RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-Challenge: Mühlviertel-Rallye

Williger Geist, schwache Bremse

Diese Rallye wird wohl nicht als Glanzlicht in die Geschichte der Karriere von Markus Benes eingehen.

Nachdem er bei der Triestingtal-Rallye schon ein durchwachsenes Wochenende erlebt hatte, erlebte er auch im Mühlviertel unmäßigen technischen Ärger. Wobei immerhin für Abwechslung gesorgt war.

In Niederösterreich war es vornehmlich die Schaltung, die ihm Schwierigkeiten gemacht hatte, in Oberösterreich teilte er das Schicksal von Franz Kohlhofer in einer noch extremeren Version: Die Bremse, eine der größten konstruktionsbedingten Schwachstellen des auf Schnee und Schotter hervorragend zu fahrenden Mazda 323, zeigte sich auf dem trockenen Asphalt als hoffnungslos überlastet. Besonders schlimm war das auf Abschnitten, wo auf schnelle Geraden scharfe Ecken folgten.

Aus solchen Abschnitten bestand vor allem der Rundkurs. Zuerst war die Angriffslust noch groß, als Markus während des ersten Durchlaufs den eine Runde vor ihm gestarteten Bernhard Jahn vor sich sah und mit Freude feststellte, dass der Abstand zu diesem nicht größer wurde.

Doch ungefähr in der Mitte der SP zeigten die Bremsen bereits deutliche Anzeichen, ihre Wirkung zu verlieren. Bis zwei Wertungsprüfungen vor Schluss konnte diese nicht wieder hergestellt werden, trotz intensiver Bemühungen am Service, sodass Markus meist durch Runterschalten verzögern musste und nur bei wirklich harten Bremsungen die Fußbremse zu Hilfe nahm, die sich wie eine Luftpumpe anfühlte.

Auf den letzten beiden Prüfungen, jeweils auf der anspruchsvollen Strecke Klam-Münzbach-Arbing, ging es dann auf einmal wieder. Die Luft war nun raus aus den Bremsleitungen - aber auch aus der Rallye.

Da sie im Klassement weit zurück lagen, vor allem aufgrund der Strafzeit durch das verlängerte Service, die gute zehn Plätze gekostet hat, entschieden sich Markus Benes und Norbert Wannenmacher dazu, den Rest der Rallye für das zu nützen, was sie ohnehin geplant hatten:

Als Fahrwerks-Einstellungs-Test, um bei der Ina-Croatia-Rallye optimal vorbereitet zu sein. So gesehen ist es auch ein wenig als Glück zu sehen, dass der Fehler an den Bremsen schon beim Probelauf aufgetreten ist - und nicht erst dort, wo man so richtig unbeschwert Gas geben möchte. Denn: „Am Schluss habe ich gemerkt, dass es so richtig schön ist, wenn man den Gang ausdrehen kann und weiß, man kann dann auch sicher bremsen."

Wollen wir dem Markus wünschen, dass er dieses Gefühl auch in Kroatien genießen kann. Wenn möglich, in voller Länge.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-Challenge: Mühlviertel-Rallye

Weitere Artikel:

Die FIA macht ernst: Mit einem Testlauf im Juni rückt die WRC-Rückkehr in die USA näher - Das Ziel für das erste offizielle Event ist nun das Jahr 2027

ARC Rallye Triestingtal: Kompakter Zeitplan

Kompakte Eintages-Rallye als ARC-Opener

Neun Sonderprüfungen in einem kompakten Zeitplan warten auf die Teams der ARC Rallye Triestingtal (27. & 28. Februar). Die Fans können sich auf sechs attraktive Zuschauerpunkte freuen…

"Motivation, es zu versuchen"

Ogier greift nach zehntem WRC-Titel

Wird Sebastien Ogier ernsthaft um seinen zehnten Titel in der Rallye-WM kämpfen? Vor Beginn der "Monte" rechnet der Toyota-Fahrer mit herausfordernder Saison

"Ouninpohja" gilt als Herzstück der Rallye Finnland: 2026 verschwindet die Kultprüfung aus dem Streckenplan - trotz gefeiertem Comeback nur zwei Jahre zuvor

WRC Monte-Carlo: Tag 2 (SP9)

Ogier verkürzt Rückstand

Im Duell um P2 hinter Spitzenreiter Oliver Solberg macht "Monte"-Rekordsieger Sebastien Ogier weiter Boden gut - Thierry Neuville hängt kurzzeitig fest. Keferböck/Minor führen weiterhin bei den Masters.