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WRC: Finnland-Rallye

Teamorder im Dienste Ogiers bei M-Sport

Elfyn Evans und Teemu Suninen mussten Sébastien Ogier vorbeilassen; Ford Fiesta WRC trotz neuer Aerodynamik und Dämpfer zu langsam.

M-Sport setzte bei der Finnland-Rallye 2018 auf Teamorder und bremste sowohl Elfyn Evans als auch Teemu Suninen ein, damit Sébastien Ogier so viele WM-Punkte wie möglich sammeln konnte; schließlich kam der amtierende Weltmeister als Fünfter ins Ziel. In der Fahrerwertung verkürzte Ogier seinen Rückstand auf Thierry Neuville (Hyundai) auf 21 Punkte. Obwohl M-Sport eine neue Aerodynamik im Heckbereich entwickelt hatte und auf eine andere Stoßdämpfermarke setzte, fehlte dem Franzosen in Finnland die nötige Geschwindigkeit.

Als Zweiter auf der Strecke konnte Ogier am Freitag zwar den vor ihm startenden Neuville in Schach halten, doch die Spitze fuhr auf und davon. Nach SP 10 musste Evans vom Gas gehen, damit Ogier eine Position gewann und am Samstag eine bessere Ausgangsposition bekam. Am Sonntag nahm Suninen eine Zeitstrafe von 20 Sekunden in Kauf, um Ogier den fünften Platz zu überlassen.

"Wir hatten an diesem Wochenende nicht die gewünschten Pace", brachte es M-Sport-Teamchef Malcolm Wilson auf den Punkt, "aber wir haben unser Hauptziel erreicht und den Rückstand in allen drei Meisterschaften reduziert. Es ist frustrierend, dass wir nicht vorne mitkämpfen konnten, aber wir müssen das größere Bild im Auge behalten. In dieser Hinsicht war es eine positive Rallye."

Auf der Powerstage riskierte Ogier noch einmal alles, sammelte aber als Sechster keine Bonuspunkte. "Es war ein schwieriges Wochenende", sagte der fünffache Weltmeister aus Frankreich. "Wir haben erwartet, dass wir deutlich konkurrenzfähiger sein würden. Die Leistungsfähigkeit des Fiesta WRC war hier im Vorjahr sehr hoch. Jeder Fahrer konnte schnelle Zeiten aufstellen. Das war in diesem Jahr nicht der Fall, was eine Überraschung darstellte."

Es bleibt abzuwarten, ob Finnland eine Momentaufnahme war, denn auch Hyundai konnte gegen Toyota nichts ausrichten, lediglich Mads Østberg (Citroën) konnte dem japanisch-finnischen Team auf dessen Heimterritorium halbwegs Paroli bieten. Mehr als zwei Minuten Rückstand auf Sieger Ott Tänak werden in der M-Sport-Basis die Köpfe rauchen lassen.

"Wir haben alles versucht", hielt Ogier fest, "aber mehr konnten wir nicht machen. So ist es eben, und wir müssen jetzt analysieren, warum wir an diesem Wochenende bei der Pace nicht mithalten konnten." Dem 34jährigen gelang eine Prüfungsbestzeit – dies allerdings auf der zwei Kilometer kurzen Zuschauerprüfung Harju. "Positiv ist, dass wir mehr Punkte als Thierry gesammelt haben, denn das ist immer unser Hauptziel", so Ogier.

Weiter geht es in drei Wochen mit der Asphaltrallye in Deutschland, die Ogier schon drei Mal gewinnen konnte. Den bisher letzte Asphaltlauf auf Korsika im April entschied er vor Tänak und Neuville für sich. "Das Ziel für Deutschland", sagte Wilson, "ist es, den Rückstand weiter zu reduzieren. Der Fiesta WRC hat dort im Vorjahr gewonnen, und Sébastien hat zuletzt auf Asphalt gewonnen. Wir werden in drei Wochen sehen, was wir machen können." Im Vorjahr siegte in Deutschland jedoch Tänak, damals noch im Ford Fiesta WRC.

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