RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Interview

Loeb: Meeke für Citroën der Richtige

Rekordweltmeister Sébastien Loeb meint, dass sich Citroën mit Kris Meeke den richtigen Fahrer für die Übergangssaison 2016 behalten hat.

Sébastien Loeb glaubt, dass sein Ex-Team Citroën mit Kris Meeke die richtige Wahl für die Saison 2016 getroffen hat, in der die französische Marke die Entwicklung für 2017 vorantreiben will. Citroën hat sich vorerst werksseitig aus der Rallyeweltmeisterschaft zurückgezogen, um ab 2017 mit dem neuen C3 gestärkt zurückzukehren. Kris Meeke wird allerdings auch in dieser Saison ein paar Läufe mit dem älteren DS3 bestreiten.

Für Sébastien Loeb ist Meeke dafür der perfekte Kandidat – zumindest insoweit, als Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala bei Volkswagen unter Vertrag stehen. "Ogier ist der stärkste Pilot, aber ich kenne sein Niveau nicht, ein Auto zu entwickeln", meint der Franzose gegenüber Autosport, "aber er ist ohnehin von Volkswagen blockiert, also spricht man erst gar nicht über ihn. Mit Latvala ist das ähnlich."

Bei den verbleibenden Piloten sei Meeke auf jeden Fall eine gute Wahl. "Er ist sehr clever, weil er gleichzeitig Ingenieur und Fahrer ist. Kris versteht gut, wie das Auto funktioniert; von daher braucht Citroën ihn, um das neue Auto zu entwickeln", sagt der neunfache Weltmeister, der auch bei anderen Teams keine bessere Option findet. "Abgesehen von Kris erkenne ich niemanden, der es sonst tun könnte."

Meeke selbst fühlt sich vom Lob der Rallyelegende geschmeichelt: "Die Unterstützung von einem Mann wie ihm zu haben, ist großartig, aber gleichzeitig muss ich die Arbeit erst einmal erledigen. Sébastien Loeb und Citroën haben die Latte schon ziemlich hoch gelegt, und auf dieses Niveau wollen wir zurückkommen."

Eigentlich wollte Sébastien Loeb selbst Teil des Entwicklungsprogrammes für die Rallye-WM 2017 sein, doch nachdem sich seine und Citroëns Wege durch den Teilausstieg der französischen Marke aus der Tourenwagen-WM trennten, war das plötzlich kein Thema mehr – die Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Werk hatte seit dem Jahr 2000 bestanden.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Interview

Weitere Artikel:

Finale am Dreiländereck

Finale am Dreiländereck

In seiner jüngsten motorline-Kolumne berichtet der frühere ORF-Reporter Peter Klein von seinem Ausflug zur Herbstrallye.

Dieses Land könnte übernehmen

Rallye Dakar 2027 nicht in Saudi-Arabien

Die Rallye Dakar 2027 findet nicht wie geplant in Saudi-Arabien statt - Wegen der Sicherheitslage muss ein neuer Austragungsort her - Marokko gilt als Favorit

Luca Waldherr im motorline-Talk

„Ein Meilenstein für Waldherr Motor Sport“

Waldherr Motor Sport feierte am Wochenende mit Timo Schulz den Titel in der JuniorERC - für Teambetreiber Luca Waldherr ist es der erste Euopameistertitel. Wir baten ihn zum Interview.

ARC, Herbstrallye: Bericht Kiehtreiber

Nothing’s gonna stop us

Die Saison 2026 verlief für René Kiehtreiber mit zwei Ausfällen und vier erfolgreich beendeten Rallyes sehr wechselhaft, zum Abschluß wollten er und sein Stamm-Copilot es noch einmal genau wissen.

ARC, Herbstrallye: Bericht Wanko

Glücksfall trotz Ausfalls

Auch wenn es mit einem Ergebnis in Wertung knapp nicht geklappt hat, war der Umstieg von Mario Wanko auf eine stärkere Motorisierung als bisher gewohnt ein Erfolgserlebnis