RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Sieg für Antonio Marchioro

Antonio Marchioro gewinnt die Schotter-Hatz im Triestingtal vor Aaron Burkart, Markus Benes als Dritter bester Österreicher.

Nach dem frühen Ausfall von Lokalmatador Franz Wittmann jun. sahen rund 12.000 begeisterte Rallye-Fans bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein doch noch einen Favoritensieg bei der 4. nationalen Triestingtal-Rallye: Schotter-Spezialist Antonio Marchioro (Mitsubishi Lancer Evo IX) eroberte – im Nachhinein betrachtet ohne große Probleme – seinen ersten Triumph bei der Schotter-Hatz im Triestingtal.

Eine gelungene Revanche für letztes Jahr, wo er bis zu einem technischen Defekt als einziger ernsthafter Konkurrent mit dem späteren Sieger Wittmann jun. mithalten konnte.

Der Italiener war im Ziel klarerweise happy, dabei zeigte er sich von der Rallye und den Fans begeistert: „Wunderschön, diese Rallye ist einfach wunderschön. Ich freue mich sehr, hier gewonnen zu haben!“

Pech hatte Marchioros hartnäckigster Verfolger, Landsmann Oscar Vettore: Er bekam seine (aufgrund eines Ausrutschers) schlechte Zeit von der neutralisierten SP 6 nachträglich „aufgebrummt“, was ihn in der Gesamtwertung hoffnungslos zurückwarf.

Die eigentlichen Sensations-Männer folgten dann auf den Plätzen zwei, drei und vier: Der deutsche Youngster Aaron Burkart, im Vorjahr Gesamt-Fünfter, quetschte seinen Citroen C2 S1600 aus wie eine Zitrone, fuhr mit dem frontgetriebenen Auto konstant beeindruckende Zeiten und landete mit eineinhalb Minuten Rückstand auf Rang zwei.

„Ein gelungener Test für die WM. Dabei hatte ich in der Früh Motorprobleme, erst am Nachmittag lief es richtig rund. Ich bin happy!“ Eine Minute hinter dem WM-Teilnehmer dann der beste einheimische Fahrer: Der Niederösterreicher Markus Benes (Mitsubishi Lancer Evo VI) rettete trotz Turbo-Problemen die österreichische Rallye-Ehre im Duell mit den internationalen Gästen. „Ich denke, wir haben bewiesen, daß wir eine bessere Startnummer als die 18 verdient haben. Einfach toll, daß wir mit so mit der Spitze mitfahren konnten“

Nicht minder sensationell der Viertplatzierte Martin Simmer, der bei seinem Mitsubishi-Debüt (Evo IX) bis vor der letzten Sonderprüfung auf dem dritten Platz lag, dann leider noch auf Rang vier „abrutschte“: „Für den ersten Evo-Einsatz ist das trotzdem einfach perfekt, wir sind total zufrieden!“

Der Bruder des Viertplatzierten, Johannes Simmer, holte sich neben dem fünften Gesamtrang auch den Sieg im ersten Lauf zur Austrian Rallye Challenge („Jetzt geh’ ich auf Sponsorensuche, ich würde gerne die ganze Saison bestreiten…“). Verfolgt wurde er von Sascha Plöderl (Mitsubishi Lancer Evo III), dem ehemaligen Rundstreckenspezialisten, der hier mehr als nur eine Talentprobe abgelegt hat.

Auf den Plätzen sieben und acht der Deutsche Manfred Seidel (Subaru Impreza) bzw. der Italiener Diego Brazzale, bevor auf einem tollen neunten Rang der Diesel-Sieger Hannes Danzinger einlief, der sich Roland Frisch (Toyota Celica), den dritten der ARC-Wertung, vom Leib halten konnte.

Endstand nach 10 Sonderprüfungen (inoffiziell):

1. Antonio MARCHIORO/Marco MARCHETTI (I/I), Mitsubishi Evo IX, 1:06:11,9 Stunden
2. Aaron BURKART/Timo GOTTSCHALK, Citroen C2 Super 1600, + 1:43,2 Min.
3. Markus BENES/Norbert WANNENMACHER, Mitsubishi EVO VI, + 2:53,0
4. Martin SIMMER/Hannes WAGNER, Mitsubishi EVO IX, + 2:59,7
5. Johannes SIMMER/Michael SIMMER, Mazda 323 GTR, + 4:40,6
6. Sascha PLÖDERL/Daniela BAYER, Mitsubishi EVO III, + 4:45,5
7. Manfred SEIDL/Günter HAIN, Subaru Impreza, + 5:09,9
8. Diego BRAZZALE/Paolo PISANI, Mitsubishi EVO VI, + 5:14,5
9. Hannes DANZINGER/Pia-Maria SCHIRNHOFER, VW Golf V, + 6:08,4
10. Roland FRISCH/Andreas STEUER, Toyota Celica, + 6:16,8

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Triestingtal-Rallye

Weitere Artikel:

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erinnert sich an die Akropolis Rallye 1976 und stellt Rudi Stohl die Frage: „1976 oder 2026?“

WRC, Rallye Akropolis: Nach Tag 3 (SP13)

Showdown am Sonntag: Ogier jagt Neuville!

Dramatische Rallye Akropolis mit vielen Reifenschäden: Nach zwei Etappen führt Neuville knapp vor Ogier. Keferböck schon früh technisch angeschlagen - doch die Zielankunft würde sich lohnen…

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

WRC, Akropolis: Bericht K4

Immer noch in Führung!

Das große Abenteuer Akropolis Rallye: Zwar mussten Johannes Keferböck und Ilka Minor nach einem Defekt am Freitagmorgen ihre sportlichen Ambitionen früh hintan stellen - doch mit einer Zielankunft konnte die Führung im WRC Masters Cup behalten werden. Jetzt geht es nach Estland…

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.