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ORM: Weiz-Rallye

Hitze als "Kraftnahrung" für Gewitter

Aufgrund der angesagten hochsommerlichen Temperaturen könnte in Weiz besonders der Samstag nasse Überraschungen auf Lager haben.

Fotos: Flat-out Media Agency; Harald Illmer

Noch zwei Tage bleiben den besten Rallyepiloten des Landes rund um den steirischen Spitzenreiter Niki Mayr-Melnhof, bis es beim fünften Staatsmeisterschaftslauf der Saison am Freitag und am Samstag wieder um wichtige Punkte in der Titeljagd geht. Gerade die nun anstehende Weiz-Rallye ist es, die alle Teilnehmer reflexartig den Blick nach oben werfen lässt, denn wohl an keinem anderen Austragungsort des heimischen Rallyesports ist das Wetter unberechenbarer als in der Oststeiermark. Wenn es dort heiß ist, scheint es nirgendwo heißer zu sein; wenn ein Gewitter aufzieht, scheint es nirgendwo schneller aufzuziehen bzw. nirgendwo finsterer zu werden – und von den Wassermassen, die der Himmel innerhalb kürzester Zeit runterdonnern zu lassen imstande ist, weiß die hochwassergeschädigte Bevölkerung ein Klagelied anzustimmen.

Wenn man die Prognosen der diversen "Wetterfrösche" verfolgt, muss man auch heuer zum Schluss kommen, dass eine gewisse Labilität die Stabilität übertrumpfen könnte. Zwar ist für die am Donnerstag ab 19 Uhr in der Weizer Europa-Allee stattfindende Erüffnungsfeier noch herrliches Sommerwetter angesagt, das sogar noch bis zum Ende des ersten Rallyetages anhalten könnte, doch der entscheidende Samstag sollte von den Teams nach derzeitigem Wissensstand mit Vorsicht genossen werden. Dann könnte die noch immer vorherrschende Hitze Auslöser zum Teil mächtiger Gewitter sein – und was das heißt, davon kann zum Beispiel ein heuriger Topfavorit wie Hermann Neubauer einiges erzählen.

Zu seiner Erinnerung, die er sicherlich gar nicht braucht, ein Auszug aus dem offiziellen Endbericht der Weiz-Rallye: "Ein schweres Unwetter begleitete die Piloten in die vorletzte Prüfung Thannhausen, und schon das erste Auto wurde Opfer der sintflutartigen Bedingungen. Unglaublich, aber wahr – es war Hermann Neubauers Ford Fiesta, der infolge Aquaplanings an einem Baum landete und somit Raimund Baumschlager, der die Bedingungen im wahrsten Sinn des Wortes meisterte, trotz vorherigem 1:13-Minuten-Rückstand noch den Sieg bescherte."

Einer, dem das Wetter heuer freilich egal sein wird, ist der Oberösterreicher Gerhard Aigner: Der Meisterschaftszweite musste schweren Herzens seinen Start in Weiz absagen, weil sein bei der Schneebergland-Rallye beschädigter Ford Fiesta WRC trotz aller Bemühungen nicht rechtzeitig einsatzfähig wird.

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