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WRC: Argentinien-Rallye

Die Luft wird dünner

Nach der achten Sonderprüfung der Argentinien-Rallye verliert ein vorsichtiger Chris Meeke weiter Zeit. 32,6 Sekunden verbleiben auf Teamkollegen Östberg.

Fabian Bonora

Fünf WRC-Piloten mussten gestern die Segel streichen, doch alle Fahrer sind heute wieder dabei und die VW Piloten meldeten sich geschlossen zurück. Ogier holte sich als VW-Spitze die Bestzeit auf SP7, 3,6 Sekunden vor Mikkelsen und zwei Zehntel dahinter Latvalla. Der Finne konnte zwar seinen Abstand auf Mads Östberg marginal verkürzen schreibt den Rallye-Sieg aber komplett ab: "Ich werde nicht angreifen, sondern versuche einen guten Rhythmus zu fahren"

Trotz der vorsichtigen Gangarten drehte sich Chris Meeke auf SP7 und verlor dabei 14,9 Sekunden.  "Es war sehr staubig. Ich habe mich auf Gras gedreht, musste zurücksetzen und habe dabei etwas Zeit verloren", meldete Meeke nach SP7. Citroen-Kollege Östberg ist über Nacht erkrankt, der Norweger muss ja „nur“ schnell fahren. Er kommentierte die Situation so: "Meine Stimme hat sich komplett verabschiedet, also heute wird im Auto nicht gesungen."

Ein unauffälliger Neuville verliert SP für SP und liegt schon über fünf Minuten auf den Spitzenreiter zurück. "Es war sehr rau. Ich habe nur fünf Reifen dabei und musste sie am Ende der Prüfung schonen" , sagte der Belgier über das Reifenproblem.

Mit über 40 Kilometer ist die achte Sonderprüfung von San Marcos nach Caracato die zweit längste Prüfung der Rallye. Die Bedingungen bleiben weiterhin sehr schwierig, doch die Rennleitung reagierte auf das Klagen der Piloten und vergrößert für SP8 die Startabstände auf drei Minuten.

Der derzeit führende Chris Meeke hält weiter an seiner Sicherheitsfahrt fest. Mads Östberg konnte dadurch über 21 Sekunden auf seinen Citroen-Kollegen gut machen "Ich bin es recht vorsichtig angegangen und habe auf das Auto geachtet. Ich bin zufrieden", sagt Meeke.

Die letzte VW-Hoffnung Jari-Matti Latvala verlor in der SP8 ebenso viel Zeit auf den Zweitplatzierten Östberg. "Ich hatte einen heiklen Moment und Glück, dass ich dabei nichts getroffen habe. Anschließend habe ich völlig meinen Rhythmus verloren" Dani Sordo lauert nun auf den Finnen, durch einen Fahrfehler verlor der Spanier allerdings zehn bis 15 Sekunden. Im Kampf um Platz drei bleibt also weiterhin alles offen.

Für Sebastian Ogier blieb es eine Herausforderung: „Es war wie erwartet eine sehr schwierige Prüfung. Sie ist sehr eng, und es liegen eine Menge Steine auf der Straße. Das ist sehr herausfordernd.", meinte Ogier nach SP8. Für den Ausgang der Rallye ist dies jedoch nicht mehr von Bedeutung, der Franzose hat 34 Minuten Rückstand.

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