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Sieg für Antonio Marchioro

Antonio Marchioro gewinnt die Schotter-Hatz im Triestingtal vor Aaron Burkart, Markus Benes als Dritter bester Österreicher.

Nach dem frühen Ausfall von Lokalmatador Franz Wittmann jun. sahen rund 12.000 begeisterte Rallye-Fans bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein doch noch einen Favoritensieg bei der 4. nationalen Triestingtal-Rallye: Schotter-Spezialist Antonio Marchioro (Mitsubishi Lancer Evo IX) eroberte – im Nachhinein betrachtet ohne große Probleme – seinen ersten Triumph bei der Schotter-Hatz im Triestingtal.

Eine gelungene Revanche für letztes Jahr, wo er bis zu einem technischen Defekt als einziger ernsthafter Konkurrent mit dem späteren Sieger Wittmann jun. mithalten konnte.

Der Italiener war im Ziel klarerweise happy, dabei zeigte er sich von der Rallye und den Fans begeistert: „Wunderschön, diese Rallye ist einfach wunderschön. Ich freue mich sehr, hier gewonnen zu haben!“

Pech hatte Marchioros hartnäckigster Verfolger, Landsmann Oscar Vettore: Er bekam seine (aufgrund eines Ausrutschers) schlechte Zeit von der neutralisierten SP 6 nachträglich „aufgebrummt“, was ihn in der Gesamtwertung hoffnungslos zurückwarf.

Die eigentlichen Sensations-Männer folgten dann auf den Plätzen zwei, drei und vier: Der deutsche Youngster Aaron Burkart, im Vorjahr Gesamt-Fünfter, quetschte seinen Citroen C2 S1600 aus wie eine Zitrone, fuhr mit dem frontgetriebenen Auto konstant beeindruckende Zeiten und landete mit eineinhalb Minuten Rückstand auf Rang zwei.

„Ein gelungener Test für die WM. Dabei hatte ich in der Früh Motorprobleme, erst am Nachmittag lief es richtig rund. Ich bin happy!“ Eine Minute hinter dem WM-Teilnehmer dann der beste einheimische Fahrer: Der Niederösterreicher Markus Benes (Mitsubishi Lancer Evo VI) rettete trotz Turbo-Problemen die österreichische Rallye-Ehre im Duell mit den internationalen Gästen. „Ich denke, wir haben bewiesen, daß wir eine bessere Startnummer als die 18 verdient haben. Einfach toll, daß wir mit so mit der Spitze mitfahren konnten“

Nicht minder sensationell der Viertplatzierte Martin Simmer, der bei seinem Mitsubishi-Debüt (Evo IX) bis vor der letzten Sonderprüfung auf dem dritten Platz lag, dann leider noch auf Rang vier „abrutschte“: „Für den ersten Evo-Einsatz ist das trotzdem einfach perfekt, wir sind total zufrieden!“

Der Bruder des Viertplatzierten, Johannes Simmer, holte sich neben dem fünften Gesamtrang auch den Sieg im ersten Lauf zur Austrian Rallye Challenge („Jetzt geh’ ich auf Sponsorensuche, ich würde gerne die ganze Saison bestreiten…“). Verfolgt wurde er von Sascha Plöderl (Mitsubishi Lancer Evo III), dem ehemaligen Rundstreckenspezialisten, der hier mehr als nur eine Talentprobe abgelegt hat.

Auf den Plätzen sieben und acht der Deutsche Manfred Seidel (Subaru Impreza) bzw. der Italiener Diego Brazzale, bevor auf einem tollen neunten Rang der Diesel-Sieger Hannes Danzinger einlief, der sich Roland Frisch (Toyota Celica), den dritten der ARC-Wertung, vom Leib halten konnte.

Endstand nach 10 Sonderprüfungen (inoffiziell):

1. Antonio MARCHIORO/Marco MARCHETTI (I/I), Mitsubishi Evo IX, 1:06:11,9 Stunden
2. Aaron BURKART/Timo GOTTSCHALK, Citroen C2 Super 1600, + 1:43,2 Min.
3. Markus BENES/Norbert WANNENMACHER, Mitsubishi EVO VI, + 2:53,0
4. Martin SIMMER/Hannes WAGNER, Mitsubishi EVO IX, + 2:59,7
5. Johannes SIMMER/Michael SIMMER, Mazda 323 GTR, + 4:40,6
6. Sascha PLÖDERL/Daniela BAYER, Mitsubishi EVO III, + 4:45,5
7. Manfred SEIDL/Günter HAIN, Subaru Impreza, + 5:09,9
8. Diego BRAZZALE/Paolo PISANI, Mitsubishi EVO VI, + 5:14,5
9. Hannes DANZINGER/Pia-Maria SCHIRNHOFER, VW Golf V, + 6:08,4
10. Roland FRISCH/Andreas STEUER, Toyota Celica, + 6:16,8

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