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ORM: Weiz-Rallye

Rallye Club Perg in Weiz vorne dabei

Die Weiz-Rallye feierte ihr zehnjähriges Jubiläum und empfing ihre Teilnehmer mit bestem Wetter, was sich am Samstag ändern sollte.

Fotos: Harald Illmer

Es gab - inzwischen typisch für diese Rallye - ein heftiges Unwetter. Die RCP-Starter konnten dem zum Großteil trotzen und blicken zufrieden auf die Veranstaltung zurück:

Mit einer Topleistung zeigte Gerald Rigler mit seinem Ford Fiesta R5 erneut, dass er inzwischen ganz weit vorne mitspielt. In Weiz hatte er viele gleichwertige Fahrzeuge mit starker Besatzung als Gegner und konnte dennoch fast ausschließlich Top-5- und sogar ein paar drittschnellste Zeiten fahren. Durch einen Zwischenfall auf der letzten Sonderprüfung des ersten Tages und einem damit zusammenhängenden Protest eines Mitstreiters wurde Rigler und seinem Co-Pioten Martin Rossgatterer eine Strafzeit von einer Minute aufgebrummt, dennoch schafften die Beiden Platz fünf in der Gesamtwertung. Ohne Zeitstrafe wäre man sogar auf dem vierten Gesamtrang gelandet. "Es war eine super Rallye mit echt anspruchsvollen Sonderprüfungen. Wir haben ordentlich gepusht und sind mit dem Ergebnis voll zufrieden. Dass man Rallyes auf der Strecke gewinnt, nicht am Papier, haben wir gezeigt, indem wir auch mit der Strafzeit noch vor dem Kollegen, der den Protest eingereicht hat, liegen. Das versüßt uns diese eher unangenehme Situation natürlich", berichtete Rigler.

Ein Opfer des apokalyptischen Unwetters wurde das RCP-Team Franz Panhofer und Richard Gollatsch. Auch diese Beiden haben eine sehr starke Rallye absolviert und sind mit ihrem historischen Toyota Corolla immer wieder vor vielen modernen und weitaus stärkeren Fahrzeugen in der Ergebnisliste gestanden. Bei der Anfahrt zur Sonderprüfung zwölf kam jedoch das Unwetter mit starkem Regen und sogar etwas Hagel, wodurch jener Streckenteil, der auf einer Forststraße durch den Wald führte, kaum noch passierbar war. Letztich haben die Wassermassen, die auch in den Motorraum eingedrungen sind, einen Defekt an der Fahrzeugelektronik ausgelöst, und das Auto sprang einfach nicht mehr an.

Nach einem beachtlichen Start in die Rallye schien es für das neu formierte Duo Michael Denk und RC-Perg-Co-Pilot Peter Medinger auf der vierten Sonderprüfung, als wäre die Rallye schon wieder vorbei. Nachdem sie drei sehr gute SP-Zeiten abgeliefert hatten, wurde ihnen eine tückische Kurvenkombination, in der bereits bei der ersten Durchfahrt ein Mitsubishi Evo VII am Dach landete, zum Verhängnis. Mit etwas zu viel Geschwindigkeit rutschte der Mitsubishi Evo VIII der Beiden geradeaus in eine Böschung, wobei das Traggelenk so sehr verbogen wurde, dass eine Weiterfahrt unmöglich war. Durch den vorbildlichen Einsatz der Mechaniker von Race Rent Austria wurde das Auto aber wieder fit gemacht, und die beiden Riesen - gemeinsam kommen sie auf knapp vier Meter Körpergröße - konnten am Samstag wieder starten. Am Vormittag war man noch etwas schaumgebremst unterwegs, auch um das Fahrzeug einer Funktionsprüfung zu unterziehen, am Nachmittag konnte man dann wieder an die guten Leistungen vom Freitag anschließen. "Der Ausrutscher ist blöd hergegangen. Zum Glück hat's schlimmer ausgesehen als es war, und wir konnten wieder starten. Wir hatten bei unserem ersten gemeinsamen Einsatz Riesenspaß, und die Zusammenarbeit im Cockpit war vom ersten Meter an perfekt", berichtete Medinger. Zum Schluss hat immerhin noch der 35. Gesamtplatz herausgeschaut.

Ebenso erstmals gemeinsam am Start waren Dominik Kiesenhofer und der RCP-Co-Pilot Dominik Tauböck. Auch sie hatten schon das Aus vor Augen, als sie auf der zweiten Sonderprüfung von der Strecke rutschten. Sie konnten sich wieder befreien, jedoch wurde das Fahrverhalten des Suzuki Swift Sport durch jede Menge Erde in einer Felge doch recht negativ beeinflusst, sodass man dachte, es gäbe einen größeren Schaden. Dieser blieb aber glücklicherweise aus, und die Rallye konnte ohne weitere Probleme fertig gefahren werden. In Anbetracht der Umstände waren auch die Beiden mit ihrem 50. Gesamtplatz durchaus zufrieden.

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