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WRC: Polen-Rallye

Hyundai überraschend schnell

Sebastien Ogier führt mit mehr als einer Minute Vorsprung auf Andreas Mikkelsen und Thierry Neuville, Solberg/Minor auf Platz acht.

Weltmeister schlägt Youngster: Volkswagen hat am zweiten Tag der Rallye Polen das Tempo deutlich bestimmt. Die Titelverteidiger Sebastien Ogier/Julien Ingrassia entschieden mit dem Polo R WRC fünf der zehn Sonderprüfungen am Rallye-Samstag für sich.

Ihre teaminternen Herausforderer Andreas Mikkelsen/Ola Flöne beeindruckten mit zwei Bestzeiten, büßten allerdings insgesamt etwa eine Minute auf Ogier/Ingrassia mit kleineren Zwischenfällen ein. Sie verteidigen vor den abschließenden 49,18 Kilometern am Sonntag jedoch ihren komfortablen Vorsprung auf Platz zwei.

Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila im dritten Polo R WRC starteten am Nachmittag eine starke Aufholjagd, nachdem sie zuvor mit einem beschädigten Stoßdämpfer auf der längsten Sonderprüfung des siebten Saisonlaufs zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) viel Zeit verloren hatten. Sie rangieren als Gesamtsechster mit 25,1 Sekunden Rückstand auf Platz drei weiter in Reichweite zu einem Podiumsrang.

"Der Tag begann mit einem Schreckmoment auf einem schnellen Abschnitt während der zweiten Prüfung", berichtet Ogier. "Doch dann war es ein perfekter Tag für Julien und mich. Wir konnten unseren Vorsprung von Prüfung zu Prüfung ausbauen und haben jetzt ein gutes Polster, auch weil mein Teamkollege Andreas Mikkelsen zum Ende offensichtlich Probleme hatte."

"Noch sind aber knapp 50 Kilometer zu absolvieren. Wenn es über Nacht regnet, können die Bedingungen am Schlusstag sehr schwierig werden. Alles, was wir tun müssen, ist das Ziel ohne größere Zwischenfälle zu erreichen. Es ist wichtig, morgen früh schnell einen guten Rhythmus zu finden. Zum Glück sind wir in einer Position, wo wir nicht mehr alles riskieren müssen", sagt Ogier.

Für Verfolger Mikkelsen begann der "eigentlich gut". Der Norweger schildert im Detail: "Wir hatten gerade den minimalen Rückstand auf unseren Teamkollegen Sebastien Ogier verkürzt, als mir auf der zweiten SP des Tages ein Fehler unterlief. Auf Kopfsteinpflaster bin ich über eine Kreuzung hinausgeschossen, musste zurücksetzen und habe dabei zehn Sekunden verloren. Zwei weitere kleine Fehler haben zusätzliche Zeit gekostet."

"Von da an hatte ich meinen Rhythmus etwas verloren. Während des zweiten Durchgangs der längsten Prüfung bekamen wir Probleme mit den Bremsen und der Rückstand ist weiter gewachsen. Der Zeitunterschied auf Sebastien ist nun viel zu groß, um noch aus eigener Kraft an ihm vorbeizugehen. Er ist schließlich der Weltmeister und hat das gleiche Material. Wir wollen jetzt weiter das Tempo kontrollieren und Platz zwei absichern. Die Polen-Rallye mit einem Podestplatz abzuschließen, wäre ein großartiges Ergebnis", findet Mikkelsen.

Und was sagt Latvala zu seiner starken Aufholjagd? "Ich habe heute Nachmittag alles gegeben und attackiert, was das Zeug hält. Nachdem wir im ersten Durchgang durch den beschädigten Stoßdämpfer viel Zeit verloren hatten, gab es nur noch ein Motto: Angriff! Zwei SP-Siege sind der beste Beweis dafür, welch großartigen Job unsere Mechaniker beim Mittagsservice gemacht haben. Unser Polo R WRC lief perfekt. Wir haben nun einiges an Boden auf die vorderen Plätze gutgemacht und werden versuchen, das Tempo bis zum Ziel weiter hoch zu halten. In der Weltmeisterschaft kommt es auf jeden einzelnen Punkt an."

Volkswagen-Motorsportdirektor Jost Capito fasst den Rallye-Samstag aus Sicht des gesamten Teams zusammen: "Auf die Teamleistung unserer Mannschaft bin ich heute sehr stolz. Sebastien Ogier, Andreas Mikkelsen und Jari-Matti Latvala waren heute das Maß der Dinge. Andreas und Jari-Matti hatten heute beide leider nicht das Glück der Tüchtigen."

"Andreas hat mit kleineren Rückschlägen leider die Chance eingebüßt, weiter so bravourös um den Sieg zu kämpfen wie gestern. Auch Jari-Matti musste auf der längsten SP der Rallye mit einen Aufhängungsschaden im Kampf um einen Podestplatz zurückstecken, ist aber Dank der herausragenden Arbeit der Volkswagen-Mechaniker immer noch in Schlagdistanz zu Rang drei. Seine Aufholjagd am Nachmittag war großer Rallye-Sport. Bei allen drei ist morgen noch einmal volle Konzentration bis ins Ziel gefragt", warnt Capito.

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