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WRC: Finnland-Rallye

„Eine riesige Herausforderung“

Heuer wird in Finnland erstmals die komplette Ouninpohja-Sonderprüfung in der Gegenrichtung befahren – Jari-Matti Latvala ist begeistert.

Der dreimalige Gewinner der Rallye Finnland, Jari-Matti Latvala, geht davon aus, dass sein Heimspiel in diesem Jahr eine noch größere Herausforderung darstellen wird. Grund sind die Änderungen an der Streckenführung - unter anderem wird der Klassiker "Ouninpohja" in diesem Sommer in umgekehrter Richtung gefahren.

Die rasante Achterbahnfahrt durch Ouninpohja gehört zu den Lieblingsstrecken der Fahrer, für das aktuelle Feld ging es zuletzt aber immer nur in einer Richtung durch den 34,39 Kilometer langen Abschnitt.

Die bekannteste Wertungsprüfung der Rallye ist hauptsächlich aufgrund ihrer spektakulären und weiten Sprünge bei Fans und Fahrern beliebt. 2008 wurde knapp die Hälfte der Strecke schon einmal in entgegengesetzter Richtung absolviert.

Bei der diesjährigen Rallye Finnland vom 28. bis 31. Juli (zum WRC-Kalender) geht es aber zum ersten Mal seit dem Jahr 1994 komplett andersherum. "Das wird eine riesige Herausforderung", freut sich Latvala schon jetzt auf sein Heimspiel.

"2008 haben wir die eine Hälfte von Ouninpohja schon mal in umgekehrter Richtung absolviert - aber das war nur der kleinere Teil der Strecke. Den schnelleren, breiteren Abschnitt haben wir noch nicht in der diesjährigen Richtung gefahren", erklärt der Volkswagen-Pilot. "Die große Aufgabe wird sein, herauszufinden wo die Sprünge sind und wie das Auto an diesen Stellen reagiert."

"Das kann wild werden": Vorfreude auf den "Yellow Horse Jump"

Das größte Fragezeichen stellt für Latvala der berühmte "Yellow House Jump" dar. "Wir kennen diesen Sprung alle aus dem Stegreif aus der normalen Richtung. Aber von der anderen Seite kommend wird es das Auto sicher richtig runterknallen." Der Lokalmatador verweist auf die hohe Geschwindigkeit vor dem Sprung. "Wir werden dort sehr, sehr schnell hinkommen. Es ist flach und gerade vor dem Sprung - das kann wild werden."

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 125 Kilometer pro Stunde war "Ouninpohja" die schnellste Etappe der Rallye Finnland im vergangenen Jahr. Aufgrund der Richtungsänderung wird es in diesem Sommer wohl etwas langsamer durch den Achterbahn-Abschnitt gehen. "Wahrscheinlich haben die Organisatoren deshalb die Änderungen veranlasst", mutmaßt Latvala. Dennoch verteilt er ein Lob an die Veranstalter in seiner Heimat: "Mir gefällt, was ich bislang gesehen habe. Es wird viele Prüfungen geben, für die Fans wird also einiges geboten sein."

Insgesamt sind 24 Prüfungen über 334 Kilometer geplant. Inklusive Verbindungsstrecken beträgt die Gesamtdistanz 1.371 Kilometer. Die berühmte Schotter-Rallye in Finnland ist seit dem Beginn der Weltmeisterschaft 1973 ohne Unterbrechung Teil des WRC-Kalenders. Bezüglich der Durchschnittsgeschwindigkeit bei Prüfungen gibt es im aktuellen Reglement keinerlei Bestimmungen, nachdem die FIA eine Obergrenze von 130 Kilometer pro Stunde abgeschafft hatte.

"Wenn man eine Streckenführung umdreht, reduziert sich der Speed normalerweise ein wenig, in der Regel aber nur im ersten Jahr oder sogar nur bei der ersten Prüfung", verrät Rennleiter Kai Tarkiainen. "Als Veranstalter hast du auf die Durchschnittsgeschwindigkeiten ohnehin nur wenig Einfluss, da dir die Straßen, die du benutzen kannst, nicht viel Spielraum geben", so Tarkiainen abschließend.

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