte sich Mikko Hirvonen zusammen mit Co-Pilot Jarmo Lehtinen bereits auf dem Siegertreppchen der Italien-Rallye platzieren, 2012 konnte er sie sogar gewinnen. Elfyn Evans sammelte im vergangenen Jahr seine ersten Wettbewerbs-Erfahrungen mit dem Fiesta RS WRC auf Sardinien und wurde prompt Sechster. Die Strecke scheint den M-Sport-Piloten also zu liegen, weswegen sie voller Selbstbewusstsein auf die italienische Mittelmeerinsel reisen.

Nach der schwierigen Argentinien-Rallye, die Hirvonen als Neunter beendete, soll es für den Finnen auf Sardinien nun wieder bergauf gehen. "Mir gefällt der Event sehr, deswegen hoffe ich, dass wir dort ein weiteres starkes Ergebnis einfahren können", so der 33-Jährige. "Ich weiß, dass wir das Zeug dazu haben, wir müssen nur sicherstellen, keine Fehler zu machen und alles beisammen zu halten."

Heiße Bedingungen, wenig Grip und enge Straßen werden dabei auch für den erfahrenen Skandinavier zur Herausforderung: "Es ist eine schwierige Strecke, aber ich bin hier in der Vergangenheit immer gut zurechtgekommen. Die Straßen sind eine technische Herausforderung, die man mit Mexiko oder Portugal vergleichen kann, aber der Grip-Level unterscheidet sich. Die Etappen sind sehr eng und schnell - was mir gefällt - aber es gibt auch viele Hindernisse, auf die man achten muss. Wenn es wieder heiß wird, wird es die Reifen auch wieder besonders belasten."

Hirvonen reist als Gesamt-Fünfter nach Italien und weiß, worauf es dort ankommt: "Das Layout der Strecke macht den Unterschied. Es ist schwierig, die Etappen zu lesen und zu sehen, in welche Richtung die Straße einschlägt. Das macht den Aufschrieb und die Erkundungsfahrt noch wichtiger. Ich habe aber sehr viel Vertrauen in meine Notizen, und das wird uns hoffentlich den nötigen Vorteil verschaffen."

Der acht Jahre jüngere Evans fühlt sich dem sechsten Lauf der Rallye-WM 2014 ebenfalls gewachsen. Hier konnte er sich im vergangenen Jahr erstmals unter Beweis stellen: "Es ist gut, auf eine Strecke zurückzukehren, auf der ich mit einem Rallye-Auto schon Erfahrung habe, aber darauf werde ich mich nicht allzu sehr verlassen. Das Ziel ist noch immer, so viel wie möglich zu lernen und an unserer Geschwindigkeit zu arbeiten."

Der Waliser fühlt sich dabei auch um einiges besser vorbereitet, als bei seinem Debüt, das er relativ spontan und mit damals unbekanntem Co-Piloten antreten musste: "Dieses Jahr wird es auf jeden Fall einfacher als im vergangenen. Vor zwölf Monaten wurde ich quasi ins kalte Wasser geschmissen. Ich war zuvor noch nie im Fiesta RS WRC angetreten, ich kannte die Etappen von Sardinien noch nicht und musste mich noch nie so schnell an einen neuen Co-Piloten gewöhnen."

"Glücklicherweise hat uns all das nicht geschadet", sagt Evans über seinen erfolgreichen Auftritt. "Dank der harten Arbeit meines Teams und Giovanni (Bernacchini, damaliger Co-Pilot; Anm. d. Red.) haben wir ein gutes Ergebnis einfahren können, und ich denke, das ist auch einer der Gründe, warum mir diese fantastische Möglichkeit gegeben wurde. Es versteht sich also von selbst, dass das hier immer ein besonderer Ort für mich sein wird."

Für die optimale Vorbereitung auf den Event vom 5. bis zum 8. Juni ist der junge M-Sport-Pilot sogar schon eher vor Ort: "Ich bin ein wenig früher als geplant nach Sardinien gereist, um mich dort fit zu halten und mich an die Hitze zu gewöhnen. Auf Sardinien ist es im Moment natürlich um einiges heißer als in Cumbria, es ist für mich also wichtig, mich dort zu akklimatisieren."

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