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WRC: Finnland-Rallye

Drei Rallye-WM-Teams starten in Estland

Um sich auf Finnland vorzubereiten, schicken Citroën, Hyundai und Toyota je ein WRC zu einer nationalen Schotterrallye nach Estland.

Drei der vier in der Rallye-WM engagierten Hersteller werden am Wochenende bei der Estland-Rallye an den Start gehen: Craig Breen (Citroën), Hayden Paddon (Hyundai) und Ott Tänak (Toyota) werden diese Schotterrallye zur Vorbereitung auf die Finnland-Rallye, die Ende Juli stattfindet, nutzen. Alle drei werden bei dieser nationalen Veranstaltung in ihren WRCs antreten; nur das Ford-Team M-Sport schickt kein Auto nach Estland.

Schon in den vergangenen Jahren sind einige Fahrer bei dieser Rallye angetreten, um sich auf die Polen-Rallye vorzubereiten. Polen ist 2018 zwar nicht mehr Teil des WM-Kalenders, aber die schnellen Schotterstraßen Estlands sind immer noch eine ebenso gute Möglichkeit, sich auf Finnland vorzubereiten. Die Rallye besteht aus 16 Sonderprüfungen über insgesamt 146 Kilometer, ist also nur etwa halb so lang wie ein WM-Lauf.

"Der Hintergrund dieses Einsatzes ist, dass Craig bestmöglich auf Finnland vorbereitet ist", erklärte Citroën-Teamchef Pierre Budar. "Es wird auch aus technischer Sicht nützlich sein und eine gute Ergänzung zu unseren normalen Vorbereitungstests darstellen, denn man fährt auf verschiedenen Straßen. Außerdem sammelt man bei richtigen Wettbewerbsbedingungen andere Informationen als bei Testfahrten, bei denen der Fahrer die Strecke sehr schnell auswendig kann."

Breen wird nach 2011 (damals im Ford Fiesta R2) und 2015 (im Peugeot 208 T16 R5) zum dritten Mal in Estland am Start stehen, Hyundai-Pilot Paddon ist zum ersten Mal dabei. "In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, dass sich diese Rallye als Vorbereitung in Finnland ausgezahlt hat. Deswegen folgen wir jetzt diesem Beispiel und treten mit einem Auto an", sagte Hyundai-Teammanager Alain Penasse.

Lokalmatador Tänak kennt die Rallye in seiner Heimat sehr gut. Zum letzten Mal hat er 2014 mit einem Ford Fiesta R5 am langjährigen EM-Lauf teilgenommen und sich dabei den Sieg geholt. Von der Papierform her ist er mit seinem Yaris WRC auch am Wochenende der Favorit; auch das Interesse der heimischen Fans dürfte ihm gelten. "Diese Rallye war immer sehr gut für Polen", sagte Tänak. "Die Straßen sind sehr ähnlich, aber anders als in Finnland, wo der Boden härter ist und es mehr Sprünge gibt."

"Der Speed ist aber gleich, und nach der Pause und einigen langsamen, kurvigen Bergrallyes ist es gut, wieder schnell unterwegs zu sein. Wir können diese Rallye für das Setup für Finnland verwenden, weil es dort nicht viel anders ist. Entscheidend ist, dass sich der Fahrer wieder an die Geschwindigkeit gewöhnt", so der Este weiter.

Toyota hat zwar schon Ende Juni in der Nähe von Jyväskylä für die Finnland-Rallye getestet, nach Estland ist aber ein weiterer Testtag angesetzt, um finale Details zu klären. Anfang Juli hat man mit allen drei Piloten zudem einen Vorbereitungstest auf die Asphaltrallye in Deutschland absolviert. Hinter den Kulissen gibt es jedoch Bestrebungen, die Testfahrten künftig einzuschränken, um Geld zu sparen.

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