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ARC: Zwettl-Rallye

RC Perg mit gemischten Ergebnissen

Am 14.5. fand im Raum Zwettl der zweite ARC-Lauf 2016 statt. Der Rallye Club Perg war mit sechs Teams und zwei Co-Piloten vertreten.

Fotos: Marco Mayrhofer, rallye-impressions.at

Die Ergebnisse waren gemischt – vom Klassensieg bis zur unvermittelten Heimreise schon vor der Rallye war alles dabei. Die Liste der Ausfälle war diesmal leider länger als jene der Zielankünfte.

Mit einer fast problemlosen Rallye steuert RCP-Starter Alfred Glaser seinen wunderschönen Lancia Delta Integrale auf den starken 17. Gesamtplatz. Nach einigen Rallyes mit technischen Problemen wurde es auch Zeit, dass das Auto einmal hält – und das hat es. Lediglich ein Problem an der Lenkung, welches im langen Mittagsservice jedoch behoben werden konnte, ließ Glaser kurz zittern, ansonsten lief bei seiner Heimrallye alles zugunsten des Zwettlers. "Endlich hat die Technik gehalten – darauf können wir aufbauen. Jetzt fehlen nur noch ein paar PS, die wir rauskitzeln müssen, dann sollten auch noch bessere Platzierungen möglich sein", resümierte Glaser erleichtert.

Das RCP-Duo Oskar und Martin Mai zündete in Zwettl seinen Opel Manta. Mit der Startnummer 1 bei den historischen Fahrzeugen gingen die beiden als erste ins Rennen und begeisterten die zahlreichen Fans, die bei bestem Wetter an die Sonderprüfungen gepilgert waren, mit gewagten Drifts und spektakulärer Fahrweise. Das Ziel erreichten sie als Klassensieger auf dem 38. Gesamtplatz.

Überraschend gut ist es für den RCP-Co-Piloten Peter Medinger gelaufen. Er unterstützte mit seiner Erfahrung den Neuling Steven Schierlinger bei dessen erster Rallye. Nach recht kurzer Eingewöhnungsphase fand man den Mitsubishi Evo 3 schon ab der dritten Sonderprüfung bei den einzelnen SP-Zeiten ausschließlich unter den Top 20. Neben zwei kleinen Ausrutschern an schwierigen Stellen gab es auf der letzten Sonderprüfung kurz vor dem Ziel noch ein Aha-Erlebnis.

In einer schnellen Linkskurve brach das Heck des Mitsubishi aus, der Wagen rutschte einige Meter im rechten Winkel zur Straße. Mit etwas Glück drehte sich das Fahrzeug wieder zurück und blieb in Fahrtrichtung stehen. Es musste lediglich neu gestartet und weitergefahren werden. Mit dem 15. Gesamtplatz bei seinem Debüt überrascht Schierlinger alle und erntete dabei auch großes Lob von seinem RCP-Co Medinger: "SP 1 und 2 waren zur Gewöhnung ans Gerät, ab SP 3 war das schon richtig Rallyefahren. Hut ab vor dieser Leistung."

Knapp dahinter, auf dem 19. Gesamtplatz, kam die RCP-Co-Pilotin Ursula Mayrhofer ins Ziel. Auch sie unterstützte mit ihrer Erfahrung einen Neuling. Der als Rallyefotograf bekannte Waldviertler Matthias Österreicher mietete sich bei Wurmbrand Racing einen Citroën DS3 R3T für seine Quasiheimrallye. Für ihn war es erst die zweite Rallye; alles lief sehr gut, man konnte sich von Sonderprüfung zu Sonderprüfung steigern.

Lediglich bei einem engen Spitzabzweig auf der letzten Sonderprüfung blieb der Citroën im herausgefahrenen Dreck hängen, und man verlor ein paar Sekunden. Großes Lob vom Fahrer gab es einerseits fürs Team, vor allem aber für die Co-Pilotin, die Österreicher immer wieder motivierte und mit ihrer Erfahrung und Fahrzeugkenntnis stets nützliche Tipps parat hatte. Die Krönung des Erfolgs war der hervorragende dritte Platz in der Klassenwertung.

Über lange Strecken recht gut verlaufen ist die Rallye auch für das Rigler Racing Team: Gerald Rigler und sein Co Martin Roßgatterer kämpften von Anfang an um die Gesamtführung und konnten den Führenden Martin Fischerlehner immer wieder unter Druck setzen. So ganz herankämpfen konnten sich die Peugeot-207-S2000-Piloten jedoch nicht, weshalb sie im letzten Service einen Reifenpoker wagten.

Einsetzender Regen im Service veranlasste einige Starter auf Regenreifen oder Intermediates zu setzen. Rigler lag mit der Wahl von Slicks jedoch goldrichtig, da der Regen die beiden letzten Sonderprüfungen nicht erreichte. Auf der folgenden, vorletzten Prüfung wurde bei einem relativ unspektakulären Vorfall die Radaufhängung jedoch so stark beschädigt, dass der Peugeot abgestellt werden musste.

Auch der zweite Starter des Rigler Racing Teams, Thomas Werner, hatte kein Glück. Er und sein Co-Pilot Andreas Thauerböck waren mit ihrem Mitsubishi Evo 2 den Bedingungen entsprechend bereits ab der dritten Sonderprüfung auf Slicks unterwegs. Die Reifenwahl an sich war gut, Werner wurde jedoch auf der fünften SP von einer Wasserlache überrascht, weil von einer Wiese aus Wasser über die Straße floss, rutschte von der Strecke und touchierte dabei einen größeren Stein sowie einen A-Masten. Die Fahrt konnte nach einiger Zeit zwar fortgesetzt werden, der Zeitverlust war jedoch so groß, dass man sich au dem letzten Platz der Gesamtwertung wiederfand. Deshalb, und weil das Fahrzeug doch erheblich beschädigt war, entschied man sich zur Aufgabe.

Noch weniger Glück hatte das für den Rallye Club Perg startende GF Racing Team. Christian Gassner und sein Co-Pilot Thomas Fitzinger verloren schon auf der ersten Sonderprüfung bei einer etwas zu eng angefahrenen Schikane einen Rückspiegel, was noch unter "Verschleiß" verbucht werden konnte. Auf der zweiten SP ereilte den Ford Fiesta ST dann ein Reifenschaden, der bereits erheblichen Zeitverlust mit sich brachte.

Nach dem Motto "Aufgegeben wird nur ein Brief" wurde die Rallye mit etwas Wut im Bauch, aber auch voller Motivation fortgesetzt. Schon in der zweiten Kurve der dritten Sonderprüfung folgte dann aber das endgültige Aus: Auf der Innenseite der Kurve ragte ein nur schwer ersichtlicher Granitbrocken aus dem Boden, der überfahren wurde. Dabei wurde die ganze Aufhängung so stark verbogen, dass der Fiesta, nachdem er noch über die Sonderprüfung gerettet wurde, abgestellt werden musste.

Schon vorbei bevor es losging war es für das Rohrbacher RCP-Team Herbert Winkler und Christian Haas. Bei der technischen Abnahme wurden die beiden auf eine kürzlich eingeführte Neuerung im Reglement der Klasse "M1" hingewiesen, welche den Beiden, wie vielen anderen auch, leider noch nicht bekannt war. Dadurch wurde der Porsche 968 nicht zum Start zugelassen; man musste das Fahrzeug enttäuscht verladen und die Heimreise antreten.

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