RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye W4 2018

Fünf SP sollen Action garantieren

Fünf Prüfungen müssen bei der Rallye W4 je zwei Mal absolviert werden; auf die Fans warten mehrere, weit einsehbare Zuschauerpunkte.

Symbolfoto: Harald Illlmer

Mit einem Höhepunkt geht nächste Woche die österreichische Rallyesaison 2018 zu Ende: Die neu geschaffene Rallye W4 am 16./17. November im Raum Horn bewirbt sich mit einem freien Lauf ohne Punktewertung für einen Platz in der Staatsmeisterschaft des nächsten Jahres. Für diese unter penibler Beobachtung stehende Generalprobe präsentiert das Organisationsteam rund um den St. Leonharder Christian Schuberth-Mrlik fünf Sonderprüfungen, die von den am Start stehenden Piloten je zwei Mal befahren werden müssen. Um Teilnehmern und Fans einen möglichst genauen Einblick in diese Wertungsabschnitte zu geben, präsentiert sie Schuberth-Mrlik persönlich aus seiner Sicht:

MJP Racing Arena (2,1 km): SP 1 (Freitag, 16.11., um 18:15 Uhr) und SP 10 (Samstag, 17.11., um 17:50 Uhr)

Schuberth-Mrlik: "Wir versuchen, erstmals in Österreich einen Dreierblock beim Start durchzuführen. Das heißt, es sind an der Startlinie drei Autos nebeneinander. Nach dem Start des ersten folgt nach zehn Sekunden das zweite und wieder nach zehn Sekunden das dritte. Somit sind drei Autos auf der Strecke. Dies zu verfolgen verspricht jede Menge Spannung. Die Streckenwahl ist so ausgefallen, dass wir die Außenbahn benutzen, um näher beim Publikum zu sein. Südöstlich ist eine starke Kuppe, bei der die Rallyeautos bei optimaler Geschwindigkeit sogar leicht abheben. Der nordwestliche Fanbereich des Rings verspricht durch die neue Anlegung sogar den ganzen Rennverlauf zu überblicken. Im südwestlichen Bereich, die Joker Lap beim Rallycross, ist auf dem Schotterteil eine Schikane eingebaut, die auch für jede Menge Action sorgen wird. Die Teilnehmer müssen zwei Runden absolvieren."

GH Staar/Brenntenberg (16,27 km): SP 2 und SP 4 (Samstag, 17.11., um 8:15 Uhr und 9:55 Uhr)

Schuberth-Mrlik: "Start ist hinter dem Gasthof Staar, danach geht es auf einem sehr schnellen Schotterstück über einen Hügel recht flott und spektakulär dahin, wo du vom Hügel aus ein sehr großes Stück der Strecke bis hin zum Start einsiehst. Danach führt es ein Stück über eine Asphaltstraße, die in einem Rechtsabzweig in den Langweg einmündet. Dieser Abschnitt ist jedes Jahr sehr gut besucht, besonders wegen des schnellen, engen Streckenverlaufes mit einem kleinen 'Jump'. Kurz darauf kommst du wieder auf einen Asphaltabschnitt, der bergab zur Fanzone 1 «Arena» führt. Das Highlight an der Stelle ist die lange Streckenführung um den Zuschauerpunkt. Man kann die Autos in südlicher Richtung bis zu dem Bergaufstück zu den Bundesforsten verfolgen, das in den rechten Teil weiterführt. Daraufhin geht es in die Fanzone 2. Der Streckenverlauf ist an der Stelle besonders interessant, winkelig, eng, und mündet dann in einen schnellen Abschnitt, der sehr kurvig ist ein. Diejenigen, die gut zu Fuß sind und einen Sprung live sehen wollen, müssen vom Zuschauerpunkt in Fahrtrichtung ca. 1,5 Kilometer gehen, um dies zu erleben. Der Verlauf geht weiter durch die Bundesforste bis zu der Übersetzung der Hauptstraße L57, Fanzone 3, wo die Autos teilweise abheben. Dies ist ebenso ein sehr interessant Punkt, da man die Autos länger beobachten kann. Der große Vorteil ist, dass der Punkt von beiden Seiten aus – aus der Richtung Gföhl und Gars am Kamp/Tautendorf – sehr gut erreichbar ist. Weiter geht es in den Bundesforsten zum bekannten Abschnitt 'little finnland', Fanzone 4, bevor die Autos das Ziel erreichen. Die Fanzone 4 befindet sich vom Ziel aus einen Kilometer in der entgegengesetzten Fahrtrichtung."

Kronsegg/Gföhl (7,46 km): SP 3 und SP 5 (Samstag, 17.11., um 9 Uhr und 10:40 Uhr)

Schuberth-Mrlik: "Die Strecke ist stetig steigend vom Start bis ins Ziel. Für die Fahrer eine sehr schöne und interessante Sonderprüfung, aber leider nicht so sehr zuschauerfreundlich. Man hat nur die Möglichkeiten, im Start- und Zielbereich zuzuschauen. Im Zielbereich wird die Fanzone 5 eingerichtet, wo der Streckenverlauf so aussieht, dass die Autos sehr schnell auf eine Kehre zukommen, die dann bergauf bis zur nächsten engen Rechtskurve führt, und ab da geht es bis ins Ziel sehr schnell und kurvig weiter."

