RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Grönholm hatte keine Chance

Loeb, Grönholm, Hirvonen - so lautet auch am Ende der 2. Etappe die Reihenfolge. Dahinter tauschten Sordo und H. Solberg die Plätze. Stohl 8.

Michael Noir Trawniczek

Am Morgen hat sich Ford-Werkspilot Marcus Grönholm ganz fest vorgenommen, jene 22,4 Sekunden, die ihm zu diesem Zeitpunkt auf den Führenden Sébastien Loeb gefehlt haben, aufzuholen. In der Folge belegten Loeb und Grönholm auf sämtlichen Prüfungen die Plätze eins und zwei, in wechselnder Reihenfolge. Und es lief einmal mehr nicht im Sinne des 39-jährigen Finnen.

Auf der ersten Prüfung des Tages verlor Grönholm 2,3 Sekunden auf Loeb, auf der nächsten 4,3 - und dann passierte folgendes: "Ich bemerkte, dass mein Ersatzrad sich aus der Verankerung im Heck des Fahrzeugs gelöst hatte, zugleich hatte ich hinten einen Reifenschaden. Aus diesem Grund musste ich die letzte Prüfung des Vormittags vorsichtiger fahren, um sicherzustellen, dass wir mit vier Rädern ins Mittagsservice kommen." Und so verlor Grönholm auf SP 9 gleich 12,5 Sekunden auf Loeb, der alle drei Prüfungen des Vormittags mit Bestzeit abschloss. Vor dem Mittagsservice lag Loeb bereits 41,5 Sekunden voran.

Die erste Prüfung nach dem Mittagsservice konnte dann Grönholm mit Bestzeit beenden, allerdings konnte er nur 1,6 Sekunden auf Loeb gutmachen. Die nächste Prüfung ging dann wieder an Loeb, der um 0,8 Sekunden schneller als Grönholm war. Auf der letzten Prüfung des Tages war dann wieder Grönholm der Schnellste, Loeb verlor 4,2 Sekunden.

In der Gesamtwertung führt Loeb nun 36,5 Sekunden vor Grönholm. "Loeb weiß, dass ich mir schwer tue, ihn einzuholen, wenn er mehr als zwanzig Sekunden vor mir liegt und er die Rallye kontrollieren kann", sagt Grönholm, der sich wohl mit dem zweiten Platz begnügen muss, da am Sonntagvormittag nur noch etwas mehr als 50 Wertungskilometer auf dem Programm stehen.

Hirvonen einsamer Dritter

Wie so oft belegt Mikko Hirvonen im zweiten Werks-Ford einen einsamen dritten Rang - sein Rückstand auf seinen Teamkollegen beträgt bereits 1,5 Minuten, der Vierte liegt rund 50 Sekunden hinter ihm.

Bis zur letzten Prüfung konnte diesen vierten Rang Stobart Ford-Pilot Henning Solberg behaupten, doch auf der letzten Prüfung konnte der Norweger nur die zehnte Zeit fahren, mit einem Rückstand von satten 29 Sekunden - so konnte Dani Sordo im zweiten Werks-Citroen den vierten Platz erobern, allerdings liegt Solberg nur 10,2 Sekunden hinter dem Spanier.

29,9 Sekunden hinter seinem Bruder Henning liegt Petter Solberg auf dem sechsten Rang, er weist über zwei Minuten Vorsprung auf den Siebenten, Mitsubishi-Pilot Toni Gardemeister auf.

Stohl auch mit einem WM-Punkt zufrieden

Manfred Stohl konnte den Rückstand auf Gardemeister von 31,6 auf 23,3 Sekunden verkürzen, doch der Wiener wollte auch kein zu großes Risiko eingehen. In der Mittagspause erklärte der Kronos-Pilot: "Wir haben erstmals ein wirklich gutes Gefühl im Auto. Für die Zukunft ist es enorm wichtig, dass wir wieder Vertrauen in das Xsara WRC gewinnen. Wenn wir jetzt volles Risiko nehmen und von der Straße fliegen, würden wir das gefährden. Nach hinten dürfte nichts passieren. Da ist der Vorsprung schon sehr groß. Und auch einen WM-Punkt nehmen wir sehr gerne mit nach Hause."

Unter SupeRallye sind Stobart Ford-Pilot Jari-Matti Latvala und Subaru-Werkspilot Chris Atkinson wieder an den Start gegangen. Latvala glänzte mit guten Zeiten, fuhr auf der letzten Prüfung die drittschnellste Zeit und konnte sich auf Rang zehn vorarbeiten - doch Punkte für die Fahrer-WM sind nur dann möglich, wenn zwei Fahrer vor ihm ausfallen sollten. Das Gleiche gilt für Atkinson, der nun auf Platz elf rangiert.

Am Sonntagvormittag gilt es noch zweimal drei ziemlich kurze Prüfungen zu absolvieren, die erste, mit Namen "S. Giovanni", wird um 7.55 Uhr bestritten.

Stand nach der 2. Etappe

 1.  Loeb            Citroen       3:12:45.6
 2.  Grönholm        Ford          +    36.5
 3.  Hirvonen        Ford          +  1:30.2
 4.  Sordo           Citroen       +  2:22.4
 5.  Solberg         Ford          +  2:32.7
 6.  Solberg         Subaru        +  3:02.6
 7.  Gardemeister    Mitsubishi    +  5:21.5
 8.  Stohl           Citroen       +  5:44.8
 9.  Hänninen        Mitsubishi    +  9:43.3
10.  Latvala         Ford          + 12:15.8

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Sardinien

- special features -

Weitere Artikel:

Jännerrallye: Bericht Knobloch

ORM2-Podium bei der "Jänner" für Knobloch

Das steirisch/oberösterreichische Duo Günther Knobloch und Erik Fürst erreichte im Clio Rally3 das im Vorfeld gesteckte Ziel – das ORM2-Podium bei Auftakt zur TEC7 ORM 2026 im Rahmen der „Jänner“.

Nach einem durchwachsenen Jahr zeigt Hyundai nun den überarbeiteten i20 N Rally1- das Auto soll standfester und schneller sein - Ziel sind alle drei WM-Titel

M-Sport: Neuer Look, neues Duo

M-Sport präsentiert den Puma Rally1

M-Sport startet mit neuem Look in die WRC-Saison 2026 - Der Ford Puma Rally1 zeigt frische Farben und ein irisches Fahrerduo - In Monte Carlo geht es los

Motorräder: Irres Dakar-Finale

Brabec verliert Sieg - Benavides triumphiert

Dakar-Thriller bis zur Ziellinie - Ricky Brabec verliert nach einem Navigationsfehler den sicher geglaubten Sieg - Luciano Benavides jubelt mit minimalem Vorsprung

Nasser Al-Attiyah gewinnt die zwölfte Etappe und steht vor dem Gesamtsieg - Duell Ekström gegen Loeb um Platz drei - Ricky Brabec führt bei den Motorrädern

Schnee-Chaos stoppt Vorbereitung

Hyundai muss Neuville-Test abbrechen

Heftige Schneefälle stoppten den WRC-Test von Thierry Neuville in Frankreich: Selbst Schneepflüge halfen nicht, doch die FIA gewährt Hyundai einen Nachholtermin