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WRC: Polen-Rallye

Polen könnte aus WM-Kalender fliegen

Bei der Polen-Rallye sollen sich haarsträubende Szenen mit verantwortungslosen Fans zugetragen haben; FIA überprüft ihren WM-Status.

Die Polen-Rallye ist eine der schnellsten Veranstaltungen im WM-Kalender und mit bis zu 100.000 Fans auch eine der beliebtesten, doch die Zukunft der Rallye als WM-Lauf ist ungewiss, weil sich einige Besucher verantwortungslos verhalten haben sollen. Die sechste Sonderprüfung musste deshalb sogar abgesagt werden, andere begannen verspätet. Schon 2015 gab es Probleme mit dem Verhalten einiger Zuschauer, woraufhin die FIA den Veranstalter verwarnte.

Hätte es 2016 wieder unkontrollierbare Fans gegeben, wäre die Rallye wohl aus dem WM-Kalender geflogen, doch im Vorjahr war alles mehr oder weniger in Ordnung. Diesmal gab es jedoch wieder einige Zwischenfälle. Am Samstag fuhr sogar ein Feuerwehrauto in der Baranowo-Prüfung auf die Strecke ein. Momente später kam ein Rallyeauto dem Truck entgegen, zum Glück kam es nicht zum Unfall. Die Stelle war abgesperrt, doch der Fahrer des Feuerwehrautos ignorierte die Anweisungen der Marshals. Die Polizei hat inzwischen eine Untersuchung eingeleitet.

Überdies gab es wieder Berichte, dass Fans auf die Strecke sprangen und den Autos viel zu nahe kamen. "Es gab bei dieser Rallye Sicherheitsprobleme", bekräftigte FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen bei Autosport. "Wir müssen das nun untersuchen und unsere Schlüsse ziehen. Der Zwischenfall mit dem Feuerwehrauto wird vor Ort untersucht. Das hatte nichts mit der Rallye direkt zu tun, aber wie kann so etwas passieren? Meiner Information nach hätte es fast einen Polizisten überfahren. Wir hatten Glück, dass nichts passiert ist, aber das gehört nicht zur Rallye."

Seit 2014 ist Polen wieder Teil der Weltmeisterschaft, der Vertrag ist aber in diesem Jahr ausgelaufen. Die Rallye hat eine lange Geschichte, sie wurde 1921 zum ersten Mal ausgetragen. "Es gibt aber nicht die gleiche Fankultur wie in Skandinavien. Einige von ihnen wollen den Autos zu nahe kommen", kritisierte Mahonen. Da die WRC Promoter GmbH ohnedies neue Überseerallyes in den WM-Kalender aufnehmen will, wären die Sicherheitsprobleme ein passender Anlass, Polen keinen neuen Vertrag zu gewähren.

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