RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Rallye St. Veit

Gruber/Kollmann: Einsatz ist alles

Auch wenn ihm bergauf ein wenig Kraft fehlte, zog Martin Gruber über seinen Start im Umland von Sankt Veit ein zufriedenes Resümee.

Foto: Philip Brunner

Auch wenn es ihnen bergauf ein wenig an Kraft unter der Motorhaube fehlte, und ihnen das Kärntner Geläuf noch nicht ganz so geläufig war, zogen Martin Gruber und Eva Kollmann ein sehr zufriedenes Resümee über ihren Start im Umland von St. Veit. Der Lada 2107 blieb ganz, weiteren Rallyeabenteuern steht somit nichts im Wege.

Ihren Entschluss, sich beim dritten ARC-Lauf des Jahres zu beteiligen, haben Martin Gruber und Eva Kollmann keinesfalls bereut. Sie waren mit großem Eifer bei der Sache, wenngleich auch nicht mit dem Messer zwischen den Zähnen, was ihnen sicherlich einige unangenehme Erfahrungen erspart hat. Stattdessen nahmen sie einige erfreuliche Erkenntnisse und Eindrücke von der Rallye St. Veit mit nach Hause, ebenso wertvolle Punkte für die ARC und die ARCH für historische Fahrzeuge.

In der Tat fanden Gruber und Kollmann die Prüfungen des Kärntner Challenge-Laufs sehr anspruchsvoll, aber auch gefällig. Vor allem auf den ersten beiden Prüfungen, die über Rastenfeld führten, machte sich die PS-Unterlegenheit des Lada 2107 bemerkbar. Dank ihres vorbildlichen Einsatzes schafften sie es dennoch, sich eine günstige Ausgangsposition fürs Finale der Rallye zu verschaffen. Auf der langen Prüfung Schaumboden schließlich war es die fehlende Erfahrung mit dem Wagen auf Schotter, die das Waldviertler Lada-Team ein wenig bremste. Dennoch gelang es Gruber und Kollmann mit zwei fünftbesten ARCH-Zeiten einige Plätze zu gewinnen – an sich schon ein sehr toller Erfolg.

Ihre absolute Glanzleistung bei der Kärntner Veranstaltung schafften sie aber in St. Veit selbst, wo der alte Rallycrossring den Abschluss bildete. Auf dem nunmehr völlig ebenen Gelände, wo die PS-Leistung nicht so ausschlaggebend war, wurden Gruber und Kollmann als zweitschnellstes Team der ARCH, der Sonderwertung der ARC für historische Rallyefahrzeuge, gestoppt. Auch die zunehmend bessere Routine im Umgang mit dem heckgetriebenen Lada war wohl entscheidend – und noch einmal konnte ein Platz bei den Historischen gewonnen werden: Letztlich wurde es Rang fünf unter allen ARCH-Teilnehmern.

Martin Gruber hat bereits sein Interesse bekundet, bei der Sankt-Veit-Rallye des kommenden Jahres wieder als Teilnehmer dabei zu sein, wobei auch die tolle Stimmung bei den Zusehern und die professionelle Organisation gewichtige Motive abgeben. Sein spezieller Dank gilt seinen Mechanikern und Förderern und ganz besonders seiner Co-Pilotin, die ihn wieder prächtig unterstützt hat.

Aus momentaner Sicht ist eine Fortsetzung der rasanten Aktivitäten von Martin Gruber bei der Mühlstein-Rallye sehr wahrscheinlich, zumal der Kurs in der laufenden ARC- und ARCH-Saison trotz eines Ausfalles sehr vielversprechend verläuft. Das momentane Zwischenergebnis ist gut, aber noch ausbaufähig; die Gelegenheit erscheint günstig.

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Rallye St. Veit

- special features -

Weitere Artikel:

ERC, Rom: Vorschau Opel Junior Team

Junioren gehen als Mitfavoriten in die Hitzeschlacht

Zweiter Lauf der Rallye-Junior-Europameisterschaft 2026 bei der Rally di Roma Capitale. Doppelführung für das ADAC Opel Rally Junior Team mit Timo Schulz und Tom Heindrichs. Claire Schönborn möchte vor historischer Kulisse das Momentum aus den Vogesen nutzen.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen

WRC, Akropolis: Bericht K4

Immer noch in Führung!

Das große Abenteuer Akropolis Rallye: Zwar mussten Johannes Keferböck und Ilka Minor nach einem Defekt am Freitagmorgen ihre sportlichen Ambitionen früh hintan stellen - doch mit einer Zielankunft konnte die Führung im WRC Masters Cup behalten werden. Jetzt geht es nach Estland…