RK Altenburg - Fuglau, MJP Racing Arena (13,65 km): SP 6 und SP 8 (Samstag, 17.11., um 12:40 Uhr und 14:35 Uhr)

Schuberth-Mrlik: "Start der Prüfung ist im nördlichen Bereich am Ortsende Richtung Horn auf Asphalt, dann geht es links weg auf Schotter über den Hutbiegel, der jedes Mal sehr stark besucht ist, in Richtung Mahrersdorf. Von dort geht es wieder zurück zum Start. Beim Übergang von Asphalt auf Schotter ist die Fanzone 6 eingerichtet, von wo es über den Holzplatz in die nächste Runde übergeht. Es werden zwei volle Runden mit Ausfahrt gefahren, dann geht es weiter auf Schotter Richtung Fuglau, wo sich die Fanzone 7 befindet. Dieses Teilstück ist sehr schnell mit mittelschnellen Kurven, wo die Autos lange beobachtet werden können. Danach kommt man auf einen Rechtsabzweig auf Asphalt Richtung Mahrersdorf. Vor dem Ortsanfang geht es spitz links auf den Schotter über. Das Teilstück ist sehr interessant; eine gute Mischung von Übergängen, Speed und Show. Es ist ein gern besuchter 'Corner', auch für Fotografen. Nun geht es weiter Richtung MJP Racing Arena, wo der Untergrund nochmals von Schotter auf Asphalt wechselt und wo die Fanzone 8 eingerichtet ist. Von dort sind es nur mehr 600 Meter ins Ziel."

RK Manhartsberg (20,95 km): SP 7 und SP 9 (Samstag, 17.11., um 13:25 Uhr und 16:15 Uhr)

Schuberth-Mrlik: "Start vom Ortsende Eggendorf am Walde Richtung Kleinburgstall. Da ist die Fanzone 9 eingerichtet, Steinbruch. Von dem Punkt aus kann man den Start Richtung Westen sehr gut beobachten bzw. an dieser Stelle ist wiederum die Einmündung der absolvierten Runde. In diesem Bereich sieht man die Autos drei Mal. Ungefähr in der Mitte sind die Fanzonen 9 und 10, wo die Besucher auf einer Anhöhe stehen und die Autos schon von weitem beobachten können. Die Autos fahren sehr nah am Publikum vorbei, über eine Kuppe, wo sie auch abheben. Von dort geht es Richtung Kleinburgstall, wo die Strecke hinter der Ortschaft vorbeiführt zur Fanzone 10 und am Ortsende ein 90-Grad-Abzweig nach links Richtung Landesstraße weiterführt. Bei der Asphalteinmündung in die breite Landesstrasse L1238 sind sehr spektakuläre Drifts zu erwarten. Nach ca. 600 Metern geht es wieder auf eine schmale Forstschotterstraße in Richtung Start, mit teilweise sehr schnellen Abschnitten und tückischen Wellen, welche die Autos instabil machen. Es ist empfehlenswert, diese auch in den Aufschrieb mitaufzunehmen. Im Startbereich angekommen, geht es nochmals in dieselbe Runde, und danach folgt die lange Ausfahrt auf der naturbelassenen Schotterlandesstrasse L1238. Der Streckenabschnitt ist sehr schnell und flüssig, es entsteht ein guter Rhythmus bis zur rechten Zielkurve. Der Zielbereich ist auf jeden Fall durch die Kurvenkombination sehr spektakulär zum Zuschauen."

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye W4 2018

- special features -

Weitere Artikel:

Jännerrallye: Bericht Knobloch

ORM2-Podium bei der "Jänner" für Knobloch

Das steirisch/oberösterreichische Duo Günther Knobloch und Erik Fürst erreichte im Clio Rally3 das im Vorfeld gesteckte Ziel – das ORM2-Podium bei Auftakt zur TEC7 ORM 2026 im Rahmen der „Jänner“.

Jännerrallye: Bericht Stürmer

Ein Winter wie damals

Dank Horst Stürmer und Rene Zauner wurde auch bei der bisher 39. Jännerrallye dazu beigetragen, dass die zahlreichen Rallye-Besucher mit bester Quattro-Action auf Schnee beglückt wurden.

Rallye Dakar 2026: Etappe 4

Lategan nun vor Al-Attiyah Spitzenreiter

Auch an Tag 4 haben die hinteren Starter einen Vorteil, die Gesamtwertung stellt sich erneut auf den Kopf - Titelverteidiger Al-Rajhi/Gottschalk geben die Rallye auf

Jännerrallye: Bericht Neubauer

Neubauer driftet knapp am Stockerl vorbei

Hermann Neubauer & Ursula Gaßner fehlen am Ende 13,8 Sekunden auf Platz drei. Packender Kampf mit den internationalen Stars Mads Östberg & Romet Jürgenson. Trotzdem viel Drift-Spaß im Toyota GR Yaris Rally2 auf den verschneiten Strecken

Jännerrallye: Bericht Wagner

Der Fluch ist gebrochen

Die amtierenden Staatsmeister Simon Wagner und Hanna Ostlender gewinnen die Jännerrrallye 2026 und sind damit seit einem Jahr in Österreich ungeschlagen