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ARC: Herbstrallye Leiben

Sekundenkrimi in Leiben

Philipp Lietz und Franz Sonnleitner liefern sich bei der Herbstrallye Leiben ein Sekundenduell an der Spitze des ARC-Feldes.

Foto: Harald Illmer

Wie schon im Vorjahr geht es bei der Remus Herbstrallye Leiben um jede Sekunde. An der Spitze, und damit auch im Kampf um den Tagessieg in der Kategorie Allrad, tobt ein elektrisierendes Duell zwischen Vorjahressieger Franz Sonnleitner und Philipp Lietz.

Auf der SP 3 „Braunegg“ fuhr wie schon am Morgen Lietz die schnellste Zeit, auf der Artstetten“-Prüfung war dann wieder Sonnleitner einen Tick schneller unterwegs. Vor dem Mittagsservice führt Sonnleitner winzige 4,4 Sekunden vor Lietz.

Für den Nachmittag versprechen die beiden eine Fortsetzung des Duells. Sonnleitner: „Langsam finde ich meinen Speed wieder. Es ist noch was da, wir können uns noch steigern!“ Und Lietz: „Ich habe mich schon besser ans Auto gewöhnt, die Nachmittagsprüfungen sollten uns entgegenkommen – es lässt keiner nach, aber so soll es sein, das ist Rallye!“

Als Gesamt-Dritter (Rückstand 56,7 Sekunden) führt Michael Kogler überlegen in der Kategorie 2wd und auch in der Wertung der Austrian Rallye Challenge (eingeschriebene Piloten). Kogler freundet sich weiterhin mit dem für ihn neuen Citroen DS3 R3 an: „Wir hatten einen heftigen Verbemser dabei, wir tasten uns ans Limit heran.“

In der Kategorie 2wd belegt Opel Corsa Cup-Leader Daniel Wollinger als Gesamt-Achter den zweiten Platz vor Christoph Leitgeb, der bedauerte: „Wir sind auf SP 2 hinter Rene Rieder nach dessen Einschlag ins Brückengeländer festgehangen, das hat uns sicher zehn Sekunden gekostet.“

22,9 Sekunden hinter Michael Kogler belegt Gerhard Rigler den vierten Gesamtrang sowie Platz zwei der ARC. Auch Patrick Breitender hat bei dem erwähnten Brückengeländer Zeit verloren, belegt aber weiterhin Platz fünf vor Roman Mühlberger und Markus Moufang.

Im Kampf um den Tagessieg in der Kategorie Historisch führt Jürgen Aigner im pechschwarzen Porsche 944 Turbo (siehe Foto), der das gar nicht glauben konnte: „Das ist unerwartet gut, denn ich bin seit der Leiben-Rallye im Vorjahr nicht mehr gefahren.“ Platz zwei belegt Kurt Göttlicher im Ford Sierra Cosworth, der offen zugab: „Wir waren gleich zweimal neben der Strecke – einmal hatten wir richtig Glück, dass da kein Baum gestanden ist. Das war dermaßen heftig – das hat mir ein bisschen die Schneid genommen.“ Der drittplatzierte Willi Rabl wiederum ärgerte sich über Motoraussetzer an seinem Porsche 911 SC 3.0.

Die Liste der Ausfälle stieg bereits auf 13 an: Kurios ist der Ausritt von Manfred Meindl, der mit seinem Citroen Saxo auf einem Misthaufen landete…

Für einen spannenden und unterhaltsamen Nachmittag garantiert auch das Kaiserwetter, welches die Protagonisten der Remus Herbstrallye Leiben begleitet – vier weitere Sonderprüfungen stehen auf dem Programm.

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